Wieder die „Bienenwolf-Goldwespe“ Hedychrum rutilans

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Nachdem es im vorigen Sommer hier im Garten wirklich viele Exemplare der „Bienenwolf“ genannten Grabwespenart Philanthus triangulum gab, scheint es logisch, dass mir in diesem Sommer viele Goldwespen der darauf spezialisierten Art Hedychrum rutilans begegnen, wie hier sogar gleich zwei auf einem Foto von Blütenständen einer Strand-Grasnelke Armeria maritima:

2021-06-25 LüchowSss Garten Sand-Strandnelken + Grabwepsen-Goldwespen (Hedychrum rutilans)

Goldwespenweibchen schmuggeln einzelne Eier in je eine Brutzelle der von ihnen parasitierten Arten. Später frisst die Goldwespenlarve zuerst die Wirtslarve, dann deren Vorräte, bevor sie sich dort verpuppt. Erwachsene Goldwespen leben von Nektar und Pollen, die sie in offenen, eher kleinen Blüten suchen, wie auf Grasnelken, Margeriten, Feinstrahl oder Schafgarben, wie auf dem nächsten Foto:

2021-06-26 LüchowSss Garten Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) + Bienenwolf-Goldwespe (Hedychrum rutilans)

Es gibt noch einige weitere Goldwespenarten, siehe > hier, und offenbar ist darunter noch manches vage. – Die Fotos sind vom 25. + 26. Juni 2021, aufgenommen am Rande von Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Kein Sommeranfang ohne das Tüpfel-Johanniskraut

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Das Tüpfel- bzw. Echte Johanniskraut Hypericum perforatum auf den Wieseninseln im Garten hat auch in diesem Jahr wieder zum Sommeranfang zu blühen begonnen, kurz vor dem Johannistag, dem es seinen Namen verdankt. Die goldgelben Blüten sind bei vielen Insektenarten  beliebt.

2021-06-19 LüchowSss Garten Getüpfeltes Johanniskraut (Hypericum perforatum) + Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) m.

Auf dem ersten Bild ist es wieder ein männlicher Grüner Scheinbockkäfer Oedemera nobilis zu sehen, auf dem zweiten eine Steinhummel Bombus lapidarius im Anflug auf die Blüten.

2021-06-20 LüchowSss Garten Getüpfeltes Johanniskraut (Hypericum perforatum) + Steinhummel (Bombus lapidarius)

Inzwischen ist das Johanniskraut weitgehend verblüht. Meistens blüht die Wiesenstaude im Spätsommer / Herbst noch einmal nach. – Die Fotos sind vom 19. und 20. Juni 2021, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Frühstück!

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Blaugrüner Schenkelkäfer bzw. Grüner Scheinbockkäfer Oedemera nobilis beim Pollenfrühstück:

2021-06-18 LüchowSss Garten Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) auf Gewöhnlichem Liguster (Ligustrum vulgare)

Lebensfreude auf Ligusterblüten, fotografiert am 18. Juni 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Zierliche bzw. Glänzende Blütenprachtkäfer

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Im Garten sehe ich sie häufiger, aber  die Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula stehen unter Naturschutz, weil sie wegen Pestizideinsatz, der Beseitigung von Totholz bei Obstbäumen und dem häufige Schneiden von Schlehenhecken in der Feldflur kaum noch Lebensraum finden, in dem die Larven bis zur Verpuppung unter der Rinde frisch abgestorbener Äste mehrere Jahre lang heranwachsen können. Manchmal wird der Zierlichen bzw. Glänzenden Blütenprachtkäfer Anthaxia nitidula auch Kleiner Kirschbaum-Prachtkäfer genannt.

Seit Ende Mai finde ich die hübschen, metallisch schimmernden Käferchen auf den Blüten der Wiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare und dem Hohen bzw. Aufrechten Fingerkraut Potentilla recta (Bilder 1 + 2 oben), sowie denen vom Scharfen Hahnenfuss Ranunculus acris (Bilder 3 + 4 unten).

Die Käfer sind zwischen etwas mehr als 5 und weniger als 8 mm gross, dabei die Männchen an Kopf, Halsschild und Flügeldecken gänzlich grün bzw- erzfarbig s.o., bei den Weibchen können Kopf und Halsschild rot, goldgrün oder messingfarben sein, sind die Flügeldecken hingewgen immer blaugrün. Bei den grünen Exemplaren auf meinen Bildern denke ich, dass es sich um Männchen handelt.
Die Fotos sind aus dem Zeitraum vom 24. Mai bis 2. Juni 2021, aufgenommen auf den Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Sie haben den Purpursalbei zum Fressen gern

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Diese winzigen, kaum 3 mm langen, blaugrün-metallischen Käferchen mit den langen Fühlern haben den Purpursalbei Salvia officinalis ‚Purpurea‘ zum Fressen gern und nagen deshalb Löcher in die Blätter:

2021-02-24 LüchowSss Garten Purpursalbei + Blattkäfer (evt. eine Chrysolina spec.)

