Quer durch den Garten im Mai: Blau und Blauviolett

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Durch den Regen und das warme Wochenende hat sich die vorher so langsame Entwicklung endlich beschleunigt. Diese Galerie habe ich dem Thema Blau und Blauviolett gewidmet und weil es sich so ergab, sind nicht nur Pflanzen in der Galerie zu sehen, sondern auch eine echte Blaumeise und ein Keramikvogel, der auf seinem Stab eine Pflanze in der Wieseninsel markiert, die nicht umgerannt werden soll. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken:

  1. Die regennasse Blaumeise Cyanistes caeruleus suchte eifrig den Feldahorn Acer campestre nach Insekten ab.
  2. Eine Ehrenpreis-Art Veronica spec. mit zartblauen, dunkler gestrichelten Blüten an einer aufrecht stehenden Rispe verbreitet sich im Rasen – Echter Ehrenpreis Veronica officinalis vielleicht.
  3. Einige letzte Armenische Traubenhyazinthen Muscari armeniacum harren noch in einer der Wieseninseln aus, verlieren nun aber auch ihre letzten blauen „Glöckchen“. Hoffentlich versäen sie sich auch.
  4. Der Keramikvogel mit dem blauen Kopf bewacht eine Königskerze in der mit Hilfe des Regens munter spriessenden Wieseninsel.
  5. In diesem Jahr ist der Gundermann Glechoma hederacea im Garten gut vertreten, und bietet den Bienen und Hummeln bei jedem Wetter ein verlässliches Nektarbüffet.
  6. Die erste Blüte der Gewöhnlichen Akelei Aquilegia vulgaris öffnete sich am 10. Mai an einem der wärmsten Plätze im Garten, die anderen Akeleien brauchen noch ein wenig länger.
  7. Den beiden Rosmarin-Sträucher Salvia rosmarinus, bis vor Kurzem noch als Rosmarinus officinalis bezeichnet, haben im vergangenen Februar die Starkfröste ≥ -16°C trotz Frostschutz-„Schlafsäcken“ stark zugesetzt, die zerrupft aussehenden Zweige blühen aber trotzdem bis in die Spitzen, wenn auch nicht üppig.
  8. Der Kriechende Günsel Ajuga reptans, hier mit einer Ackerhummel Bombus pascuorum zu sehen, darf sich auch gerne im Garten noch weiter ausbreiten, weil er aber weniger Trockenheit zu vertragen scheint als der Gundermann, geschieht das bisher kaum.
  9. Zerrupft sieht auch die Garten-Primel Primula x intermedia aus, angefressen von Vögeln oder Insekten – ich habe die Amsel im Verdacht. Dennoch blüht die Primel unbeeindruckt durch, bis es ihr irgendwann zu heiss wird.
  10. Auch den Blüten der sich Jahr für Jahr selbst aussähenden und somit erhaltenden Hornveilchen Viola cornuta und Garten- bzw. Wald-Vergissmeinnicht Myosotis sylvatica setzt erst die Frühsommerwärme ein Ende, wobei der aktuelle Wetterbericht für uns bis Ende Mai eher mit weiteren Blüten rechnet lässt.

Die Fotos von Strauchblüten, Gartenblumen und Wildkräutern sind zwischen dem 7. bis 14. Mai 2021 einige bei sonnigen Wetter, die jüngsten bei Regenwetter kreuz und quer im Garten aufgenommen, in Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Meisen im Schneegestöber

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Zum Glück für die Vögel ist es etwas wärmer geworden, das Fett der Meisenknödel und Fettblöcke wird langsam wieder weicher. Aber ausgerechnet die kleinen Vögel empfinde ich als besonders unerschrocken, wenn das Wetter ungemütlich ist. Die Spatzen hatten sich während des dichten Schneefalls verkrochen, die Meisen nicht.

