Vögel im Garten und meine „Stunde der Gartenvögel“-Zählung

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Zur jüngsten „Stunde der Gartenvögel“, der Vogelzählung vom vergangenen, langen Maiwochenende, möchte ich noch meiner Ergebnisse im Blog festhalten, zusammen mit einigen Fotos, die ich während der Zählstunde und in den Tagen vorher und seitdem rundherum aufnehmen konnte. Wie immer, sind mehr Arten im Garten zu beobachten, als sich während der betreffenden Stunde blicken liessen, und auch auf den Fotos sind nicht alle zu sehen.

 

Die Fotos sind zwischen dem 13. bis 19. Mai 2021 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die kleinen Bilder in der Galerie bitte zum Vergrössern anklicken.

Meine Zählstunde für die „Stunde der Gartenvögel“ am 15. Mai 2021
… war anfangs angenehm sonnig; ich hatte eine Tasse Tee neben mir und sass ab 16 Uhr auf der Terrasse, musste allerdings meinen Platz wegen eines heftigen Regenschauers schon nach einer Dreiviertelstunde räumen, und die Vögel zogen sich in geschützte Bereich zurück, statt sich weiter zu zeigen.
Mein Ergebnis aus der verkürzten Zählung war wie folgt:

    Amseln Turdus merula : 4
    Bachstelze Motacilla alba : 1
    Blaumeisen Cyanistes caeruleus : 1
    Bluthänflinge Linaria cannabina : 2
    Distelfinken / Stieglitz Carduelis carduelis : 2
    Elster Pica pica : 1
    Feldsperlinge Passer montanus : 4
    Hausrotschwanz Phoenicurus ochruros : 1
    Haussperlinge Passer domesticus : 6
    Rauchschwalben Hirundo rustica : 7
    Ringeltauben Columba palumbus : 2
    Stare Sturnus vulgaris : 4
    Turmfalke Falco tinnunculus : 1
    Weissstörche Ciconia ciconia : 1

Für eine Dreiviertelstunde war das gar nicht so schlecht.
Weder während der Zählung noch beim Fotografieren innerhalb des Zeitraums, in dem die Bildergalerie zusammenfotografiert wurde, konnte ich Kohlmeisen, Rotkehlchen, Zaunkönig, Rabenkrähen oder Buchfinken erwischen, auch wenn ich sie gelegentlich zu Gesicht bekam. Es hatte ja auch hauptsächlich in diesem Zeitraum geregnet, und das nicht gerade zimperlich, sonderen immer in kräftigen Schauern. Schlecht für Beobachtungen, aber super für den Garten und somit für die Vögel, ob ich sie nun sehe oder nicht.
Der Graureiher und die Störche waren nicht im Garten, sondern jenseits des Gartenzauns, aber sie überfliegen den Garten, immerhin. Ich warte immer noch darauf, dass doch einmal einer von ihnen auf den Wieseninseln landet.

Inzwischen gibt es auf der Webseite des NABU Ergebniss, pro Art in Karte und Rangliste > hier anzusehen.

Das Amselweibchen bei der Futtersuche

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Die zutrauliche weibliche Amsel Turdus merula liess sich von mir bei der Futtersuche fotografieren und zeigte mir bei der Gelegenheit etwas, das ich bis dahin nicht wusste: entweder habe ich Schnegel im Garten oder eine graubeige Wegschneckenart, die ich hier vorher noch nie sah. Falls dies allerdings das einzige Exemplar seiner Art im Garten war, weiss ich noch nicht genau, wie gut ich das finde.

… vor allem, weil die als nützlich geltenden Schnegel hier Gegend nicht sonderlich oft zu finden sind, schon gar nicht nach den vergangenen Dürresommern, die sogar die meisten Spanischen Wegschnecken „geschafft haben“. War es ein Schnegel, ist es schade, aber andererseits ist es gut zu wissen, dass Amseln Nacktschnecken fressen, denn an wärmeren Tagen sah ich bereits junge Wegschnecken auf dem befestigten Feldweg herumkriechen.

