Asiatische Wildastern ‚Asran‘ zum Novemberende

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Die Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ haben mich in diesem Jahr von Mitte August bis zum 1. Advent mit ihrer erstaunlichen Vitalität erfreut: selbst am 29. November 2020 fand ich noch ein paar frische Blüten und -knospen:

2020-11-29 LüchowSss Garten Asiatische Wildaster (Aster ageratoides) 'Asran' Blüten + Knospen

Sie haben trotz der Hitze- und Trockenmonate eine unglaublich lange Blütezeit hingelegt und sind erst in den Novemberwochen, zuerst nur sehr langsam, aber dann immer schneller, in ihrer Energie ermüdet.

2020-11-29 LüchowSss Garten Asiatische Wildaster (Aster ageratoides) 'Asran' verblühend

Bis Ende Oktober haben sie Falter, Schwebfliegen, Wildbienen, Wespen und Fliegen mit Nektar und Pollen versorgt, Anfang November blieben die Schmetterlinge weg und nach und nach auch die anderen Insekten.

2020-11-29 LüchowSss Garten Asiatische Wildaster (Aster ageratoides) 'Asran' verblüht mit leider sterilen Samenständen

Bis auf wenige Blüten an einem geschützten Platz sieht man nur noch puschelige, kleine Samenstände auf braunen Stängeln, leider sind sie steril. Diese Sorte vermehrt sich nur sehr allmählich über ihr Wurzelwerk.

Alle drei Fotos sind von gestern Vormittag, also vom 29. November 2020 (dem 1. Advent), aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ende-Oktober-Garten

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Die Wildgänse nehmen den Spätherbst nun schon ernst, ständig fliegen ihre V-Formationen über den Ende-Oktober-Garten hinweg, in dem zum Zeitpunkt der Fotos noch unentschieden schien, wie schnell der nahende und weniger freundliche Spätherbst über die Blüten und bunten Blätter an den Bäumen siegen würde.

 

Der Unterschied zu den Aufnahmen aus der ersten Oktoberwoche > hier ist schon deutlicher geworden, als mir so recht bewusst war, und inzwischen noch weiter fortgeschritten. Die Fotos in diesem Beitrag sind vom 27. und 28. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Mehr von den herbstlichen Astern

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Im vorigen Beitrag begeisterte ich mich für die sich niedrig ausbreitende Teppich-Myrtenaster bzw. Steinaster Symphyotrichum ericoides ‚Snowflurry‘ und schrieb > hier, dass sie zur Zeit ihre Insektenfreundlichkeit noch nicht unter Beweis stellen konnte, weil andere Herbstastern mit ihnen derzeit noch konkurrieren und mehr Insekten-Aufmerksamkeit bekommen. Miteinander kann man sie in der folgenden Gartenrundgangs-Galerie sehen:

Vor allem an den lila-gelben Neubelgischen Glattblattastern Symphyotrichum novi-belgii halten sich schon seit Anfang September bis heute die meisten Insekten auf, allen voran Honigbienen in grosser Zahl. Zusehen sind sie auf den Bildern 1, 2, 4, 6, 7 + 11. In den jüngsten Tagen lassen sie allerdings nach. Es ist gut, dass die späten Weissen nun übernehmen können, auch wenn es von denen noch nicht so viele gibt, aber ich arbeite daran.

Auch die Teppich-Myrtenaster Symphyotrichum ericoides ‚Snowflurry‘ ist wieder mit dabei: auf den Bildern 2, 8, 9 mit Bongo, dem ich nicht widerstehen konnte, auf den ersten drei neuen Fotos von heute Mittag sieht man sie aus einer gewissen Entfernung und nur auf Bild 10 noch einmal von Nahem.

Ungefähr denselben Zeitpunkt zum Blütenstart wie die Kleine hat auch die hohe, ebenfalls vehement gedeihende, weisse Symphyotrichum-Herbstaster auf den Bildern 3, 6 + 12, die ich immer „Novemberkraut“ nenne, richtiger wäre vielleicht: Bunte Glattblattaster Aster × versicolor. Bei deren genauer Zuordnung bin ich unsicher, aber den Bienen ist das egal, sie sind völlig verrückt nach den Blüten von dem spätblühenden wilden Ding, auch bei bedecktem Himmel und sogar bei Nieselregen!

