Kleine Fortschritte Richtung „richtiger Frühling“

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Manche sind der ganzen Frühjahrsblüher-Fotos vielleicht schon überdrüssig, aber bei uns draussen auf dem Lande zieht es sich noch hin mit dem ersehnten frühlingsbunten Anblick in Natur und Garten. Ich feiere noch jeden noch so kleinen frisch-grünen Trieb auf den Wieseninseln, jedes einzelne Schneeglöckchen im Rasen und begrüsse jede Mini-Narzissenblüte persönlich, sogar Grüppchen von Feuerwanzen zu sehen erfreut mich noch – das sagt doch alles!

Auf Bild 1 ist ein gefülltes Schneeglöckchen Galanthus nivalis ‚Flore pleno‘ zu sehen. – Bild 2 zeigt die hellgrünen Blätter einer Gelbrote Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva auf der ihnen eigens gewidmeten Wieseninsel.

Den grössten Farbfleck, die leuchtendsten Blüten im Garten haben derzeit die gelben Mini-Narzissen Narcissus von Bild 3 zu bieten, der Keramikfrosch von Bild 4 hat den Frost heil überstanden und kommt später nochmal dran.

Die Haussperlinge Passer domesticus von Bild 5 besuchen noch die Futterstellen, auch der Buntspecht Dendrocopos major auf Bild 6, mit den Knospen der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ im Vordergrund.

Die Feuerwanzen Pyrrhocoris apterus auf Bild 5 drängen sich um Samen vom Garteneibisch Hibiscus syriacus. Auf Bild 8 schlüpft gerade ein „Rhabarbertierchen“ und wird hoffentlich ein grosser starker Rhabarber Rheum rhabarbarum.

Die Fotos sind alle vom 22. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen

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„Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen“ – der umständliche Titel, das lange Wort sollen mein Empfinden wiedergeben, dass irgendwie so gut wie nichts passiert im Garten, denn es ist zu kalt, selbst die Knospen an den Bäumen und Sträuchern schieben sich nur langsam voran, während einige von ihnen im vorigen Jahr am 10. März 2020 schon erste grüne Spitzen ins Freie liessen, oder sogar blühten. Daran ist momentan noch nicht zu denken.

Trotz des Schutzes von altem Gras und grossen Blättern einer Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum wagen die grünen Spitzen vom diesjährigen Neuaustrieb der Braunroten Taglilien bzw. Bahnwärter-Taglilien Hemerocallis fulva kaum, sich weiter zu entwickeln, siehe Bilder 1 und 2. Weil wir nachts immer noch Frosttemperaturen habe, lasse ich auch jedes Aufräumen bleiben, denn für junge Pflanzen und Insekten gibt es keinen besseren Schutz als die Struppigkeit der Vorjahresgräser und trockenen Kräuterstängel im Verein mit altem Laub.

In zwei Wochen ist es früh genug, vom Wind abgebrochene Birkenzweige und dürre Blätter vom Rasen zu harken, braunes Staudengestängel abzuschneiden, trockenes Gras aus den Wieseninseln zu rupfen und das Ergebnis oben auf der Benjes-Hecke zu verteilen, ein Stück davon sieht man auf Bild 3. Die Vögel haben gerade ihre Nistplatzsuche wegen Kälte eingestellt, dann störe ich dort noch niemanden. – Bilder 4 u. 5: Schneeglöckchen Galanthus nivalis und die letzte vorjährige Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca erwartet man nicht gleichzeitig blühend, aber wenn’s geht, dann geht’s.

Die rote Zaubernuss Hamamelis x intermedia vom 6. Bild wird immer heller, blüht aber noch weiter. Als wir sie am 11. März 2020 aus der Baumschule holten, war sie schon vollständig verblüht. Auch die Zierquitten Chaenomeles – Bild 8 – hatten schon Ende Februar 2020 dickere Knospen als jetzt, auch sogar erste Blüten. Der Strauch vom 7. Bild kam erst im Mai letzten Jahres in den Garten: die rotblättrige Lambertshasel Corylus maxima (vllt. auch eine Hasel-Hybride) krepelte den Sommer hindurch vor sich hin, bis sie im September einige Blätter zeigte > hier. Weil sie jetzt wieder kleine, rötliche Knospen hervorgebracht, hoffe ich natürlich, dass sie es geschafft hat, endlich richtig Fuss zu fassen.

