Orangefarben bepelzter Pinselkäfer auf den weissen Blüten des Schwarzer Holunders

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Es ist eines der bisher auffälligsten Insekten im Garten: ein orangefarben bepelzter Pinselkäfer Trichius spec. auf den weissen Blüten des Schwarzer Holunders Sambucus nigra. Wie die Goldglänzenden Rosenkäfer gehören Pinselkäfer zu den Blatthornkäfer Scarabaeidae.

2021-06-07 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) + Pinselkäfer (Trichius spec.)

Es gibt drei verschiedene Arten, von denen ich hier keine speziell und sicher benennen kann, aber allgemein wachsen die Larven von Pinselkäfern im Holz weissfauler Laubbäume heran, während die Käfer Staubblätter und Pollen von Blüten verschiedener Pflanzenfamilien fressen.

2021-06-07 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) + Pinselkäfer (Trichius spec.)

Die gesamte Entwicklung von der Eiablage im Holz über die Entwicklungen der Larve bis zum fertigen Käfer dauert bis zu 2 Jahren. Die Larve vergräbt sich über den Winter in frostfreien Bodenschichten und verpuppt sich im Mai, nach ca. 3 Wochen schlüpft der fertige Käfer und hat eine Lebenserwartung von etwa 4-8 Wochen. – Die Fotos sind vom 7. Juni 2021, aufgenommen am Holunderstrauch im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Gefleckte Wiesenschnake und Siebenpunkt

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Sie sind einander gleichgültig, aber zusammen auf dasselbe Bild geraten, darum teilen sie sich nicht nur den Ort ihres Auftretens im Garten, sondern haben auch in diesem Beitrag noch einmal einen gemeinsamen Auftritt:

2021-05-30 LüchowSss Garten Gefleckte Wiesenschnake (Nephrotoma appendiculata) + Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) + Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Eine Gefleckte Wiesenschnake Nephrotoma appendiculata und ein Siebenpunkt-Marienkäfer Coccinella septempunctata habe ich zufällig zugleich auf dem Schwarzer Holunder Sambucus nigra fotografiert, am 30.  Mai 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Mal wieder Marienkäfer-Fotos

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Die Marienkäfer-Population im Garten erholt sich langsam, auch mithilfe der Blattläuse-Büffets auf Schwarzem Holunder Sambucus nigra und Hahnendorn Crataegus crus-galli. Wem die gelben Eier unter dem Holunderblatt unten gehören, ist ungewiss, die der meisten Marienkäferarten sind gelb oder orange.

Die Anzahl von Asiatische Marienkäfern Harmonia axyridis sind nun gegenüber den heimischen Siebenpunkt-Marienkäfern Coccinella septempunctata in der Mehrzahl, und sie arbeiten daran, sie zu vermehren.

Schwarz mit roten Punkten sah ich bisher nur diesen einen „Asiaten“: die helle Kopfzeichnung verrät ihn (zum Vergrössern anklicken), sonst könnte man ihn mit der schwarzen Variante des heimischen Zweipunkts verwechseln.

Das braune, hellgefleckte Paar Sechzehnfleckiger Marienkäfer Halyzia sedecimguttata war bisher in diesem Jahr die erste und einzige Sichtung der Art, und auch der kleine Totenkopf-, Schachbrett-, Vierzehnpunkt- od. Schwarzgefleckter Marienkäfer Propylea quatuordecimpunctata in Schwarz und Gelb auf einem Schneeball-Viburnum opulus-Blatt ist mir in dieser Saison erst zweimal begegnet.

Die Fotos sind zwischen dem 30. Mai und dem 4. Juni 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Weisse Blüten

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Es ist erstaunlich, wieviele weisse oder fast-weisse Blüten es in im Garten gibt; ob Wildkräuter, Wiesenstauden, Sträucher oder Bäume. So ist die Galerie, von der ich anfangs meinte, sie wäre bald fertig, immer weiter gewachsen.

