Purpur, Rosa, Pink und Lila

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Purpur, Rosa, Pink und Lila gehören zu den späten Farben im Oktober-Garten, Blüten für Insekten, die noch immer ausfliegen, sobald die Sonne scheint, während es kühler wird und sich langsam die Blätter verfärben. Allerdings wird es nun Zeit für die Zusammenfassung, denn der halbe Oktober ist vergangen und es herbstelt immer deutlicher:

 

Die längeren und kühleren Phasen wechseln sich in immer längeren Intervallen mit mit den kürzer werdenden, weniger intensiv sonnigen ab, so dass die späten Schmetterlinge und Hummeln tagelang verschwinden. Man meint, nun sei es vorbei mit ihnen, aber bisher erscheinen sie plötzlich wieder – eine sehr spannende Zeit, auch wenn die Gelegenheiten zum Fotografieren schon deutlich geringer werden.
Die Fotos sind zwischen dem 7. und 13. Oktober 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Lieblingspflanze der Hummeln und Bienen im Herbst: Fetthenne

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Fetthennen-Arten sind die Lieblingsblütenpflanzen der Erdhummeln und Honigbienen im Herbst:

2020-09-29 LüchowSss Garten Hohe Rote Fetthenne (Sedum telephium-Hybride) 'Matrona' + Honigbienen (Apis mellifera)

Bild 1: zwei Honigbienen Apis mellifera – Bei mir im Garten beginnt die rotlaubige Hohe Fetthenne Sedum telephium ‚Matrona‘, die anderen Fetthennen folgen, auch abhängig vom Standort, einige Wochen später.

2020-09-29 LüchowSss Garten Hohe Rote Fetthenne (Sedum telephium-Hybride) 'Matrona' + Erdhummel (Bombus lucorum-terrestris-Komplex)

Bild 2: eine Helle Erdhummel Bombus lucorum ist nur wahrscheinlich, deshalb schreibe ich lieber nur „Erdhummel aus dem Bombus lucorum-terrestris-Komplex“. Dasselbe gilt auch für die Erdhummel auf Bild 3:

2020-09-29 LüchowSss Garten Hohe Rote Fetthenne (Sedum telephium-Hybride) 'Matrona' + Erdhummel (B. lucorum-terrestris-Komplex) + Honigbiene (Apis mellifera)

Auch wenn sie mir die Bestimmung schwer machen, bin ich froh, nun schon über mehrere Jahre im Garten eine so interessante sehr helle bis fast beige-gestreifte Erdhummel zu beherbergen. Mit der Blütezeit der Fetthennen beginnt im Garten ausserdem ein vorher weniger starker Besuchsandrang durch Honigbienen.

Fotos vom 29. September 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Hummeln im Spätsommer

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Bei der Durchsicht meiner Aufnahmen aus den letzten neun Tagen, dem Übergang von der letzten August- in die erste Septemberwoche, wird es deutlich: Die Gelegenheiten, Erdhummeln zu fotografieren, sind seltener geworden, zum einen, weil nur noch Jungköniginnen fliegen, und zum anderen scheinen die grossen Hummeln bei Regenwetter zurückhaltender als die kleineren Ackerhummeln, anscheinend werden sie viel nasser, siehe Bild 8 in der Galerie.

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Ackerhummeln Bombus pascuorum sind unter den noch fliegenden Hummeln die einzige Art, von der noch alle Mitglieder des Hummelstaates unterwegs sind. Sie nehmen fast alles, was derzeit blüht, ob gross oder klein: vereinzelte Kornblumen, Restblüten vom Wilden Dost oder die frisch erscheinenden, gelben Löwenzahnblüten, Garteneibisch, Gelb-Skabiosen und sogar die winzigen rosa Blüten vom Echten Eisenkraut.

