Insektenzählung: ja – Meldung beim NABU: wieder leider nein

Zur Frage, ob ich anlässlich der ersten frühsommerlichen Insektenzählung des NABU diesen Jahres mitgezählt habe:
Ja, am Morgen des 5. Juni 2022 habe ich von 8h10 bis 9h10 rund um die Stelle mit dem Klatschmohn im Garten gezählt. Es waren erfreulich viele Hummeln und Schwebfliegen, aber auch einige andere Insekten da, und dies ist meine Liste:

  • 3x Ackerhummeln Bombus pascuorum
  • 5x Baumhummeln Bombus hypnorum
  • 10x Braune Wegameisen Lasius brunneus (ca.)
  • 1x Braunrötlicher Spitzdeckenbock Stenopterus rufus
  • 3x Buntfarbige Blattschneiderbienen Megachile versicolor
  • 14x Erdhummeln Bombus lucorum-terrestris-Komplex
  • 3x mittelgrosse, graue Fliegen
  • 7x Furchenbienen Halictus spec.
  • 2x Grüne Heupferde Tettigonia viridissima
  • 3x Grüne Scheinbockkäfer Oedemera nobilis
  • 5x Hainschwebfliegen Episyrphus balteatus
  • 200x Schwarze Bohnenlaus Aphis fabae
  • 3x Steinhummeln Bombus lapidarius
  • 5x undef. kleine Wildbienen
  • 2022-06-05 Lüchow Garten Klatschmohn + Steinhummel + Furchenbienen (30)Auffallend war, dass Marienkäfer jeder Art vollkommen gefehlt haben. Auch in den zweieinhalb Wochen danach hat sich die Situation kaum geändert.

    Entgegen meiner Enttäuschung wegen der Meldeformalitäten vom vorigen Jahr, hätte ich meine Ergebnisse doch gerne beim NABU gemeldet, wäre es denn wieder ohne Komplikationen möglich gewesen.

    Doch ohne sich für eine Teilmeldung von Hummeln beim NABU und für den gesamten Rest auch noch auf Naturgucker.de einzuloggen, um überhaupt etwas von der Liste einreichen zu können, ging diesmal noch weniger als im vorigen Sommer: nichts.

    Nachdem ich sogar schon ohne Registrierung kürzlich Mailpost von Naturgucker.de bekommen habe, ist mir das wirklich zu viel unsympatische Adressenhamsterei.

    Es bleibt also bei > meinem Statement vom vorigen Sommer: ich gucke nur noch, fotografiere, schreibe darüber und weiter nichts mehr – nun aber wirklich!

    Das Foto ist vom Morgen des 5. Juni 2022, aufgenommen an meiner „Zählstelle“ im Garten, Lüchow, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Man kann es zum Vergrössern anklicken.

    29 Gedanken zu “Insektenzählung: ja – Meldung beim NABU: wieder leider nein

    1. Wegen der Läuse hatte ich mir sogar teure Larven schicken lassen. Bis heute habe ich keinen Marienkäfer gesehen, kann aber auch nicht wegen meiner mangelnden Kenntnisse sagen, ob überhaupt Larven in den Papierschnioseln waren.

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      • Ich habe die Vögel im Garten im Verdacht, dass sie während der Aufzucht ihrer Jungen diesmal einfach alles genommen haben, was sie bekommen konnten, denn anfangs hatten wir nicht einmal Blattläuse. Vor zwei Tagen sah ich zwei schöne Schwalbenschwanz-Raupen am Fenchel sitzend – einen Tag später waren sie spurlos verschwunden. Die Spatzen nisten unmittelbar darüber unter den Dachpfannen und haben die fette Beute bestimmt nicht übersehen.