  1. Weisse Taubnesseln Lamium album
  2. Stechpalme Ilex aquifolium
  3. Schwarze Apfelbeere Aronia melanocarpa ‚Viking‘ mit Zweifleckigem Zipfelkäfer Malachius bipustulatus
  4. Weisse Lichtnelke Silene latifolia
  5. Maiglöckchen Convallaria majalis, als sie noch frisch waren, inzwischen sind sie verblüht
  6. Dolden-Milchstern Ornithogalum umbellatum agg. mit einer Ameise + und einer kleinen Wildbiene
  7. Hundspetersilie Aethusa cynapium mit einer Garten-Haarmücke Bibio hortulanus
  8. blühender Spitzwegerich Plantago lanceolata auf ein der Wieseninseln
  9. Knöllchen-Steinbrech Saxifraga granulata mit Zierlichem Prachtkäfer Anthaxia nitidula
  10. Gänseblümchen Bellis perennis mit einem weiblichen Graugrünen Schenkelkäfer Oedemera virescens
  11. Rauhaarige Wicke Vicia hirsuta, hübsch aber sehr ausbreitungsfreudig
  12. eine fast-weisse Akelei Aquilegia
  13. Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare mit ebenfalls weisser Veränderlicher Krabbenspinne Misumena vatia
  14. Gewöhnlicher Schneeball Viburnum opulus mit Furchenbiene Lasioglossum
  15. Gras-Sternmiere Stellaria graminea
  16. Birne Pyrus communis ‚Vereinsdechatsbirne‘ mit Nachblüten
  17. Hahnendorn bzw. Hahnensporn-Weissdorn Crataegus crus-galli
  18. Wald- bzw. Monatserdbeere Fragaria vesca
  19. Weissklee Trifolium repens mit Acker-Hornkraut Cerastium arvense
  20. Einjähriges Berufkraut bzw. Feinstrahl Erigeron annuus
  21. Schwarzer Holunder Sambucus nigra mit einem Pinselkäfer Trichius spec.
  22. Klatschmohn Papaver rhoeas in weiss, sehr klein
  23. weisse Kornblume Centaurea cyaneus
  24. Kleines Mädesüss Filipendula vulgaris Var. ‚Plena‘
  25. Rispenrose bzw. Büschelrose Rosa multiflora, nicht ganz weiss, aber auch nicht richtig rosa
  26. Acker-Hornkraut Cerastium arvense

Fotos vom 19. Mai bis 8. Juni 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Verschiedene Marienkäfer

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Wochenlang haben sie sich rar gemacht, aber in den vergangenen Tagen habe ich endlich wieder ein paar Marienkäfer im Garten entdecken können, und es sind zu meinem Erstaunen nur drei verschiedene, heimische Arten:

 

Die Siebenpunkt-Marienkäfer Coccinella septempunctata (Bild 1 + 4) sind gerade am häufigsten, wobei das Wort „häufig“ irreführend viele suggeriert. Es scheint in den kühlen Maitagen nicht genug Blattläuse gegeben zu haben und so muss ich es in ihrem Sinne direkt begrüssen, dass der Schwarze Holunder Sambucus nigra endlich so schön mit Schwarzen Blattläusen besetzt ist, dass sie dort ein sicheres Büffet finden. Auch an den Brennnesseln scheint es Nahrung zu geben, für meine Augen allerdings nicht erkennbar.
Asiatische Marienkäfer sah ich in den gesamten letzten Wochen keinen einzigen.
Dafür fand ich im Garten zwei, die im vergangenen Jahr selten waren: einen Schachbrett-, Totenkopf- oder auch Vierzehnpunkt-Marienkäfer Propylea quatuordecimpunctata sah ich auf Blättern der Grossen Brennessel Urtica dioica (Bild 2), wo er sich leider nicht von seiner besten Seite zeigte.
Dafür kann man den winzigen Sechzehnpunkt-Marienkäfer Tytthaspis sedecimpunctata, manchmal auch Siebzehnpunkt genannt, auf einem Blatt vom Kriechenden Fingerkraut Potentilla reptans recht gut erkennen (Bild 3).
Fotos vom 23. und 24. Mai 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Schwarzer Holunder mit …

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Schwarzer Holunder Sambucus nigra zeigt den ganzen Winter über ein von dunkelgrünen Blättchenspitzen umstandenes Knospenbüschelding, da gilt im Frühling erst als Start, wenn erkennbar etwas dazukommt, und das fällt anfangs weniger auf, weil ja schon etwas da war. Aber auf einmal bemerkt man im Vorbeigehen; es ist viel mehr! Auf dem Foto von gestern sieht man jedenfalls schon richtige junge Blätter und Blütenknospen.

