Gartenfarben: Purpur und Rot

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Die purpurnen und roten Farbtöne der letzten Apriltage bekommen hier einen gemeinsamen Auftritt:

 

Die Fotos sind sämtlich zwischen dem 25. und 30. April 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken*.

*dann bzw. in der richtigen Blog-Ansicht verschwinden auch die lästigen weissen Schriftzüge, die man im WP-Reader über den Bildern sieht, weil sie eigentlich in der richtigen Galerie im Blog unter den Bildern stehen.

Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen

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„Zögerliches Gartenfrühjahrsgeschehen“ – der umständliche Titel, das lange Wort sollen mein Empfinden wiedergeben, dass irgendwie so gut wie nichts passiert im Garten, denn es ist zu kalt, selbst die Knospen an den Bäumen und Sträuchern schieben sich nur langsam voran, während einige von ihnen im vorigen Jahr am 10. März 2020 schon erste grüne Spitzen ins Freie liessen, oder sogar blühten. Daran ist momentan noch nicht zu denken.

Trotz des Schutzes von altem Gras und grossen Blättern einer Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum wagen die grünen Spitzen vom diesjährigen Neuaustrieb der Braunroten Taglilien bzw. Bahnwärter-Taglilien Hemerocallis fulva kaum, sich weiter zu entwickeln, siehe Bilder 1 und 2. Weil wir nachts immer noch Frosttemperaturen habe, lasse ich auch jedes Aufräumen bleiben, denn für junge Pflanzen und Insekten gibt es keinen besseren Schutz als die Struppigkeit der Vorjahresgräser und trockenen Kräuterstängel im Verein mit altem Laub.

In zwei Wochen ist es früh genug, vom Wind abgebrochene Birkenzweige und dürre Blätter vom Rasen zu harken, braunes Staudengestängel abzuschneiden, trockenes Gras aus den Wieseninseln zu rupfen und das Ergebnis oben auf der Benjes-Hecke zu verteilen, ein Stück davon sieht man auf Bild 3. Die Vögel haben gerade ihre Nistplatzsuche wegen Kälte eingestellt, dann störe ich dort noch niemanden. – Bilder 4 u. 5: Schneeglöckchen Galanthus nivalis und die letzte vorjährige Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca erwartet man nicht gleichzeitig blühend, aber wenn’s geht, dann geht’s.

Die rote Zaubernuss Hamamelis x intermedia vom 6. Bild wird immer heller, blüht aber noch weiter. Als wir sie am 11. März 2020 aus der Baumschule holten, war sie schon vollständig verblüht. Auch die Zierquitten Chaenomeles – Bild 8 – hatten schon Ende Februar 2020 dickere Knospen als jetzt, auch sogar erste Blüten. Der Strauch vom 7. Bild kam erst im Mai letzten Jahres in den Garten: die rotblättrige Lambertshasel Corylus maxima (vllt. auch eine Hasel-Hybride) krepelte den Sommer hindurch vor sich hin, bis sie im September einige Blätter zeigte > hier. Weil sie jetzt wieder kleine, rötliche Knospen hervorgebracht, hoffe ich natürlich, dass sie es geschafft hat, endlich richtig Fuss zu fassen.

Die Fotos im Beitrag sind alle von heute Vormittag, dem 10. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Notiz: Die rote „Lambertshasel“ im Herbst

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Anfang September notierte ich im Blog,  dass sich nach mitgebrachtem Spinnmilbenbefall und monatelang kahlen Zweigen endlich wieder junge und völlig gesunde Blätter an der jungen Lambertshasel Corylus maxima zeigten. Unser beiderseitiges Durchhaltevermögen hat sich gelohnt, es wurden immer mehr rote, grünlich schimmernde Blätter:

2020-10-07 LüchowSss Garten Nieselregenbilder - rote Lambertshasel (Corylus maxima ‚Purpurea‘) od. Hybride mit Gemeiner Hasel (1x2)

Die Lambertshasel Corylus maxima ist mit der Gemeine Hasel Corylus avellana verwandt und kann sich mit ihr kreuzen, wo sie aufeinander treffen, wenn z.B. sogenannte „Bluthaseln“ in der Nähe der Gemeinen Haseln stehen, denn die als Zierpflanzen in Gärten beliebten rotblättigen Sträucher sind Lambertshaseln bzw. Hybriden beider Arten. Ich bin daher sehr gespannt auf die Weiterentwicklung des Kleinen. Die beiden Nieselregen-Fotos sind vom  7. Oktober 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Da ist noch Leben drin: die rote „Lambertshasel“

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Spinnmilben hatten anscheinend die im Mai noch jungen Blätter der jungen Lambertshasel Corylus maxima bereits im Wald befallen, denn kurz nach dem Pflanzen des rotblättrigen Findlings schwanden die Blätter dahin und ich fand verräterische, feine Spinnfäden daran. Monatelang widerstand ich dem Impuls, den Schössling herauszureissen statt ihn weiter mit Wasser zu versorgen, hoffte weiter, dass er wenigstens im Boden am Leben bleiben und wieder auszutreiben würde. Ich blieb zuversichtlich, dass Spinnmilben auf dem luftigen, neuen Standort schwerer überleben konnten, als in der Windstille der „Gartenmüllzone“ im Wald, und dass sich „jemand“ aus der kleinen Tierwelt im Garten finden würde, der Spinnmilben frisst, denn im Garten hatte ich in all den Jahren noch nie welche.
Sicher brachte der heisse und trockene Sommer die Hasel an ihre Grenzen, aber seit Ende August kommen junge Blätter am kahlen Haupttrieb zum Vorschein, und diese sind vollkommen gesund.

Eine Lambertshasel Corylus maxima wächst als grosser Strauch oder sogar als Baum, somit höher als die verwandte Gemeine Hasel Corylus avellana aus der gemeinsamen Gattung Hasel Corylus. Auch die normalerweise grünen Blätter haben einen braunroten Schimmer, es gibt aber auch eine vollständig rotlaubige, als „Bluthasel“ bekannte Sorte, Corylus maxima ‚Purpurea‘. Diese als Ziergehölz in Gärten bekannte Form wird oft für eine Zuchtform der Gemeinen Hasel gehalten, denn vielen Menschen ist nicht bekannt, dass es mehr als nur eine Art Hasel gibt. Dabei werden seit vielen Jahren drei Viertel der weltweit im Handel erhältlichen „Haselnüsse“ durch den Anbau der ursprünglich auf dem nordwestlichen Balkan beheimateten Lambertshasel Corylus maxima in der türkischen Schwarzmeerregion erzeugt, während nur der kleinere Teil der Weltproduktion von der bei uns heimischen Gemeinen Hasel Corylus avellana stammt. Beide Arten können sich miteinander kreuzen, wo sie aufeinander treffen und so ist die Definition bei meinem wiederbelebten Exemplar ungewiss, obwohl sowohl die rote Farbe als auch die typische längliche Blattform eindeutig auf das Erbe der Lambertshasel hinweisen. – Mehr über die Lambertshasel lesen bei > Wikipedia.
Die beiden Fotos sind vom 31. August und vom 6. September 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.