 

Dunkle Erdhummeln Bombus terrestris und Helle Erdhummeln Bombus lucorum dagegen haben sich im Laufe der späten Augustwochen immer mehr zurückgezogen. Mit den Regentagen Ende August sind die Arbeiterinnen und Drohnen verschwunden, inzwischen fliegen nur noch ihre Jungköniginnen und das Aufblühen der Hohen Fetthennen Sedum telephium und die Nachblüte der Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum kommt ihnen gerade recht.

Fotos vom 27. August bis zum 4. September 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Auch für den Wilden Dost ist die Hauptblütezeit bald vorüber

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Auch für den Wilden Dost bzw. Oregano Origanum vulgare ist die Hauptblütezeit nach vier Wochen bald vorüber, es stehen inzwischen mehr abgeblühte Stängel im Garten als noch mit Blüten besetzt sind. Dies sind Fotos aus den vergangenen beiden Wochen, inklusive heute Vormittag:

 

Noch sind Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Schweb- und andere Fliegen an den rosa Blüten zugange, aber es stehen bereits ganze Partien der Wildstaude in den Wieseninseln blütenlos.
Mein besonderes Highlight in der Galerie ist mir erst heute Vormittag zum ersten Mal begegnet, nämlich der Kleine Weiden-Glasflügler Synanthedon formicaeformis, auch Ameisen-Glasflügler genannt, der auf den Bildern 15 und 19 zu sehen ist. Der kleine Schmetterling ist in Wirklichkeit sehr klein, 20 mm Flügelspannweite sollen es sein.

Die Fotos sind im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und 14. August 2020 aufgenommen, natürlich wieder an verschiedenen Stellen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern und Lesen der Untertitel mit Namen – soweit sie mir bekannt sind – anklicken.

Wilde Möhren und Insekten, u.a.

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In diesem Jahr habe ich recht lange darauf warten müssen, bis die Blüten der Wilden Möhre Daucus carota subsp. carota endlich von Insekten so aufgesucht wurden, wie ich es vom Sommer des vergangenen Jahres in Erinnerung hatte. Vor allem den Anblick der rot-schwarzen Streifenwanzen Graphosoma lineatum sowohl auf den blühenden Dolden als auch den grünen Fruchtständen erwartete ich voll Vorfreude, und nun sind sie, gemeinsam mit anderen Insekten, da:

In früheren Jahren gab es hier in der Gegen keine Streifenwanzen; in der Hinsicht gehören wir offenbar zu dem Teil des bisher noch streifenwanzenfreien nordwestlichen Deutschlands, der langsam erobert wird. In der Galerie sind zu sehen:
1. ein Tagpfauenauge Inachis io, 2. ein Roter Weichkäfer Rhagonycha fulva, 3. + 4. Erdhummeln aus dem Bombus terrestris-lucorum Komplex, 5. + 7. insgesamt drei Streifenwanzen Graphosoma lineatum von unten und oben, 6. ein Gemeiner Bienenkäfer Trichodes apiarius, 8. ein Schneider Phalangiidae spec..Wen der wohl so lässig in der grünen Fruchtstandmulde erwartet?
Hummeln sind seltene Gäste an Wilder Möhre, und auch die Schmetterlinge suchen anscheinend nicht eigens nach den Blütendolden, obwohl es doch heisst … aber die entsprechenden Arten sind offenbar nicht da, auch keine Schwalbenschwanzraupen, die sich um das Grün kümmern.
Die Fotos sind zwischen dem 31. Juli und dem 9. August 2020 aufgenommen, auf verschiedenen Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Schon wieder fast vorbei: die Blütezeit des Wasserdost

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Ende Juli naht das Ende der Wasserdost-Blütezeit. Obwohl der an sich feuchtigkeitsliebende Gewöhnliche Wasserdost Eupatorium cannabinum hinsichtlich Trockenheit erstaunlich tolerant ist, scheint ihm die Kombination mit Hitze nicht zu bekommen, er verblüht und verbraunt zusehends. In früheren Jahren waren die Wasserdostblüten ein wahres Wunder an Anziehungskraft für Insekten, das ist nicht mehr der Fall. Auffallend waren in diesem Jahr die vielen Bienenwölfe, die sich insbesondere dort herumtrieben, und auch Hummel sehen immer mal an den fleischrosafarbenen Blüten vorbei.