Die Fotos im Beitrag sind alle von heute Vormittag, dem 10. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Purpur, Rosa, Pink und Lila

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Purpur, Rosa, Pink und Lila gehören zu den späten Farben im Oktober-Garten, Blüten für Insekten, die noch immer ausfliegen, sobald die Sonne scheint, während es kühler wird und sich langsam die Blätter verfärben. Allerdings wird es nun Zeit für die Zusammenfassung, denn der halbe Oktober ist vergangen und es herbstelt immer deutlicher:

 

Die längeren und kühleren Phasen wechseln sich in immer längeren Intervallen mit mit den kürzer werdenden, weniger intensiv sonnigen ab, so dass die späten Schmetterlinge und Hummeln tagelang verschwinden. Man meint, nun sei es vorbei mit ihnen, aber bisher erscheinen sie plötzlich wieder – eine sehr spannende Zeit, auch wenn die Gelegenheiten zum Fotografieren schon deutlich geringer werden.
Die Fotos sind zwischen dem 7. und 13. Oktober 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Die Bahnwärtertaglilien-Insel

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Die Blüten der Braunroten bzw. Gelbroten Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva freuen mich bereits seit zwei Wochen. Auf der sonnigen Ostseite des Gartens stehen sie nun in ihrer neuen Wieseninsel von reifen Gräsern umgeben. Genau so hatte ich es mir letzten Sommer vorgestellt, als ich sie von der Hauswand dorthin versetzte.

Auf Bild 1 sieht man im Hintergrund den ungewöhnlich hochgewachsenen Gewöhnlichen Fenchel Foeniculum vulgare, die gelben Blütenpünktchen auf Bild 2 gehören Kleinköpfigem Pippau Crepis capillaris, den ich eine schöne Gesellschaft für die grossen braunroten Taglilienblüten finde. Bild 3 zeigt eine Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus an den Taglilienpollen. Diese Art besucht mit Abstand an häufigsten die Bahnwärter-Taglilien.
Fotos vom 25. und 26. Juni 2020, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Die ersten Blüten der Bahnwärter-Taglilien

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Nur vier Tage später als im Juni des vorigen Jahres haben die Braunroten bzw. Gelbroten Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva heute Morgen die ersten Blüten geöffnet. Die kleine Verspätung ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ich vorigen Spätsommer die meisten nach dem Einziehen der Blätter von der Südwand weg und in eine neue Wieseninsel auf auf der sonnigen Ostseite des Gartens versetzt habe:

2020-06-20 LüchowSss Garten erste geöffnete Blüten d. Orangeroten bzw. Bahnwärter-Taglilie (Hemerocallis fulva) (4)

Wie erhofft, geben sie mit hohen Gräsern ein schönes Bild ab. Die Wurzeln bzw. Rhizome sind wühlmausresistent. Ausserdem gefallen mir Pflanzen, die sich „wildnishaft“ verhalten, gerade weil die Sommer heisser werden und die Wasserversorgung unberechenbar. Meine Vorliebe gilt Blütenpflanzen, die sich wie selbstverständlich mit anderen zu bunten Gemengen zusammenfügen, statt in Beeten sortiert zu stehen.

2020-06-20 LüchowSss Garten erste geöffnete Blüten d. Orangeroten bzw. Bahnwärter-Taglilie (Hemerocallis fulva) (3)

Es soll Gärtner geben, die sich über die Ausbreitungsfreude der Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva beklagen, ich hingegen hoffe, dass sie mit etwas mehr Freiraum und Feuchtigkeit noch zahlreicher werden. Auch an anderen Stellen im Garten sind alle Taglilienknollen angewachsen. Die auf dem letzten Bild steht neben einer Kandelaber-Königskerze in der Mitte des von Sträuchern zeitleilig beschatteten Rasens auf der Südseite.

2020-06-20 LüchowSss Garten erste geöffnete Blüten d. Orangeroten bzw. Bahnwärter-Taglilie (Hemerocallis fulva) (2)

Alle drei Fotos sind vom heutigen Gartenrundgang am Morgen des 20. Juni 2020, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern kann man die Bilder noch anklicken.

