Neues Altes an der Eiche: Wer macht denn so etwas? (3)

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Heute Morgen im Garten fotografiert: In der zerklüfteten Eichenborke hat anscheinend jemand etwas von seinen Wintervorräten deponiert und vergessen, eine Eichel – aber wer macht denn sowas?

2021-03-28 LüchowSss Garten Eichel in Eichenrinde

Die Eichel steckt etwa einen Meter hoch über dem Boden fest eingezwängt, wurde aber offenbar dort vergessen. Eichhörnchen haben wir hier keine, also tippe ich auf einen Eichelhäher. – Das Foto ist vom 28. März 2021, aufgenommen an der Eiche im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Pilze an der Eiche

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Die Pilze an der Eiche vermehren sich gerade nicht, sie warten wahrscheinlich, bis es wieder kälter wird. Mitteleuropäische Austern-Seitlinge oder Austernpilze Pleurotus ostreatus fruktifizieren erst bei Temperaturen unter 11 °C, und auch die mir immer noch nicht näher bekannten Porlinge in ihrer Nachbarschaft verhalten sich ganz ähnlich.

Der Wilde Wein, die Dreispitzige Jungfernrebe bzw. sogenannte Mauerkatze Parthenocissus tricuspidata ‚Veitchii‘ ist noch fast überall dunkelgrün und bekommt erst hier und da rote Blattspitzen. Noch ist keines seiner Blätter gefallen.
Fotos vom 29. September 2020 an der abgestorbenen Eiche im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Die Pilze im Garten sind „aufgewacht“

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Die Pilze im Garten sind „aufgewacht“; morgendliche Taubildung und gelegentlicher Regen sowie die nächtliche Kühle haben verschiedene Arten aus dem Rasen und aus der abgestorbenen Eiche gelockt:

 

Verschiedene, hellbraunen Schirmpilze lugen aus dem Rasen; bei den kleineren nehme ich den Nelken- oder Feld-Schwindling Marasmius oreades an, auch oft Rasen-Schwindling genannt. Die kleinen weissen Boviste könnten Wiesenstäublinge Lycoperdon pratense sein. Die faszinierenden Schopftintlinge bzw. Spargelpilze Coprinus comatus sind unverwechselbar, Austernseitlinge Pleurotus ostreatus kamen vor zwei Tagen aus der Eichenrinde hervor.

 

Austernseitlinge kann ich nun schon in der dritten Saison ernten. Mit ihnen gab es eben gerade die erste Pilzmahlzeit aus Gartenernte 2020 zum Mittagessen. Die hellen „Kaugummis“ am Stamm der abgestorbenen Eiche könnten irgendwelche Porlinge sein.- Die Fotos sind entstanden zwischen dem 4. und 16. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Mal an einer Ulme nagen

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Mal an einer Ulme zu nagen ist sicher keine Option für mich, aber ich entdeckte vorgestern zum ersten Mal, dass es eine Dunkle Erdhummel tat, um Nistmaterial für ihre Hummelnest zu gewinnen:

 

Dunkle Erdhummel Bombus terrestris -Königin in der Morgensonne, fotografiert am 17. März 2020 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Auf der Webseite Wildbienen.de fand ich eine erstaunliche Auflistung von Nistmaterialien, die Hummeln gern verwenden > hier. Diese kann man ihnen anbieten, wenn man im Garten einen Hummelkasten aufstellen will und die Umgebung an solchen Materialien weniger reich ist.

Immer mehr Pilze an der Eiche

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Der Wilde Wein hat sich rot gefärbt, und immer mehr Pilze erscheinen aus der Eiche heraus. Bis auf die Austern-Seitlinge auf dem letzten Bild in der Galerie sind meine Benennungen unter den Fotos aber nicht wirklich sicher.

Vor allem die „Kaugummis“ geben mir nach wie vor Rätsel auf, denn sie entwickeln sich zwar schnell, aber die Ähnlichkeit sowohl mit manchen Porlingen als auch mit Trameten lässt mich nach wie vor im Ungewissen.
Auf der den Baumpilzen gewidmeten Übersicht vom > Baumportal findet sich vor allem irritierende Zeiten zu denen die Fruchtkörper erscheinen sollen, nämlich im sehr späten Spätherbst und Winter, und in der Hinsicht stimmt überhaupt nichts mit „meinen“ überein. Nicht, dass es mich beunruhigt. Auch ohne Namensnennung ist es für mich spannend, täglich einmal die Eiche aufzusuchen, um ihre Entwicklung zu beobachten.

Fotos vom 17. bis 22. Oktober 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Neues von der Eiche

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Zuletzt schrieb ich Ende Juni über sie, nachdem seit Anfang Juni mit erstaunlicher Geschwindigkeit immer mehr samtige Knubbel vom Eichenfeuerschwamm am Stamm erschienen. Überhaupt hat das Fortschreiten der Prozesse an der Eiche ein Tempo, mit dem ich nicht gerechnet hätte: gestern fiel mir ein grosses Stück Borke vor die Füsse, von einer Stelle, aus der im vorigen Winter Austernpilze sprossen.

Die Eiche als Baum ist zwar tot, aber als Siedlungsraum verschiedenster Lebewesen immernoch zu beobachten interessant. Nie zuvor hatte ich Anlass und Gelegenheit, mich mit dem Beobachten eines solchen Verfalls zu beschäftigen, von dem man sonst höchstens im Zusammenhang mit Totholz in naturschützerischer Hinsicht erfährt. Es bleibt spannend. Hoffentlich lassen sich kommenden Winter die leckeren Austernpilze noch mal blicken. – Foto vom 25. September 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.