Ohne Nahlinse wären sie so nicht zu erkennen. Möglicherweise handelt es sich um Verwandtschaft der wesentlich grösseren Minzeblattkäfer, also auch ein Mitglied der Blattkäfer-Familie Chrysomelidae. – Das Foto ist vom Mittag des 24. Februar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ex Eberesche

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Dieser Beitrag widmet sich noch einmal der Eberesche Sorbus aucuparia, die ich im Artikel über den jüngsten Spaziergang mit Bongo schon zeigte, siehe > Kleine Veränderungen . Ihre Verwandlung vom gesunden Baum in Totholz hat sich schnell vollzogen, geschädigt war er vielleicht schon seit 2018. Auch die Eberesche in unserem Garten wurde in dem Jahr krank und stand grösstenteil kahl, 2019 haben wir sie gefällt: Ebereschen sind hitzeempfindlich.

2013-07-21 LüchowSss 087 Eberesche | Veröffentlicht 2013/09/01 in'Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen', zu finden auf dem Puzzle❀-Blog

Zum Vergleich habe ich ein älteres, sommerliches Foto herausgesucht, auf dem sich die Position des Baumes gleicht. Es ist vom Juli 2013 und findet sich im Beitrag >Wenn Hasen und Kühe sich „Guten Abend“ sagen auf dem Puzzle❀-Blog. Der damals glatte, braune Stamm ist nun von einem Flechtenkleid in verschiedenen Grüntönen übezogen und von oben bis unten drängen sich immer wieder neue, hellbraune Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus aus dem toten Holz.

Zumindest glaube ich, dass es sich um solche oder Angehörige der Gattung Seitlinge Pleurotus handelt, nicht alle haben genau dieselbe Farbe, wenn sie aus dem Holz erscheinen, wie man auch auf den anderen Fotos mit kleinen und grossen Exemplaren erkennen kann, die zwischen den Flechten hervor ans Licht kommen: das macht die Bestimmung der saprobiontisch lebenden Baumpilze nicht einfacher. > Saprobiont | Wikipedia

Unter den Flechten, die auf der Obefläche siedeln, nimmt die Gewöhnliche Gelblechte Xanthoria parietina den grössten Anteil ein, eine stickstoffliebende Laubflechte, die man hier auf dem gutgedüngten Lande besonders häufig sieht. Die anderen Flechten sind meist grüne und silbrig-blaugraue Blatt- oder Laubflechten, auch etwas olivgrünes Krustiges, ohne Lupe schwer Erkennbares sah ich hier und da.

Obwohl nur mit der kleinen Taschenkamera, fotografierte ich viel, denn womöglich verschwindet der Baum bald. Wir haben immerhin schon fast Mitte Januar, und Ende Januar / Februar fahren normalerweise die „Landschaftsaufräumer“ vom Strassenbau mit schwerem Gerät herum, die einen solchen Baum mit Sicherheit beseitigen werden. Beim nächsten Spaziergang mit Bongo dort entlang treffe ich ihn vielleicht nicht mehr an.

Ausserdem lag unterhalb der abgestorbenen Eberesche ein grosser, heruntergefallener „Platschari“, mit der Oberseite zuunterst, die helle Unterseite mit den Lamellen nach oben gekehrt, mit kleinen Eisbröckchen überzogen.
Die Fotos sind vom 10. Januar 2021, aufgenommen in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Farbenpracht auf Stein

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Seit Ende November die Witterung feuchter geworden ist, „blühen“ die Flechten förmlich auf und zeigen vor allem auf den Feldsteinen im Garten eine fantastische Farbigkeit. „Lager“ nennt man die vielgestaltigen Vegetationskörper der Flechten, und allein auf diesem Bild sind mehrere Arten miteinander zu finden, am deutlichsten lassen sich unscheinbare, näpfchenähnliche Krustenflechten und gerüschte Laubflechten in Gelb und Blaugrün erkennen.

2021-01-05 LüchowSss Garten Flechten auf Stein

Näher bezeichnen kann ich nach wie vor nur  die Gelbflechte Xanthoria parietina, deren Pilz sich auf die Symbiose mit Grünalgen beschränkt, wärend die Farbe der blaugrünen, dunkel bewimperten Flechten und der kleinen „Näpfchen“ darauf hinweist, dass hier Cyanobakterien als Stoffwechselpartner mitwirken. Ausführlicher schrieb ich im vergangenen Dezember über gewisse Eigenheiten von > Flechten auf Steinen. Das Foto habe ich am 5. Januar 2021 mit der Nahlinse im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Granitkröte aus Skive und ihre Flechten

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Das Regenwetter ist derzeit zum Fotografieren wenig geeignet, aber feucht sehen Flechten und Steine farbiger aus, und darum versuchte ich es, zuerst mit der Granitkröte aus Dänemark, einem Urlaubsmitbringsel aus Skive am Limfjord, wo vor fast zwanzig Jahren ein Steinmetz bzw. Steinbildhauer neben Grabmalen auch Skulturen in vielen Grössen anfertigte. Die kleine Kröte passte gut ins Reisegepäck und sitzt seitdem bei uns im Garten.

2021-01-05 LüchowSss Garten Dänische Granitkröte + Flechten

Der Krötensitzplatz befindet sich auf einem grossen Stein und liegt etwas schattig. Wie das so ist, wenn sich etwas über sehr lange Zeit kaum bewegt, siedeln sich mit den Jahren Flechten auf der Oberfläche an. Davon sind es mehr geworden, seit sie im November 2019 zuletzt als Bild im Artikel > Grünes Moos und bunte Flechten zu sehen war.
Dieses Foto ist vom 5. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.