Blauviolett und Gelb

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Fotos aus dem Garten, mit blühendem Leben in Blauviolett und Gelb, aber nicht nur im Pflanzenreich: neben gelbem Scharbockskraut Ficaria verna (1), zart blaulila Blüten am Rosmarinstrauch Rosmarinus officinalis (2), Märzveilchen Viola odorata (3), Garten-Hyazithen Hyacinthus orientalis in Blauviolett (4) und unscheinbarem Gelbstern Gagea (5) …

… habe ich auch das erste Hain-Bänderschnecken-Pärchen Cepaea nemoralis meines Gartenjahres entdeckt, wie es zwischen den Vorjahresstängeln und jungen Blättern der Gelben Taglilien Hemerocallis lilioasphodelus schmuste.
Die Fotos sind vom 18. und 19. März 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gartenbunt

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Es kommt so langsam wieder die Zeit für grössere Galerien, weil sich im Garten immer mehr gleichzeitig blicken lässt. Die Beschreibungen zu den einzelnen Bildern stehen unterhalb der Galerie:

Bild 1: Die Blüten der Urpflaumen-Art Krete Prunus insititia scheinen zum Glück unempfindlich gegen die derzeitigen Nachtfröste zu sein. In ihrem zweiten Jahr blüht die Krete schon viel üppiger.

Bild 2: Die hier abgebildete Gelbskabiosen-Pflanze Scabiosa ochroleuca hat seit dem vorigen Jahr durchgeblüht, wenn auch alle Blüten ähnlich vom Wetter zerzaust aussehen. Ich hoffe, sie vermehren sich weiterhin so gut.

Bild 3: Dies sind die frischen Triebspitzen der Gelben Taglilien Hemerocallis lilioasphodelus; vorigen Sommer hatte ich sie an einen weniger mittagsheissen und sonnigen Platz versetzt, und freue mich, dass ihnen der neue Standort zusagt.

Bild 4: Der Gewöhnliche Erdrauch Fumaria officinalis zeigte sich während der gesamten Winterwochen grün und blühend, so dass sich an ihm eine Population von grünen Blattläusen erfolgreich durchgefuttert hat.

Bild 5: Die rosa Blüten der Aprikose Prunus armeniaca haben die vorgestrige und vergangene Frostnacht zum Glück auch ohne Schaden überstanden, wurden aber, wie die der Krete, bisher nur von kleinen Fliegen entdeckt.

Bild 6: Der grössere der beiden Rosmarin Rosmarinus officinalis-Sträucher blinzelt seit gestern mit einer ersten und immernoch einzigen geöffneten violetten Blüte in diesen März 2020.

Bild 7: Blühende Märzveilchen bzw. Duftveilchen Viola odorata entdecke ich nun auch an anderen Stellen im Garten.

Bild 8: Einen kleinen schwarzen, aber auch metallisch-dunkelgrün schimmernden Käfer endeckte ich auf den hervorspriessenden Diesjahresblättern der Belgischen Glattblattaster Symphyotrichum novi-belgii.

Fotos vom 2. und 4. März 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Rotes und Grünes

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Gestern im Garten entdeckt – Rotes und Grünes in Frühjahrsstimmung:

Auf Bild 1 sind die hellgrünen Blätter einer Gelbrote Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva zu sehen, die auf einer anderen Wieseninsel nun schon im zweiten Jahr erscheint, und Bild 2 zeigt fünf Königskerzen-Rosetten; vier Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum und eine Kleinblütige Königskerze Verbascum thapsus. Ob sie wohl im kommenden Sommer schon blühen werden?

Die Zweige mit den roten Knospen und einer geöffneten roten Blüte auf Bild 2 gehören zu einer Zierquitte Chaenomeles, die anscheinend vom besonnten Terrassenpflaster gewärmt und geweckt wurde, und auf Bild 4 recken die „Rhabarbertierchen“, wie Frau Wildgans sie genannt hat, ihre roten Köpfchen unter dem braunen Kirschbaumlaub hervor und strecken sogar erstes grünes Blättergekrumpel heraus, so dass ich schon jetzt auf den Umfang des Rhabarbers Rheum rhabarbarum im Jahr 2020 sehr gespannt bin.
Fotos vom 15. Februar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.