Der Buntspecht kommt nicht allein

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„Der“ Buntspecht Dendrocopos major kommt nicht allein an einen der Futterplätze, es gibt auch eine Buntspechtin, und von beiden habe ich vorgestern zwischen Morgen und Mittag Fotos durch das Fenster erwischen können.

Morgens um halb neun war das Männchen da – als Männchen erkennbar am roten Fleck auf dem Hinterkopf, und mittags um zwölf kam das Weibchen und bediente sich an den Futterstellen im Garten:

Auf den unteren beiden Bildern sieht man den Unterschied zum Männchen deutlich: der Hinterkopf der Buntspechtin ist schwarz. – Die Fotos sind vom 7. April 2021, wieder einmal durch das Fenster in den Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken!

Der Buntspecht kommt noch immer gern

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Der Buntspecht Dendrocopos major kommt noch immer gern an einen der Futterplätze, hier er von hinten gut als Männchen erkennbar, wegen des roten Flecks auf seinem Hinterkopf:

2021-04-01 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major)

Die Vögel suchen zwar inzwischen auch abseits der Futterplätze Nahrung, aber so viel, dass ich ganz aussetzen würde, scheint es bei der kühlen Witterung noch nicht zu geben. – Das Foto ist vom 1. April 2021, wieder einmal durch das Fenster in den Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Echter Frühling

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Inzwischen zeigen sich auch weitere, hoffnungsvolle Anzeichen echten Frühlingsgeschehens. Nicht nur bei den Pflanzen, auch bei Vögeln und Insekten sind neue Aktivitäten zu beobachten. Die Vögel wissen nach wie vor die Futterstellen sehr zu schätzen, wie der Buntspecht Dendrocopos major und der Haussperling Passer domesticus, denn üppig ist das Nahrungsangebot in der feldwirtschaftlich geprägten Umgebung noch längst nicht.

 

Dabei beschäftigen sie aber schon seit einigen Tagen intensiv mit dem Sammeln von Nistmaterialien, wie die braune, weibliche Amsel Turdus merula mit dem dicken Büschel trockenen Nistmaterials im Schnabel.
Der Bedarf an trockenen Hälmchen, Stängeln, alten Blättern und Moos ist gross; in allzu sauber geharkten und gepflegten Umgebungen sammeln die Vögel ersatzweise herumliegenden Zivilisationsmüll wie Kunststofffetzen, Fäden und auch längere Garnstücke, in denen sich ihre Nestlinge später tödlich verfangen können.

 

Es sind endlich auch wieder Gemeine Sandbienen Andrena flavipes auf den Blüten der Gänseblümchen Bellis perennis zugange, oder sitzen auf den behaarten Blättern des Balkan-Storchenschnabel Geranium macrorrhizum. Was sie dort tun, weiss ich nicht, daran habe ich schon vergangenen Frühling herumgerätselt, siehe > Sandbiene bei … was?
Die Geschlechter sind auffällig verschieden gross – irgendwie glaube ich inzwischen, dass es sich stets um die kleineren Männchen der Art handelt, die auf den stark aromatischen Blättern in der Sonne sitzen.

 

Ebenfalls an Gänseblümchenblüten fand ich eine noch ziemlich träge wirkende Dunkle Erdhummel Bombus terrestris, die so wirkte, als müsse sie erstmal Sonne und Nektar tanken um in Gang zu kommen.
Kaum dass die insekten nach der frostigen Phase des März wieder hervorgekommen sind, erscheinen schon die ersten Grossen Wollschweber Bombylius major, deren Larven sich parasitoid von den Larven anderer Insekten ernähren, bevor sie später als Imagos auch so putzig aussehen und nur noch von Nektar leben.
Die Fotos sind, bis auf das erste von Specht und Spatz, vom 24. und 25. März 2021, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Kleine Fortschritte Richtung „richtiger Frühling“

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Manche sind der ganzen Frühjahrsblüher-Fotos vielleicht schon überdrüssig, aber bei uns draussen auf dem Lande zieht es sich noch hin mit dem ersehnten frühlingsbunten Anblick in Natur und Garten. Ich feiere noch jeden noch so kleinen frisch-grünen Trieb auf den Wieseninseln, jedes einzelne Schneeglöckchen im Rasen und begrüsse jede Mini-Narzissenblüte persönlich, sogar Grüppchen von Feuerwanzen zu sehen erfreut mich noch – das sagt doch alles!

Auf Bild 1 ist ein gefülltes Schneeglöckchen Galanthus nivalis ‚Flore pleno‘ zu sehen. – Bild 2 zeigt die hellgrünen Blätter einer Gelbrote Taglilie bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva auf der ihnen eigens gewidmeten Wieseninsel.

Den grössten Farbfleck, die leuchtendsten Blüten im Garten haben derzeit die gelben Mini-Narzissen Narcissus von Bild 3 zu bieten, der Keramikfrosch von Bild 4 hat den Frost heil überstanden und kommt später nochmal dran.

Die Haussperlinge Passer domesticus von Bild 5 besuchen noch die Futterstellen, auch der Buntspecht Dendrocopos major auf Bild 6, mit den Knospen der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ im Vordergrund.

Die Feuerwanzen Pyrrhocoris apterus auf Bild 5 drängen sich um Samen vom Garteneibisch Hibiscus syriacus. Auf Bild 8 schlüpft gerade ein „Rhabarbertierchen“ und wird hoffentlich ein grosser starker Rhabarber Rheum rhabarbarum.

Die Fotos sind alle vom 22. März 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder der Galerie anklicken.