Es lassen sich auch Schwebfliegen, verschiedene andere Fliegen, kleine Wildbienen und Schmetterlinge dort blicken, nur diesmal, ohne für Bilder zu posieren, die konnte man in einem früheren Beitrag aus dem Juli > hier betrachten.
Von den Faltern lassen sich inzwischen nur noch Faulbaumbläulinge auf dem Wasserdost nieder. Vielleicht produzieren die Blüten bei Trockenheit weniger Nektar? Möglicherweise haben aber auch Wilder Dost und andere Blütenpflanzen, die im Frühstadium des Gartens noch nicht vorhanden waren, ihm einfach den Rang abgelaufen.
Diese Fotos sind vom 31. Juli sowie dem 4. und 5. August 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern bzw. Lesen der Untertitel anklicken.

So schön blau!

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So schön blau sind die Blüten von Kornblumen Centaurea cyanus und Wegwarte Cichorium intybus, das ich mich als Blau-Liebhaberin nicht entscheiden kann, welche Schattierung ich schöner finde. Auch Bienen und Hummeln finden beide toll, und zum Glück für sie und mich blühen beide auch jetzt noch:

 

An der Wegwarte fotografierte ich am letzten Julitag eine Ackerhummel Bombus pascuorum (Bild 1) und eine Braunbürstigen Hosenbiene Dasypoda hirtipes (Bild 2). Weil die Hosenbiene noch keine Pollen gesammelt hat, kann man diesmal sogar die namensgebenden braunen „Bürsten“ an den Beinen erkennen.

 

Die Kornblumen werden vorwiegend von Hummeln und Bienen besucht. Hier sind es eine unbestimmte Wildbiene mit schon ziemlich abgeflogenen Flügeln und abgeriebenen Härchen, wo sonst durchgehende Streifen wären, vielleicht eine Sandbiene (bild 3), und eine Erdhummel, bei der ich mich auch nicht festlegen kann und es bei der Zuordnung zum Bombus terrestris-lucorum-Komplex lasse (Bild 4).
Die Fotos sind vom 31. Juli 2020, die Wegwarte auf einer Wieseninsel und die Kornblumen in einem Wildblumenbeet im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder anklicken.

Wegwartenblüten mit und ohne Sonnenschein

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Die Wegwarte Cichorium intybus im Garten blüht sei dem 16. Juni und zieht unermüdlich Insekten an, sie sich an den himmelblauen Blüten mit Pollen und Nektar zu versorgen. Ich kann unmöglich fast zwei Wochen ohne Wegwarten-Bilder im Blog verstreichen lassen, darum sind hier die aus der vorigen Woche:

1. Wegwarte Cichorium imtybus mit Gewöhnlicher Langbauch-Schwebfliege bzw. Stiftschwebfliege Sphaerophoria scripta
2. … mit einer männlichen Gemeinen Seidenbiene Colletes daviesanus – die Männchen haben einen eher silbrigen Pelz und längere Fühler
3. … mit einer unbestimmten Erdhummel, die sowohl eine Dunkle als auch eine Helle Erdhummel sein könnte, darum nur vage bezeichnet als zum Bombus terrestris-lucorum-Komplex gehörend
4. … mit einer pollenbeladenen Wildbiene, vermutlich einer Rauhfüssigen oder auch Braunbürtigen Hosenbiene Dasypoda hirtipes
5. Wegwarte Cichorium intybus nach dem Regen, transparent durchgeweicht
6. … nach dem Regen, noch voller tropfen aber schon von einer Honigbiene Apis mellifera besucht.

Die Fotos sind zwischen dem 21. und 26. Juli 2020 im Garten aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken. Beitrag aktualisiert.