Auch die Technik der Amsel war bemerkenswert: als sie den Schnegel / die Wegschnecke gefunden hatte, warf sie ihre Beute einige Male herum und pickte darauf ein; dann warf sie das Tier so lange hoch und fing es wieder auf, bis die Beute nicht mehr quer, sondern längs in den Schnabel passte und heruntergeschluckt werden konnte, siehe Bild 3.
Für die Jungen wäre der Happen zu gross gewesen, darum erbeutete das Amselweibchen danach einen Regenwurm:

Bild 6: der Regenwurm wurde nach dem Erbeuten auf dem Boden zurechtgelegt und in mehrere rosa Stücken zerteilt.
Bild 7 + 8: die Amsel nahm die Teile quer in den Schnabel auf – ein klarer Hinweis darauf, dass dies nun für die Nestlinge gedacht war, und so flog sie zum Verfüttern des Regenwurms davon.
Die Fotos sind vom 5. Mai 2021, aufgenommen im Garten  Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Kriechen und Klettern

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Kriechen und Klettern ist die Kernkompetenz der verschiedenfarbigen Spindelsträucher-Sorten der Art Euonymus fortunei. Sie brauchen jedoch sehr lange, bis sie aus der Bodendeckerzone herauskommen. Vor 16 oder 17 Jahren habe ich sie in den Garten gepflanzt, noch vor Neubau und Umgestaltung, um ein paar unansehnliche Stubben bedecken und mit ihrem gelb- bzw. elfenbeinweiss panaschierten Blattwerk Licht und Farbe unter finstere Fichten bringen. 2010 setzte ich sie schliesslich an den neuen Gartenzaun, und beachtete sie nicht mehr sonderlich. Erst als ich in einem späteren Frühling bemerkte, wie sehr Sandbienen die Blätter liebten, wurde ich aufmerksamer, und als sie in den letzten Jahren anfingen, mit unscheinbaren Blütchen zu blühen, zogen sie noch sehr viel mehr und verschiedenere Insekten an, und gehören nun zu deren Vorzugsplätzen.

So stieg die immergrüne süd- und südostasiatische Verwandtschaft des Europäischen Spindelstrauchs alias Pfaffenhütchens in meiner Achtung als insektenfreundliche und somit willkommene Gartenpflanze, die das ganze Jahr hindurch bei den tierischen Gartenbewohnern zur Nahrungssuche und als Sonnenplatz beliebt ist. In der oberen Galerie sind einige Kletterspindelliebhaber vom Frühling und Sommer zu sehen. Leider habe ich mir zwar eingebildet, mehr fotografiert und auch gespeichert zu haben, aber nicht so viele wiedergefunden wie erwartet, sie müssen als Beispiele genügen. Im November sind zwar Nektarliebhaber wie verschiedene Bienenarten, Wespen und andere verschwunden, aber Fliegen und Schwebfliegen finden sich immernoch dort ein, und Vögel kommen um der orangefarbenen Früchte willen.

Die Vögel sind mir leider nicht so gut vor die Kamera geraten, nur dieses aufgescheuchte Amselweibchen, und leider führte mir der Artikel auch vor Augen , dass ich die Beschriftung meiner Bilder noch genauer nehmen sollte. Aber die Bilder genügen für einen Eindruck von diesen Gewächsen, die mit etwas Geduld das Zeug zu einer zaunbewachsenden, pflegearmen, immer- aber nicht nur-grünen und schmalen Hecke haben, die den gartenlebenden Tieren ausserdem auch etwas zu geben hat. Mit ganz viel Geduld kann sogar Bäume damit bis zu 20 Meter hoch bewachsen lassen, aber ich fürchte, das dauert so viele Jahrzehnte, dass für mich nur theoretisch zu erwähnen ist, für die absterbende Birke aber keine Option. – Die Fotos in der ersten Galerie sind aus Frühling und Sommer 2019 und 2020, die in der zweiten, unteren Galerie habe ich sämtlich im bisherigen Laufe des Novembers 2020 aufgenommen, zuletzt heute, am 20. und natürlich alle am gleichen Fleck im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

Auch Mitte November ist noch Badewetter!