Haupt- und Hintergrund: ein Buntspecht

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Er ist nicht regelmässig, aber wiederholt zu Gast an einer der Futterstellen im Garten:  ein Buntspecht Dendrocopos major, hier als Männchen erkennbar wegen des roten Flecks auf seinem Hinterkopf:

2021-03-22 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major) + Blutpflaume (Prunus cerasifera 'Nigra') (2).JPG

Die Sicht aus dem Fenster war nicht optimal; zunächst bedauerte ich, dass sich die Zweige der Blutpflaume Prunus cerasifera ‚Nigra‘ vor dem Specht in den Vordergrund drängten, dann bemerkte ich die rosig gewordenen Knospen:

2021-03-22 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major) + Blutpflaume (Prunus cerasifera 'Nigra') (1)

… und freute mich, ein interessanteres Foto von ihnen zu bekommen, als ohne den Specht im Hintergrund. – Am 22. März 2021 durch das Fenster in den Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Am 21. März vorigen Jahres sah es ganz anders aus, da standen dieselben Blutpflaumenbäume schon in voller Blüte, zum Vergleichen habe ich den Artikel > hier verlinkt, und blühten seit der zweiten Märzwoche.

Rot ist die Farbe

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Rot ist die Farbe, die zu entdecken mir im Gesamtbild des Gartens zur Zeit die meiste Freude bereitet, darum wiederhole ich mich bei den Fotos auch gerne, wenn ich wieder einmal einen Buntspecht mit den Zweigen des Rotholz-Hartriegels im Hintergrund zeige, bei dem die roten Federn vom Unterbauch in die Kamera leuchten, während er sich ansonsten hinter dem Futterblock versteckt glaubt, einen Stieglitz mit seinem roten Gesicht zwischen den hellbraunen Samenständen von Nachtkerzen und rote Blüten der Zaubernuss vor blauem Himmel:

Bild 1 vom Buntspecht Dendrocopos major mit dem Sibirischen bzw. Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ und Bild 3 von der Rotblühenden Zaubernuss Hamamelis x intermedia habe ich am 11. Februar 2021 fotografiert, Bild 2 vom Stieglitz bz. Distelfink Carduelis carduelis an den Stängeln mit Samenstände der Gewöhnlichen Nachtkerzen Oenothera biennis ist vom 10. Februar 2021, alle im Garten Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.
Mit einem Hagebuttenrot, dem Hellrot von Stechpalmen-Beeren oder dem Orangerot der Beeren vom Gewöhnlichen Schneeball kann ich im Garten mittlerweile nicht mehr aufwarten: die Vögel haben sie alle aufgefressen.

Buntspecht im Schneegestöber

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Morgens habe ich mich noch gefragt, wo das angekündigte Wetter wohl bleibt, inzwischen ist es eingetroffen, und es schneit und weht nun schon seit einigen Stunden ununterbrochen. Es ist kein Wetter, um draussen zu fotografieren, aber einen Gast an der Futterstelle konnte ich durch das Schneegestöber „einfangen“:

2021-02-07 LüchowSss Garten Buntspecht (Dendrocopos major) im Schneetreiben

Der Buntspecht Dendrocopos major futterte am Fettblock der Futterstelle beim Rotholz-Hartriegel, wobei er den Block als Windschutz nutzte und auf dessen Rückseite pickte. Die meiste Zeit sah ich nur seinen roten Unterbauch und hatte es nicht leicht, ein Bild auch mit dem Kopf des Vogels zu erwischen. – Foto vom Mittag des 7. Februar 2021, aufgenommen durch das Fenster in den Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Feld- und Haussperlinge

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Feld- und Haussperlinge – trotz Winterfütterung hatte ich beide Arten in diesem Jahr noch nicht gemeinsam auf einem Foto, obwohl auch Feldsperlinge ständig im Garten sind. Auf diesem Bild sind nun ausser dezent braun-gemusterten, weiblichen Haussperlingen Passer domesticus auch endlich Feldsperlinge Passer montanus zu sehen, das sind die mit dem kastanienbraunen Kopf und den schwarzen Bäckchen, ohne dass sich Männchen und Weibchen unterscheiden. Diesmal ist das Mengenverhältnis offenbar gleich, oft wechseln sich die beiden Arten am Futterplatz gruppenweise ab.

2021-01-18 LüchowSss Feldsperlinge (Passer montanus) + Haussperlinge (P. domesticus) am Futterplatz

Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ zählte ich am 9. Januar 2021 im Garten innerhalb der Stunde, anders als in früheren Wintern, ein ungleiches Verhältnis, nämlich 23 Haussperlinge Passer domesticus und 8 Feldsperlinge Passer montanus, soweit ich das deutlich genug erkennen und somit zählen konnte. Letztere bevorzugen die feldseitigen Gebüsche, hüpfen kaum in Hausnähe am Boden umher wie die Haussperlinge, die „normalen Spatzen“.
Das Foto ist vom 18. Januar 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Noch etwas grösser sehen kann man das Bild, wenn man es anklickt.

Bei den Feldsperlingen zeigt die NABU-Zählung auf, dass es dieser Art oberhalb der Elbe und im Osten Deutschlands inklusive Bayern besser geht, siehe > hier, als dies in den westlicher gelegenen Bundesländern der Fall ist. Anders als eine durchschmittlich 2-prozentige Steigerung der Haussperlings-Anzahl haben die Feldsperlinge bei der Zählung 8% Verlust zu verzeichnen. Mag sein, dass in einem kälteren Winter mehr gezählt worden wären, denn in Gärten kommen sie normalerweise nur wegen der Winterfütterung. Bei unseren gilt wegen der Ortsrandlage eine Ausnahme, da brüten sie auch alljährlich in den Nistkästen an der abgestorbenen Eiche, die ebenfalls nah beim Feldrand steht.