2021-04-13 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) m. jungen Blättern + Blütenknospen

Der Holunder im Garten arbeitet auf wärmere Tage hin, auch wenn vergangene Nacht wieder Frost und Eis über den Garten kamen und, kaum hat sich das Eis auf dem Wasser aufgelöst, eben gerade mal wieder ein Graupelschauer darüber hinwegprasselte! – Das Foto wurde in einem sonnigen Moment im Garten am Vormittag des 13. April 2021 aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Stubben-Liebe

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„Stubben“ ist ein anderes, hübscheres Wort für Baumstumpf, und wie diese drei Fotos zeigen, verdienen sie viel mehr liebevolle Aufmerksamkeit, vor allem in dieser Jahreszeit. Vier sehr verschiedenen Pilzarten habe ich innerhalb der letzten Wochen auf einem baumbestandenen kurzen Wegabschnitt von vielleicht hundert Metern entdeckt und beobachte sie seitdem, wenn ich beim Spazierengehen mit Bongo daran vorbeikomme.

 

Der Austern-Seitling Pleurotus ostreatus auf Bild 1 müsste übrigens ein sehr naher Verwandter derer auf meiner Eiche sein, denn er wächst auf dem Stubben der Erle, von der ich vor ein paar Jahren einen von Austernpilzen besiedelten Zweig mitgenommen habe, um ihn hoffnungsvoll an der Eiche im Garten zu deponieren.
Alabaster-Kernlinge Tremella encephala kenne ich, ausser diesem einen, der hier auf Bild 2 zu sehen ist, in der Umgebung keine weiteren. Der Fichtenstumpf, auf dem er gedeiht, wurde aus einem Gartengrundstück gerodet und liegt nur am Wegrand, weil dort für das nächste Osterfeuer gesammelt wird. Ansonsten wachsen hier ja keine Nadelbäume, auf die sich diese Art beschränkt, genau wie die jungen Pilzgebilde um die auch Weisskerniger Zitterling, Kiefern-Kernling oder Weisskerndrüsling genannten Alabaster-Kernlinge herum, bei denen es sich höchst wahrscheinlich um Blutende Nadelholzschichtpilze Stereum sanguinolentum handelt, denn der Zitterling parasitiert diese Art, die auf toten und kürzlich gefallenen Nadelbaumteilen wächst.
Wäre dieser Stubben mit anhängenden Wurzeln nicht so riesig, würde ich ihn gern retten, denn der Alabaster-Kernling gilt als selten und ist eigentlich viel zu schade, um Ostern 2020 in Flammen aufzugehen.
Auf Bild 3 ist die vierte holzbewohnende Pilzart zu sehen, die graugrünen Geweihförmigen Holzkeulen Xylaria hypoxylon gedeihen auf einem Erlen-Stubben unweit der anderen Arten. Der zierliche Schlauchpilz besiedelt Laubholzstümpfe und abgefallene Äste, kommt auf Nadelholz hingegen nur selten vor. Bisher habe ich ihn in der Umgebung nur an dieser einen Stelle entdecken können. Vielleicht ergreift die Geweihförmige Holzkeule ja noch die Chance der bisher milden und feuchten Witterung, siedelt weiter und im nächsten Jahr gibt es mehr von ihnen?
Fotos sind vom 13. Dezember 2019, in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Die Mittagsrunde mit Bongo

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Anderswo mag die Sonne scheinen, aber wir dämmern seit beinahe zwei Wochen unter einer grauen Nebeldecke dahin, unter der alles verschwimmt, was nicht nah genug ist.

Meine kleine Bilderbeute von heute Mittag besteht aus rötlichen Blättern an Kratzbeer-Ranken im dürren Gras, graubraunen Austern-Seitlingen an einem Schwarzerlenstumpf, einem von Algen grünlichen Schlehen-Stamm mit Pflaumen-Feuerschwamm und Eichenlaubdekoration, Moos und Flechten auf einem Ast von Schwarzem Holunder und, natürlich, ein Portrait von Bongo, mit meiner Lieblings-Öhrchenstellung.
Fotos vom 25. November 2019 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.