Gartenbunt, Anfang Oktober

2022-10-03 LüchowSss über d. Garten GraugänsezugMit der heutigen Mittagszeit hat sich der Himmel nun doch noch grau bewölkt, die Sonne kommt nur noch für Minuten hervor. Aber Morgen und Vormittag waren so schön sonnig, dass ich eine kleine Gartengalerie zusammenfotografiert habe, von dem, was sich binnen der letzten, noch herbstlicher gewordenen Tage verändert hat.
Bild 1: Ganz markant ist seit gestern, dass nun wieder Gänsegeschrei zu vernehmen ist, denn mit noch relativ kleinen V-Formationen überfliegen nun wieder mehrmals am Tag Reisegruppen von Graugänsen die Feldmark, auch über unseren Garten, und die ersten sah ich heute früh auf einem abgeernteten Maisfeld rasten. Auch die herbstlichen Verfärbungen der Blätter sind von einem Tag auf den anderen stärker sichtbar geworden, ob beim Spazierengehen oder im Garten. Und es macht wieder mehr Spass, etwas im Garten zu tun:

Bild 2: Hier sieht man den im Boden eingegrabenen Bottich mit den Gelben Sumpf-Schwertlilien Iris pseudacorus aus dem ehemaligen Teich meiner Eltern; weil sie vergangenen Sommer zum ersten Mal überhaupt nicht geblüht haben, grub ich sie vorgestern nach 12 Jahren erstmals aus, fand die Rhizome gutaussehend und füllte daher den Behälter mit neuer Erde und setzte sie wieder hinein, statt sie aufzugeben. Vielleicht hilft es.
Bild 3: Es hängen, trotz Starenschwarm und Amselpickereien, noch immer Weintrauben Vitis vinifera ssp. vinifera am nun herbstbunten Rebenbogen. Bei ihnen handelt es sich um Weisse Muskateller-Trauben, die später reifen und denen in den letzten Wochen die Sonnne gefehlt hat, um ihren köstlichen, typischen Geschmack zu bekommen.

Bild 4: Wegen der Falter am Schmetterlingsflieder Buddleja davidii bin ich nach dem Vormittagsspaziergang mit Maxima überhaupt noch einmal mit der Kamera hinausgegangen: hinten und nur undeutlich ist ein Admiral Vanessa atalanta zu erahnen, davor sass ein Tagpfauenauge Aglais io, und dass der rosa Garteneibisch Hibiscus syriacus noch mit kleinen Blütenkelchen blüht, zeigt sich im Vordergrund.
Bild 5: Das von Steinen umgebene Pflänzchen ist ein diesjähriger Sämling vom Feldahorn Acer campestre, den ich an einer anderen Stelle im Garten fand, wo er nicht bleiben sollte; nachdem ich ihn umgesetzt habe, kann er da erstmal weiterwachsen. Ich würde gerne noch einige im Garten finden, denn die könnten den Platz der letzten bisher noch im Garten verbliebenen Thujen einnehmen, von denen wir uns in den kommenden Wochen verabschieden.

Bild 6: Eine der Zucchini-Pflanzen Cucurbita pepo überraschte mich gestern mit einer erntereifen Frucht und zeigt heute schon wieder Wachstum bei den z.T. noch Blütenschöpfe tragenden verbliebenen Zucchini – ich freue mich, denn im Gegensatz zu vielen Menschen, die jammern, dass sie zuviele davon hätten und dass es immer dasselbe sei, habe ich mich mit dem Gemüse noch nie gelangweilt, obwohl ich Zucchini mehrmals in der Woche esse.
Bild 7: Wie angekündigt, zeige ich den Wachstumsfortschritt des Gemeinen Riesenschirmlings, Parasols bzw. Riesenschirmpilzes Macrolepiota procera, immernoch der einzige im Garten; morgens um halb neun sah er noch aus wie ein runder Ball auf einem Stängel, seit heute Vormittag um 11 Uhr steht er mit noch nicht ganz geöffnetem und bisher makellosem Hut da: was für ein Schönling!

Die Fotos sind alle vom Vormittag des 3. Oktober 2022, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

18 Gedanken zu “Gartenbunt, Anfang Oktober

  1. Die Trauben sehen wirklich gut aus. Isst du sie oder machst du vielleicht Wein daraus? Als mein Vater noch lebte, machte er selbst Wein, aber eher Äpfel oder Brombeeren, die er auf dem Land pflücken ging. Der Sonnenschirmpilz ist aber wirklich schön. Es wäre auch essbar, aber ich habe es nie probiert.

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    • Wir haben nicht so viel; eine kernlose, rosa Speisetraubensorte, die reichlich getragen hat, die haben wir so gegessen und zu Marmelade verarbeitet bzw. Kuchen damit belegt, und von der Muskatellertraube bekommen wir viel weniger Ertrag, das hat bisher noch nie zu mehr gereicht, als zum Naschen. Falls die Sonne noch Süsse hergibt, werde ich wahrscheinlich noch welche trocknen. Die Kerne sind nur winzig, die stören mich nicht. Wenn sie nicht mehr reifen, gehören sie den Vögeln.
      Es ist bei uns hier in Norddeutschland immer ein bisschen Glückssache mit der Wein-Blüte. Setzt sie spät ein, sind manche Sorten im Herbst zu spät dran.
      Ich erinnere mich aber, dass hier früher viele Bauernhäuser an der Südseite auch Trauben hatten, die zu Wein vergoren wurden, aber soweit meine Mutter das von ihren eigenen Eltern erzählte, musste der noch gezuckert werden. 😀
      Ja, Parasolpilze sind essbar und schmecken auch gut. Die meisten lieben sie, wenn man den ganzen Hut paniert und ausgebäckt wie Wiener Schnitzel.

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