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      • Danke, Anna.
        Ich sehe ein, dass man niemanden anonymen Unfug treiben lassen möchte, und könnte man mit einem anderen Account einloggen, den man sowieso hat, um als nachvollziehbar verifiziert zu gelten, wäre es etwas Anderes, aber mit Klarnamen, PLZ, Stadt und Mail in den Pflichtfeldern … das muss ich nicht haben.

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    2. Das ist doch eine schöne Liste für eine Stunde! Interessant wäre eigentlich auch, sowas auf einzelne Blumen auszudehnen. Also eine Stunde Mohn, 1 Std. Malven etc. Marienkäfer sehe ich hier ab und an welche, allerdings hauptsächlich die Asiatischen. Während letztes Jahr so viele heimische unterwegs waren, sind die absolut rar. Ich glaube, ich sah noch keinen einzigen. Hoffentlich haben die asiatischen die Larven nicht gefressen.

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      • war noch nicht fertig😏 Larven oder wie die cocons heißen😉 gestern hat mich erst einer gebisser(?) oder was die machen😊 also ein paar gibt es noch, aber letztes Jahr hast du mehr Arten gezählt…
        … werden weniger😔 vielleicht ist es auch zu warm?
        …mit blauen🐘Grüßen

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        • Gestern Nachmittag entdeckte ich endlich mal wieder einen Marienkäfer, es war sogar ein Siebenpunkt. Ja, die können beissen, wenn sie hungrig sind, da probieren sie mal etwas Grösseres. 😀
          Zu warm wird es den Insekten persönlich nicht, aber den Pflanzen an denen sie leben, und das gibt dann Nahrungsprobbleme fpr die gegenwärtigen Insekten und die Entwicklung ihrer Larven.
          Je weniger Insekten da sind, desto gründlicher werden die dann auch noch von Vögeln dezimiert, ohne dass genügend Nachwuchs heranwächst, und so geht das weiter.

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    3. Das ist ja beträchtlich!

      Maikäfer hatten wir keine und ich liebe diese dicken Brummer.

      Junikäfer haben wir wiederum jetzt einige gehabt bei den Pferden. Ich dachte erst es wäre eine neue Gattung Stechfliegen, weil die so rummbrummten und nicht zu visualisieren waren.

      Hummeln, große Hummeln haben wir in der Abstellkammer in einem Karton mit aussortiertem Spielzeug. Der muss nun noch etwas länger stehen bleiben.

      Marienkäfer und ihre Larven haben wir in diesem Jahr recht viele. Überall krabbeln sie rum und fressen die vielen Blattläuse. Meist sind es die asiatischen, was ich aber nur bei den „fertigen“ Käfern sehen kann, ab und an auch ein 7-Punkt.

      Manchmal denke ich, Nabu und Co wollen aus allem Geld schlagen. Und dann wundern sie sich, wenn keiner mehr mitmacht. Eine e-Mail-Adresse reicht doch vollkommen.

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      • Eben, das ist einfach zuviel Informationabgreifen.
        Deine Insektensituation liest sich besser als bei uns, aber ich vermute, es ist auch nicht ganz so extrem trocken.
        Junikäfer sind aber bei uns in diesem Jahr auch endlich wieder abends unterwegs. Sie waren auch schon mal weg.
        Je weniger Fläche ich im Garten mähe, desto besser ist der Boden geschützt.
        Hoffentlich können deine Hummeln ihre einmalige Nist-Chance gut nutzen. Immerhin ist das jetzige Nest luxuriös.
        Hier habe ich in der Feldmark Nester gesehen, die von irgendeinem Tier ausgegraben wurden.

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        • Leider ist es hier auch trocken, das Gras ist schon Heu obwohl es noch auf der Wiese steht. Heute hat es mal richtig geregnet.

          Das alte Güllefass ist halb voll mit Regenwasser so dass ich viel gießen kann, sogar die Birken an der Straße. Das ist nur sehr zeitaufwendig.

          Gestern Nacht und auch heute Nachmittag hat es ordentlich geregnet. Die Natur freut sich!

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