Gestern fotografierte ich im dichten Nachmittags-Schneegestöber diese beiden Meisen, und ausnahmsweise versuchte die grössere Kohlmeise Parus major links nicht, die kleinere Blaumeise Cyanistes caeruleus rechts vom Fettblock zu vertreiben. Die Fotos sind vom 15. Februar 2021, durchs Fenster in den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Frostig, heute Morgen

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Der Vollmond hat die Kälte mitgebracht. Richtige Kälte, zweistellig unter Null in der vergangenen Nacht, schon gestern Nachmittag sorgte die Kälte über dem Schnee für dichten, weissen Dunst, und -13°C Frost in der Nacht für weissbereifte und beflitterte Zweige und Stängel: heute Morgen bei Sonne und blauem Himmel ein schöner Anblick:

Gut, dass ich wegen des Wetterberichts schon gestern Nachmittag den Rosmarinsträuchern ihre Mützen aufgesetzt habe. Die Birken sahen wunderschön aus und die kleinen Blaumeisen mussten vehementer am hartgefrorenen Fettblock meisseln, als in diesem bisher milden Winter nötig. Bongo findet Schnee inzwischen nur noch ganz nett.
Die Fotos sind alle vom Morgen des 31. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Stunde der Wintervögel 2021 – NABU

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Die „Stunde der Wintervögel“ wird bereits zum elften Mal vom NABU organisiert, und vom 8. bis zum 10. Januar zählt man in ganz Deutschland wieder Vögel, siehe Ankündigung zur Stunde der Wintervögel 2021 – NABU. Eine Stunde lang versucht man dabei, von Wohnung, Haus oder Garten aus alle Vögel zu erfassen und sein Ergebnis > hier zu melden.

2021-01-09 LüchowSss Garten Vögel 1x5+1 ZählMitNABUVogelzählung

Wie jeden Winter in den vergangenen Jahren, seit ich mitzähle, spielt bei uns das Wetter an diesen speziellen Tagen nicht mit, sondern ist dunkel, grau und nass, so dass der Schnee- oder einfach nur unleidliche Regen die Vögel in den Sträuchern Schutz suchen lässt, statt sich zu zeigen.
Ihr eiliges Hin und Her zwischen Wetterschutz und Futterstellen forderte heute Vormittag meine Blitzmerkerfähigkeiten beim Zählen schon sehr heraus, und das Warten darauf, dass sie endlich wieder erscheinen, die Geduld. Mein Ergebnis überraschte mich nicht, es waren die üblichen Hauptverdächtigen und einige davon, wie Rotkehlchen, Rabenkrähen, Ringeltauben und Spechte, liessen sich ausgerechnet heute natürlich nicht blicken. Auch das ist jedes Jahr ähnlich.
Heute zählte ich innerhalb der Stunde zwischen 10 und 11 Uhr im Garten nur 23 Haussperlinge (Passer domesticus) und 8 Feldsperlinge (Passer montanus), 5 Kohlmeisen (Parus major), 2 Blaumeisen (Cyanistes caeruleus), 2 Amseln (Turdus merula) und 1 Elster (Pica pica), die ich bestimmbar deutlich sah, von denen ich aber nicht alle Arten fotografieren konnte.
Die Fotos sind von heute Vormittag, dem 9. Januar 2021, durch verschiedene Fenster aus dem Haus in den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die Bildtafel bitte zum Vergrössern anklicken. Die Grafik mit Dompfaff zur Vogelzählung stammt vom NABU – die Vogelart habe ich hier im Garten noch nie gesehen.

Die NABU-Stunde der Gartenvögel 2020 – meine Liste

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Vom 8. bis 10. Mai 2020 war wieder die grosse > Vogelzählaktion „Stunde der Gartenvögel“ des NABU angesagt, also habe auch ich eine Stunde am Nachmittag Ausschau gehalten. Fotografiert habe ich nur das Haussperlingsmännchen Passer domesticus auf dem Weg zum Nest, denn diese Vogelväter füttern fleissig mit:

Hier ist meine alphabetisch unsortierte Liste mit den gesamten Sichtungen:

  • Amseln Turdus merula : 4, davon 3 Männnchen und 1 Weibchen – zu sehen sind meistens mehrere Männchen und nur ein Weibchen; letztere haben anscheinend mehr zu tun und kaum mal Zeit für sich selbst, passend zum Muttertag.
  • Haussperlinge Passer domesticus : 8, wobei es schade ist, dass man das Vorhandensein von Nestlingen nicht erwähnen konnte, denn es gibt mindestens vier Nester von denen ich weiss, weil darinnen krakeelt wird.
  • Feldsperlinge Passer montanus : 4, und auch hier gäbe es zwei besetzte Nistkästen an der Eiche zu erwähnen
  • Rabenkrähen Corvus corone corone : 2, die leider zur Zeit andauernd geraubte Vogelbabies in einer der Vogeltränken im Garten zerlegen – so war es zuvor noch nie! Sie beschimpfen uns ausserdem rüpelhaft von der Birke herunter, wenn wir auf der Terasse sitzen und sie daher nicht tun können, was sie wollen.
  • Ringeltauben Columba palumbus : 3, die auf dem kürzeren Teil des Rasens und der Wieseninseln herumpicken und Grünzeug zupfen.
  • Bluthänfling Linaria cannabina : 2, wovon das Männchen auf dem obersten Zweig des kleinen Apfelbaums ausgiebig ein Liedchen sang.
  • Hausrotschwanz Phoenicurus ochruros : 2, auch ein Männchen und ein Weibchen, und das Männchen betätigte sich vom Wipfel Scheinzypresse als ausdauernder Sänger.
  • Bachstelze Motacilla alba : 1, die keine Zeit hatte.
  • Stare Sturnus vulgaris : 2 + ein Nest voller von Tag zu Tag lauter schreiender Nestlinge in einer Höhlung der morschen Eiche. Die Altvögel fliegen nonstop im Wechsel und meistens ist es das Weibchen, das den Müll als weisses Päckchen mit hinausnimmt und vom Nest fortträgt.
  • Grünfinken Chloris chloris : 5, mindestens – das ist der Nachteil, wenn die Bäume schon dicht belaubt sind. Jedenfalls waren es erfreulich viele, ich sehe sie jeden Tag, einzeln zu zweit oder zu mehren, und im Efeu an der Birke gibt es ein Nest.
  • Blaumeisen Cyanistes caeruleus: 2, an anderen Tagen sind es allerdings mehr. Am Nistkasten im Feldahorn haben sie allerdings nach den Frostnächten Ende April aufgegeben.
  • Kohlmeisen Parus major : 1, die ich sehen konnte, sonst auch mehr. Dass die Zählerei von Vögeln und Insekten einem Nebenparagrafen von Murphy’s Law unterliegt, ist inzwischen meine feste Überzeugung.
  • Rauchschwalben Hirundo rustica : 6, davon 5 die über dem Garten herumsausten, und 1 auf der Satellitenschüssel zwitschernd, dem erklärten Lieblingsplatz.
  • Buchfinken Fringilla coelebs : 2, auf dem Rasen pickend – auch sie müssten im Efeu an der Birke brüten.
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    Dass irgenwo ein Kuckuck rief und ausser Sicht noch einige andere Vogelstimmen zu hören war, und den kreisenden Mäusebussard erwähne ich nur, um die Beschreibung des Gefühls beim Draussensitzen abzurunden, die kann man ja nicht mitzählen. Gezählt habe ich nachmittags, den Spatzenvater habe ich heute Mittag fotografiert, am 10. Mai 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

    Es ist Zeit für den Nestbau

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    Es ist offenbar Zeit für den Nestbau, die Fotos für die Bildtafel mit derartigen Aktivitäten sind bereits vorgestern und gestern entstanden, also knapp vor dem offiziellen Frühlingsbeginn, aber der Kalender kann den Vögeln schliesslich egal sein, Hauptsache, sie finden ein passendes Plätzchen, wie das Staren-Pärchen wieder in der Eiche, die Blaumeisen im Nistkasten und die Amsel trägt die Heidekrautzweiglein wahrscheinlich in eine grosse Buchsbaumkugel:

     

    Die Fenster- und Regenwetterbilder sind leider nicht so dolle, aber wichtiger ist, dass sie es tun. Material zum Nestbau finden können, ist nicht weniger wichtig als passenden Plätze für ein Nest. Viele Singvogelarten sammeln kleine Zweige und Moos, ohne die sie andernfalls auf ungeeignete, menschengemachte und für die Nestlinge später gefährliche Kunststoff-Materialien zum Bauen und Polstern ausweichen.
    Fotos vom 18. und 19. März 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

    Nasse Meisen

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    Eigentlich war es vorgestern Vormittag wegen des Regens zu dunkel für gute Fotos, aber doch hell genug für drei Fenster-Schnappschüsse von nassen Kohl- und Blaumeisen am Futterplatz im Garten:

    Gerade Meisen sehen während der gegenwärtigen Regentage ziemlich nass aus, aber es beeinträchtigt die Geschicklichkeit offenbar nicht, und gerade während der stürmischen Phasen waren sie, allen voran die Blaumeisen, nach meiner Beobachtung die aktivsten Vögel, die sich noch in starken Windböen nass, aber unbeeidruckt an den Futterhaltern festklammerten.
    Die Fotos wurden am Vormittag des 23. Februar 2020 durchs Fenster in den Garten gezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bildtafel anklicken.