Die Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ haben sogar bereits seit Anfang Augst mit ihrer Blüte begonnen und stehen immer noch hoch in Blüte, sind allerdings bei Honigbienen weniger gefragt als bei Hummeln, Wildbienen, Faltern, Schwebfliegen bzw. überhaupt einer Vielzahl von Fliegen. Nachdem ich ihnen und ihren Insekten-Besuchern gestern > hier schon einen eigenen Artikel gewidmet habe, sind sie nur auf den Bildern 3 + 4 im Hintergrund zusehen, und auf Bild 5 als Hauptdarsteller. Ihre meisten Besucher hat ‚Asran‘ bei Sonnenschein. Die Ageratum-Astern erreichen nur Kniehöhe und haben standfeste Stängel, anders als die hohen Neuweltastern brauchen sie keine Stütze.

Die meisten lila und alle weissen hohen Symphyotrichum-Herbstastern habe ich aus ehemaligen, seit Jahrzehnten verwilderten Gärten in der Nähe des alten Bahndamms. Ihre Wuchskraft ist beachtlich, aber sie brauchen eine Stütze, weil sie bei Regen und Wind durch das eigene Gewicht umfallen, und alles darunter zu bedecken, wenn man ihnen nicht wieder aufhilft. Auf Bild 4 z.B. sind quergesteckte Bambusstäbe erkennbar. Indem ich sie entlang der Innenseite vom Gartenzaun pflanze – Ziel ist, soweit wie möglich rundherum – bekommen sie sowohl durch den Zaun als auch die älteren Gehölze von zwei Seiten einen besseren Stand, statt frei stehend gepflanzt

Unter den Fotos in der Galerie ist nur eines vom 22. (Bild 4), ein weiteres vom 24. (Bild 10), die anderen sind alle heute aufgenommen, am 25. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Teppich-Myrtenaster (Symphyotrichum ericoides) ‚Snowflurry‘

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„Aster“ sollte eigentlich nach einer Neuordnung der Gattung Aster nur noch auf die eurasischen Arten der Alten Welt angewandt werden, während die bis auf eine nordamerikanische Ausnahme die übrigen Neuwelt-Arten der Gattung Symphyotrichum zugerechnet werden, und so sollte die Herbstastern-Zuchtsorte der britischen Züchterin Beth Chatto, die Teppich-Myrtenaster bzw. Steinaster auch korrekt Symphyotrichum ericoides ‚Snowflurry‘ bezeichnet werden, nur dass sie im Handel nach wie vor als Aster ericoides / Aster pansus / Aster diffusus ‚Snowflurry‘ angeboten wird und es ansonsten schwer wird, eine Bezugsquelle dieser Pflanze ausfindig zu machen. Die Teppich-Myrtenaster ist nämlich grossartig, wenn man sich späte Herbstblüten im Garten wünscht!

Vorigen Herbst habe ich sie wegen ihrer späten Blüte und niedrigen Wuchses im Garten unter die kleinbleibenden Obstbäume an der Terrasse gepflanzt. Anfang Oktober 2019 war es, und die kleinen Pflanzen sind mit einigen Blüten auf Bild 1 vom 8. Oktober zu sehen, auf Bild 2 drei Tage später, mehr aus der Nähe.
In diesem Jahr haben die Pflanzen sich mit dem sich flach ausbreitenden, fächerförmigen Wachstum ihre holzigen Stängeln ganz erstaunlich gegen ihre über den Sommer dicht mit Kriechendem Fingerkraut und Erdbeeren überwachsene Umgebung durchgesetzt und Ende September mit dem Öffnen der ersten Knospen angefangen.
Bild 3 ist vom 29. September, Bild 4 vom 11. Oktober 2020:

Die Teppich-Myrtenaster Symphyotrichum ericoides ‚Snowflurry‘ ist trotz des sonnigen Platzes ein wirklich später Blüher und beherrscht beide Disziplinen zugleich: Blühen und Wachsen, und beide sehr energisch.
Seitdem beeindrucken die Pflanzen täglich mit mehr Blüten. Jetzt, gegen Ende Oktober, wird immer deutlicher, welche Idee hinter dem Sortennamen „Snowflurry“ – deutsch: Schneegestöber – steckt, denn die ausgebreiteten Pflanzen verbinden sich optisch zu einer Wirkung wie die einer flüchtig-frühen, nur vorübergehenden Schneedecke im Garten.
Eine einzelne der 15-30cm hohen Pflanzen soll im Freiland eine Fläche von einem halben bis zu einem Quadratmeter bedecken können. So weit ist es hier innerhalb des ersten Jahres nach dem Pflanzen zwar noch nicht gekommen, aber ich ahne bereits, dass es stimmt und freue mich schon darauf, sie im nächsten Jahr weiter ausgebreitet zu sehen.

2020-10-22 LüchowSss Garten Teppich-Myrtenaster (Symphyotrichum ericoides) 'Snowflurry'

Man sollte sich wohl darauf einstellen, dass die Teppich-Myrtenaster zu ihrer Hauptzeit auch die Bühne beansprucht. Ich las Empfehlungen, ihre Triebe alljährlich zurückzuschneiden, und das kann man anscheinend auch getrost „mittendrin“, denn bevor ich wusste, wie toll es tatsächlich aussieht, wenn sie in meinem Beet aus ihrer Steinumrandung (siehe Bild 1, oben) buchstäblich „herausschäumt“, habe ich im Sommer beim Rasenmähen grüne Äste unbemerkt einfach überfahren – es hat die Pflanzen kaum beindruckt.

2020-10-24 LüchowSss Garten Teppich-Myrtenaster (Symphyotrichum ericoides) ‚Snowflurry‘

‚Snowflurry‘ braucht nur anfangs frischen Boden, heisst es weiter, nach dem Anwachsen soll die Teppich-Myrtenaster trockenheitstolerant sein, und noch dazu extrem winterhart.
Ihre Bienenfreundlichkeit kann sie momentan noch nicht so recht unter Beweis stellen, dazu scheint die Konkurrenz der vielen Quadratmeter leuchtend violett blühender, hoher Neubelgischer Glattblattastern entlang zweier Gartenseiten einfach zu stark die Honigbienen an sich zu binden, ich sah aber schon ein paar „Testesser“, einzelne Bienen und einen Admiral. Vielleicht kommt ihre Zeit im November, denn da blühten sie im vorigen Jahr auch noch.

Die Bilder 5 und 6 sind vom 22. und 24. Oktober 2020, alle Fotos vom vorigen und diesem Herbst sind sämtlich vom gleichen Beet im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Gross und Klein mögen die Asiatischen Wildastern ‚Asran‘

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Die Asiatischen Wildastern Aster ageratoides ‚Asran‘ blühen seit dem Sommer und ziehen mit ihren Blüten und dem dichten Wuchs auch im späten Oktober sehr unterschiedliche Insekten an, die dieses Angebot sehr zu schätzen wissen.

2020-10-22 LüchowSss Garten Asiatische Wildastern 'Asran' (Aster ageratoides) + Furchenbiene (Lasioglossum spec.)

Die einen, wie die kleine Furchenbiene mit den langen Fühlern, eine Lasioglossum-Spezies, oder die verschiedenen Fliegen, auch die hier nur zufällig nicht mitgezeigten Schwebfliegen, gelegentliche Honigbienen oder, inzwischen selten, die eine oder andere noch übrige Gemeine Wespe, kommen wegen des Nektars.

2020-10-22 LüchowSss Garten Asiatische Wildastern 'Asran' (Aster ageratoides) + Goldfliege (Lucilia sericata) + kl. graue Fliege

Wobei mir die während der jüngsten warmen Tage und Nächte nun doch noch gelegentlich erscheinenden Falter, Schwebfliegen, Hummeln, Bienen und Wespen sowie die einzelne Hornisse mir leider nur begegnet, aber nicht ins Bild gekommen sind. Dafür war aber doch wieder eine Gemeine Heidelibelle Sympetrum vulgatum da:

2020-10-22 LüchowSss Garten Asiatische Wildastern 'Asran' (Aster ageratoides) + Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)

Die Libelle auf den dichtstehenden Blüten kommt sicherlich wegen der vielen zu erbeutenden Insekten, genau wie die schon erwähnte Hornisse, die immer darüber hin- und herfliegt, sobald die Sonne darauf scheint, und die Regentropfen so weit von den Blüten weggetrocknet sind, dass die Nektarsuchenden auch erscheinen.

