Wiesenhummel und Kandelaber-Königskerze

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Sobald morgens die Sonne an Kraft gewinnt, beginnt die Hummelparty an den Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum. Auf den beiden Fotos sieht man eine Wiesenhummel Bombus pratorum beim Besuch der gelben Blüten und mit bereits gesammelten, orangefarbenen Pollenpaketen an den Beinen, denen sie noch weitere Pollen hinzufügen wird:

Trüge sie die Pollenpakete nicht,die sie als Arbeiterin ausweisen, könnte man sie auf den ersten Blick mit einem ähnlich gefärbten Männchen der Steinhummel Bombus lapidarius verwechseln, so aber ist es eindeutig, denn männliche Hummeln tragen nicht zur Versorgung des Hummelnestes bei und sammeln daher auch keine Pollen, um sie ins Nest zu tragen.
Die Fotos sind vom Morgen des 23. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Kandelaber-Königskerzen mit Blüten und Königskerzenmönchsraupen

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Die erste Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum, kaufte ich als Jungpflanze im Frühsommer 2016, seitdem erhalten ihre Nachkommen im etwa dreijährigen Rythmus die „Thronfolge“. Auch in diesem Sommer gelangen wieder einige an verschiedenen Stellen im Garten zur Blüte:

Sie haben in den vergangenen zwei Wochen sehr eindrucksvoll von der Grundrosette aufragende „Kerzen“ emporgeschoben, an denen sich vor drei Tagen die ersten gelben Blüten öffneten, die seit dem Erblühen von einer Schar schwarzer Rapsglanzkäferchen Brassicogethes aeneus belagert werden.

Die Kandelaber-Königskerzen halten moch weitere tierische Überraschungen bereit, z.B. die täglich grösser werdender, bunt gemusterter Raupen des mattbraunen Nachtfalters namens Königskerzen-Mönch Cucullia verbasci, die man auf den letzten drei Bildern sieht:

Wie schon häufig vorgekommen, waren sie wieder verschwunden, sogar noch bevor sie ihre volle Grösse erreicht haben. Daher glaube ich dass nur sehr weniger es bis zur Verpuppung schaffen zu überleben, sondern dass sie viel häufiger von Vögel entdeckt und verspeist werden.

Die Fotos sind vom 7. Juni bis 19. Juni 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Goldrutenliebhabergalerie

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An den gelben Blütenwedeln der Kanadischen Goldrute Solidago canadensis sind immer viele, meistens kleinere Insekten zu sehen, und alle so durcheinander wie in der folgenden Galerie: da sind verschiedene, kleine Wespenarten, aber auch unterschiedliche Fliegen und Schwebfliegen fühlen sich von ihnen besonders angezogen. Gelegentlich kommen auch Wildbienen, oder kleine Käfer hinzu. Ich entdeckte auch eine winzige Häuschenschnecke und eine kleine Spinne, die zwischen den verzweigten Blütenstängeln auf einen der anderen Besucher wartete.

 

Der Trockenrasen-Marienkäfer auf dem letzten Bild der umfangreichen Galereie hatte > hier bereits einen Extra-Auftritt, jedoch finden Marien- und andere Käfer eher selten zu den Goldruten. Vorwiegend fallen dort die vielen Wespchen und Raupenfliegen auf, die selbst von Nektar leicht zugänglicher Blüten leben, während ihre Larven mit tierischer Nahrung heranwachsen.
Die Fotos sind zwischen dem 11. und 20. August 2020 an verschiedenen Goldruten-Standorten im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und Lesen der ausführlicheren Untertitel anklicken.

Der Rainfarn verblüht bereits

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Es ist knapp vier Wochen her, dass er seine Blühsaison eröffnet hat, aber der Rainfarn Tanacetum vulgare verblüht bereits schon wieder, zumindest werden die ersten gelben Blütenknöpfe braun. Die kleinen Wildbienen und Pollenkäfer und Winzi-winzi-Wespchen suchen sich natürlich lieber die frischen aus.

2020-08-05 LüchowSss Garten Rainfarn (Tanacetum vulgare) + kl. Wildbiene (1)

Wahrscheinlich beschleunigt die Hitze den Vorgang mehr als nur die Trockenheit, denn im Garten steht er hinsichtlich der Feuchtigkeit etwas besser da als draussen in der Feldmark, und dennoch hält er nicht länger.

2020-08-05 LüchowSss Garten Rainfarn (Tanacetum vulgare) + kl. Wildbiene + Rapsglanzkäfer (1)

Das wird ergänzt durch das ungläubige Gefühl, dass sich mit dem Überschreiten der Monatsmitte vom August einstellt: neigt sich der Sommer wirklich schon dem Ende zu?

2020-08-16 LüchowSss Garten verblühender Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Dabei sollte der Rainfarn doch eigentlich noch bis September blühen! – Die Fotos sind vom 5. und vom 16. August 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Kandelaber-Königskerzen in Hochform

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Die Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum im Garten leuchten seit Mitte Juni buchstäblich in Hochform – es gibt sieben, fünf von ihnen überragen mich, drei sogar um mehr als Armeslänge. Was ich in den vorigen Jahren an der einzigen Pflanze, die ich bis dahin im Garten hatte, nicht beobachten konnte: verschiedene Insektenarten sind in diesem Sommer ganz verrückt nach ihnen, vor allem an sonnigen frühen Morgenden herrscht Hochbetrieb.