    Vögel im Garten

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    Weil der Winter bisher grün ist und nur von wenig, nur wechselhaft auftretendem Frost geprägt, zwischen dem immer wieder Insekten hervorkommen, finden viele der üblichen Wintergäste auch abseits der Futterstellen im Garten Nahrung, und schön langsam bekomme ich das Gefühl, sie tun dies bevorzugt dort, wo und wenn ich sie nicht oder kaum fotografierbar sehe.
    Amseln Turdus merula verwühlen energisch das Laub auf den Beeten und drehen und wenden es gern auf der Terrasse, um an all die begehrten Kleintierchen heranzukommen. Das Rotkehlchen Erithacus rubecula hält entweder dort Nachlese oder unter den verschiedenen Futterstellen, und – hast du nicht gesehen – ist es weg, genau wie der Zaunkönig Troglodytes troglodytes, den ich stets nur mäuschenhaft als Schatten wegflitzen sehe. Würde er nicht doch gelegentlich flattern, um schneller zu verschwinden, würde ich meinen, es sei nur eine der Waldmäuse gewesen, die dieselben Stellen bevorzugen. Regelmässige Futterhausbesucher sind zur Zeit ausschliesslich Spatzen und Meisen.

    Auf dem ersten Foto sind gleichzeitig eine Kohlmeise Parus major von hinten und ein männlicher Haussperling Passer domesticus, von der gegenüberliegenden Seite kommend, zu sehen, ein weiteres Spatzenmännchen wartet auf dem zweiten Bild und einer Weinrebe in der Nähe auf seine Gelegenheit, ebenfalls dasselbe Futterhäuschen aufzusuchen.
    Die unteren beiden Fotos zeigen das andere Futterhaus, aufgestellt in der feldseitig gelegenen Gartenhälfte. An dem Haus versuchen gelegentlich auch Elster Pica pica oder Eichelhäher Garrulus glandarius ihr Glück, aber heute habe ich sie bei meiner Gartenrunde nicht gesehen, sondern konnte nur die beiden Meisen erkennbar erwischen – hell ist es heute nämlich auch nicht. Bei dem kleinen Klettermaxen mit der schwarzen Kopfplatte, in der man die Augen selbst beim Anklicken und Vergrössern des kleinen Bildes kaum erkennen kann, handelt es sich um eine der Sumpfmeisen Parus palustris, die im Garten Stammgast sind und immer besonders aufmerksam warnen, aber ebensoschnell an das frisch aufgefüllte Futter geflitzt kommen. Auf dem vierten Foto ist eine der in diesem Winter vergleichsweise zahlreichen Blaumeisen Cyanistes caeruleus zu sehen. Ich glaube, in diesem Jahr ist ihre Anzahl der Kohlmeisenmenge in etwa gleich, das war nicht jedes Jahr so und beides sind erfreulich viele.

    An den aufgehängten Meisenknödeln bzw. Energieblöcken sah ich neben Blau- und Kohlmeisen ausser Sperlingen auch gelegentlich eine sportliche Amsel ihr Glück versuchen, aber es lassen sich auch vereinzelt Schwanzmeisen Aegithalos caudatus daran blicken. Ein Buntspecht Dendrocopos major hämmert regelmässig an der nicht mehr ganz gesunden Birke herum, Ringeltauben Columba palumbus beschreiten jeden Tag einzeln den Rasen oder kommen als Gruppe direkt unter die Futterhäuser. Gestern verirrte sich sogar eine einzelne Goldammer Emberiza citrinella vom Feld kommend probeweise unter die Spatzen, siehe letztes Bild, vermutlich vom weithin hörbaren Vogellärm angelockt. Beim Spazierengehen mit Bongo kann selbst ich das Krakeelen mehrere Hundert Meter weit hören.
    Das ist also, ebenso wie die Fotos, der Besucherstand an den Futterstellen vom vorletzten Tag des Jahres, dem 30. Dezember 2019, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern kann man die fünf kleinen Bilder anklicken.