Fotos vom 22. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Weisse Oktoberblüten

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Dies sind weisse und fastweisse Oktoberblüten, die mindestens in den November hineinblühen werden, weil sie es können, und manche von ihnen sogar mindestens das, wenn nicht sogar darüber hinaus.

1. das Einjährige bzw. Weisse Berufkraut oder auch Feinstrahl Erigeron annuus sah ich auch schon durch den Winter hindurch blühen. Die metallisch glänzende kleine Fliege ist so etwas wie ein i-Tüpfelchen für das Bild.

2. Die weisse Neubelgische Glattblattaster Aster novi-belgii hat hier Besuch von einer Stift-Schwebfliege Sphaerophoria scripta. Sie wird sich etwas kürzer fassen, als das Berufkraut zuvor.

3. Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca können wiederum an geschützten Plätzen mässigem Frost trotzen und den Winter blühend durchstehen. Auf dem Foto sitzt eine späte Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus auf dem gelbgrünlich weissen Blütenkopf.

4. Die weisse Myrtenaster Aster ericoides bzw. Symphyotrichum ericoides, die sich gern zum Liegen neigt, und die ich aus einer verwilderten Gartenfläche geholt habe, beginnt sogar gerade erst zu blühen, was sie auch schon bis in den Dezember durchgezogen hat.

5. Die Teppich-Myrtenastern Aster ericoides ‚Snowflurry‘ haben auch erst begonnen, Hunderte von Blütchen an liegenden, holzigen Stängeln zu öffnen; seit dem Pflanzen im Herbst 2019 ist dies ihre erste Blütensaison im Garten.

Fotos vom 11. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Purpur, Rosa, Pink und Lila

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Purpur, Rosa, Pink und Lila gehören zu den späten Farben im Oktober-Garten, Blüten für Insekten, die noch immer ausfliegen, sobald die Sonne scheint, während es kühler wird und sich langsam die Blätter verfärben. Allerdings wird es nun Zeit für die Zusammenfassung, denn der halbe Oktober ist vergangen und es herbstelt immer deutlicher:

 

Die längeren und kühleren Phasen wechseln sich in immer längeren Intervallen mit mit den kürzer werdenden, weniger intensiv sonnigen ab, so dass die späten Schmetterlinge und Hummeln tagelang verschwinden. Man meint, nun sei es vorbei mit ihnen, aber bisher erscheinen sie plötzlich wieder – eine sehr spannende Zeit, auch wenn die Gelegenheiten zum Fotografieren schon deutlich geringer werden.
Die Fotos sind zwischen dem 7. und 13. Oktober 2020 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Wieseninseln Anfang Oktober

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Während der Herbstwochen grünte der Garten erfreulich auf und Wieseninseln sowie Herbstastern zeigen viele Blüten, während sich ringsum die Blätter der Gehölze langsam gelb und rot färben, zum Teil auch schon fallen, darum habe ich einige Fotos gemacht, bevor sich der Wandel schneller vollzieht und dieses schöne Stadium beendet:

 

Die sechs Schönwetter-Fotos in der oberen Galerie sind am 1. Oktober entstanden, die mit dem merkwürdigen gelblichen Licht in der unteren Galerie habe ich am wolkenverhangenen aber hinsichtlich Regens unentschlossenen 6. Oktober 2020 bei verschiedenen Rundgängen im Garten aufgenommen. Bongo ist in beiden insgesamt 3x dabei.

 

Obwohl blauer Himmel mit Sonnenschein immer als attraktiver gilt, gefallen mir die zwielichtigen, schon herbstlicher wirkenden Bilder besser. Alle Gartenfotos in den beiden Galerien sind zwischen dem 1. und 6. Oktober 2020 aufgenommen, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.