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Auch Mitte November ist noch Badewetter, zumindest für die Vögel im Garten. Weil ich gerade etwas anderes fotografierte, stand ich in der Nähe und brauchte mich, als ich das Plätschern hörte, nur ein wenig zu drehen, um die beiden ungleichen Vögel an der improvisierten Badestelle zu beobachten:

Zuerst sah ich eine weibliche Amsel Turdus merula im Wasser pritscheln, dann kam ein männlicher Haussperling Passer domesticus dazu, hin- und hergerissen vom Wunsch, mitzutun und verschreckt von dem Wellenbad, das durch die so viel grössere Amselin verursacht in der Schale schwappte.

Die Fotos sind vom 15. November 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Amseln Turdus merula im Garten

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Vor kurzem folgten die flüggen Jungen noch ihren Eltern, siehe Bild 1 vom Amselvater beim Füttern seiner Jungen. Zwei Tage später ware sie bereits einzeln unterwegs. Seitdem ist nicht mehr zu unterscheiden, ob es sich um das braune Weibchen oder um eines der selbstständigen Jungen der Amselfamilie handelt:

 

Der schwarze Amselvater mit dem gelben Schnabel hat nun jedenfalls wieder Zeit für ein gemütliches Sonnenbad auf den Zweigen des Bauernjasmins. – Die Fotos sind vom 14. und 16. Juli 2020, rund um die Wieseninsel im Garten beobachtet und herangezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Konkurrenz um die Felsenbirne

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Auch diesen Sommer wird es wahrscheinlich keine leckeren Felsenbirnen-Beeren für uns geben, das steht schon fest, obwohl sie zum Teil noch grün oder höchstens ein bisschen rosa aussehen. Das Amselweibchen hat sich bereits darauf gestürzt, und in erstaunlichem Tempo eine der rosa Beeren nach der anderen abgepickt und verschlungen:

 

Die Fotos von der wenig scheuen Amsel Turdus merula in den Zweigen der Kupfer-Felsenbirne Amelanchier lamarckii sind am 14. Juni 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Amselfotos

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Amselfotos hatte ich in diesem Jahr noch keine, dabei hüpfen im Garten einige herum und wenden eifrig die braunen Vorjahrsblätter um, stochern zwischen Stauden oder bohren ihre Schnäbel energisch in Ritzen zwischen Holz und Boden oder Feldsteinen und Gras. Die drei Fotos sind unter dem Feldahorn entstanden, in dem oben ein Körbchen mit Meisenknödeln hängt, und drumherum, mit Spatzengesellschaft und ohne:

 

Das schwarze Federkleid und der orangegelbe Schnabel weisen diese Amsel Turdus merula als männlich aus, und ausnahmsweise widmete sich dieses Amselmännchen ausschliesslich seiner Futtersuche, statt mit einem zweiten Männchen um ein braunes Weibchen zu konkurrieren, wie in den vergangenen Tagen schon häufig zu beobachten war.
Fotos vom 23. Februar 2020, durch das Fenster im regnerischen Garten herangezoomt, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Steinweichseln sind reif

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Die Steinweichseln bzw. Felsenkirschen Prunus mahaleb im Garten sind reif, und nicht nur ich habe das bemerkt, sondern auch eine der hier ständig herumstreifenden Amseln Turdus merula:

Diese kleinen sauer-bitteren Steinweichseln sind nicht jedermanns Geschmack und der kleine Baum trägt in diesem Jahr sehr reichlich, da macht das gar nichts, dass dieses einzelne Amselmännchen den Bogen herausbekommen hat, wie man von unten herauf in das dichte Blätterkleid nach oben flattern muss, um eine der darin den Blicken sonst gut verborgenen Kirsche zu ergattern. Auch fand ich die gemütliche Haltung beim Verzehr sehr drollig. Ich glaube, so gemütlich habe ich überhaupt noch nie einen Vogel Kirschen essen sehen.
Foto vom 11. Juli 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.