2020-06-26 LüchowSss Garten Kandelaber-Königskerzen (1)

Zahlreiche Dunkle Erdhummeln Bombus terrestris, Baumhummeln Bombus hypnorum und Steinhummeln Bombus lapidarius brummeln lautstark um die gelben Blüten herum, ausserdem Hain-Schwebfliegen Episyprhus balteatus und Langbauch- bzw. Stiftschwebfliegen Sphaerophoria scripta in grosser Zahl, sowie einige andere Arten, z.B. ist auf einem der Bilder eine Grosse Schwebfliege Syrphus ribesii zu sehen. Die Wildbienen sind meist mittlerer Grösse, Honigbienen Apis melifera kommen ebenfalls, wenn hier auch gerade ohne Bild.

2020-06-27 LüchowSss Garten Kandelaber-Königskerzen (Verbascum olympicum) + Dunkle Erdhummeln (Bombus terrestris) (1)

 

Achja: Rapsglanzkäfer Brassicogethes aeneus sitzen natürlich ebenfalls überall auf den gelben Blüten der Kandelaber-Königskerzen. Es war auf jeden Fall gut, dass ich die Geduld aufgebracht habe, über zwei Jahre den sich aus Sämlingen entwickelnden Jungpflanzen-Rosetten Platz zu geben, bis sie im dritten Jahr nun den Garten mit ihrer auffallenden Pracht und Nahrung für Insekten bereichern. Das werde ich ganz sicher wieder tun.
Die Fotos sind zu verschiedenen Tageszeiten zwischen dem 21.-28. Juni 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Glänzende Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula

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Wenn ich oft viele Exemplare einer Art sehe, kommt mir kaum in den Sinn, diese könne unter Naturschutz stehen, auch beim Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula nicht, und dennoch ist es der Fall. Pestizideinsatz und die Beseitigung von Totholz bei Obstbäumen und das häufige Schneiden von Schlehenhecken in der Feldflur lassen ihnen kaum noch Lebensraum, in dem die Larven bis zur Verpuppung unter der Rinde frisch abgestorbener Äste mehrere Jahre lang heranwachsen können. Es ist eine lange Zeitspanne für einen so kleinen Käfer, finde ich, er ist aber auch besonders hübsch, bei beiden Geschlechtern, vor allem im Sonnenschein:

Auf dem ersten Bild von einer der Wieseninseln befindet sich, als grünschimmerndes kleines Käfer-Schmuckstück, ein männlicher Glänzender Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula auf der linken der beiden Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare, in Gesellschaft einiger in vorwiegend Schwarzweiss teppichgemusterten Bibernellen-Blütenkäfern Anthrenus pimpinellae. Sowohl die jedem geläufigen Blüten als auch die kleineren Teppichkäfer dienen gut dem Grössenvergleich, wie auf dem zweiten Bild der schwarze Rapsglanzkäfer Brassicogethes aeneus :

Es ist wiederum ein grünes Männchen, das auf einer Blüte vom Hohen bzw. Aufrechten Fingerkraut Potentilla recta Nahrung sucht. Die Farbe Gelb zieht sie an, bevorzugt die Mitte von Wildrosenblüten, aber das Hohe Fingerkraut ist immerhin schon mal ein Rosengewächs, was wegen der Verwandtschaft zu Obstbäumen vielleicht eine gewisse Logik birgt, aber auch die Margeriten mit ihren goldgelben Mittelpunkten werden nicht verschmäht, wie auf dem dritten Bild wieder gezeigt wird, diesmal von einem ganz anders und noch auffallender gefärbten Weibchen des Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula:

Die Käfer sind zwischen etwas mehr als 5 und weniger als 8 mm gross, dabei die Männchen an Kopf, Halsschild und Flügeldecken gänzlich grün bzw- erzfarbig s.o., die Weibchen, bei denen Kopf und Halsschild bei mir im Garten fast immer rot sind, aber auch goldgrün oder messingfarben sein können, ihre Flügeldecken immer vollkommen blaugrün.
Manchmal wird der Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula auch Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer genannt, und unter diesem Namen zeigte ich ihn 2017 schon einmal auf Löwenzahn > hier.
Wenn ich die Beschreibungen verschiedener Webseiten richtig deute, frisst auch das Imago neben den mit Gelb bevorzugten Blüten gelegentlich auch totes Holz, und davon bekommen sie neben den Wiesenblumen in meinem Garten durch den alten Kirschbaum und die Benjeshecke reichlich geboten.
Diese drei neuen Fotos sind vom 16. und 18. Mai 2020, aufgenommen auf verschiedenen Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gewöhnliche Sternhyazinthe Chionodoxa luciliae

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Bei den hübschen Blütensternen handelt es sich um ausnahmsweise nicht blau- sondern rosablühenden Schneeglanz bzw. Gewöhnliche Sternhyazinthen Chionodoxa luciliae – und die kleinen, schwarzen, pollenfressenden Rapsglanzkäfer Brassicogethes aeneus sind auch schon da:

Seit dem vorigen Jahr, als sie sich zum ersten Mal zeigten, weiss ich, dass Schneeglanz, Schneestolz bzw. Gewöhnliche Sternhyazinthen Chionodoxa luciliae zu den Spargelgewächsen gehören, ihren Ursprung im Boz-Dağ-Gebirge in der westlichen Türkei haben und dass es neben dem klassischen Blau auch verschiedene Sorten in Weiss und Rosa gibt, denn da hatte ich deswegen verblüfft im Web herumgesucht. Wegen Vergessens und deswegen sehr späten Pflanztermins blühten sie erst Anfang April > hier.
Die Fotos in diesem Beitrag sind vom 18. März 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.