Weil Mai ist: Grün

Weil Mai ist und der Garten mit einer Vielzahl verschiedener, fälliger Arbeiten gerade einen grossen Teil meiner Aufmerksamkeit beansprucht, komme ich kaum zum Fotografieren und anschliessend nur selten dazu, meine Fotos zu bearbeiten, geschweige denn, Blogartikel zu verfassen. So bündele ich mal wieder in bewährter Weise Aufnahmen aus mehreren Tagen nach Farben und weil Mai ist, beginne ich mit einer Galerie von lauter Grün, Maigrün eben.

Bild 1: Am 11. Mai habe ich zum ersten Mal in diesem Frühling den Rasen so gemäht, dass nur die Wieseninseln ungekürzt blieben; vorher ist wegen anhaltender Trockenheit kaum etwas in die Höhe gewachsen.

Bild 2: Das ist Feuerahorn Acer ginnnala, mit teils noch knospender, teils aufblühenden Blütendolden; auf einem der Blätter sieht man eine Kürbisspinne Araniella cucurbitina bäuchlings und ein unbestimmtes, kleines Insekt.

Bild 3: Auch die Weinreben Vitis vinifera kamen in diesem Frühling spät heraus mit den Blättern und Blütenknospen, aber ab der zweiten Maiwoche ging es gut voran.

Bild 4: Der Feldahorn Acer campestre hat inzwischen seine Blüten in reichlich hellgrüne Flügelsamen umgewandelt.

Bild 5: Vor sechs Tagen trug der Gewöhnlicher Schneeball Viburnum opulus noch seine Blüten knorspig und grün, hier mit einer kleinen, schwarzen Wildbiene, inzwischen blüht er.

Bild 6: Die ‚Vereinsdechantsbirnen“-Bäume Pyrus communis haben bereits junge Birnenfrüchte angesetzt. Sie fruchten Jahr für Jahr unglaublich verlässlich.

Bild 7: Noch klein, aber ehrgeizig zeigt sich die junge Rote Pfälzer Maulbeere Morus rubra, deren Knospen im Gegensatz zur viel älteren Weissen Zickzack-Maulbeere nur wenige Meter entfernt Anfang Mai nicht abgefroren sind.

Bild 8: Auch unsere Stachelbeeren Ribes uva-crispa sind diesmal gut in Form und zeigen viele hellgrüne Beerenfrüchte.

Bild 9: Die grosse Staude Wilder bzw. Bitterfenchel Foeniculum vulgare var. vulgare strotzt geradezu von Kraft, und vom hellgrünen, feinverzweigten Kraut ist genug da, dass ich mir ruhig schon etwas für die Küche holen kann.

Die Fotos sind vom 11., 14. und 19. Mai 2022, aufgenommen ringsum im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder der Galerie zum Vergrössern anklicken. Die anderen Farben kommen bei nächster Gelegenheit.

22 Gedanken zu “Weil Mai ist: Grün

    • Ja, das kann ich mir vorstellen, dass sich dieser wilde Fenchel, der keine Knolle bildet, in der Wärme an Bahndämmen wohlfühlen kann.
      Der Geschmack des Krauts passt roh oder gekocht zu vielen Gerichten. Zu Karotten, Zucchini, Fisch, Geflügel, Salaten, in Kräuterquark …
      Je älter die Fiederblätter sind, desto feiner muss man hacken oder sie mitkochen.
      Die Samen kann frisch und jung auch als süsslich-mildes Gewürz verwenden oder einfach so knabbern; sind sie älter, sind sie als ganz normaler Fencheltee zu trinken.

      Gefällt 1 Person

            • Ein wildes Beet, das irgendwie auch blühen kann, also. Fenchel hat als Jungpflanze einen langsamen Start, aber man kann die mit ihrer rübenähnlichen Wurzel ganz gut umpflanzen an Stellen, wo sie richtig gross werden dürfen.
              Manche Fenchelpflanzen werden nur zwei, drei Jahre alt, aber sie können ausdauernd sein, wo sie günstig stehen.

              Meine „Hauptpflanze“ habe ich 2017 als Sämling vom Feldrand mitgebracht, und sie ist an ihrem besonders guten Standort sehr umfangreich geworden.

              Gefällt 1 Person

              • Ein wildes Beet, na ja, voriges Jahr im Frühjahr neu angelegt (ca. 4 x 10 m) als Wildblumenwiese. Kamen auch viele Wildblumen, fast so, wie die Samentüten es versprochen haben. Die Idee war, dass sich die Blumen selbst aussäen und dieses Jahr wieder eine Wildblumenwiese entsteht. Das hat leider nur in einem Teil geklappt, ungefähr 1/8 der Fläche, da haben wir Samen von einer anderen Firma ausgesät gehabt. Bei der Hauptfläche hat sich der Klee durchgesetzt. Nun gut, Klee blüht auch ganz nett und Ziegen hätten an dem üppigen klee ihre Freude, war aber nicht so gedacht. Und in den Lücken zwischen dem Klee sprießt der Fenchel …
                Umpflanzen wäre schön, aber es ist vielleicht ein wenig paradox: Je größer der Garten, desto weniger Platz hat man, bei uns schon wegen der großen Bäume, unter denen halt nichts gescheit wächst ….

                Gefällt 1 Person

    • Bitter empfinde ich den nicht, aber ich bin offenbar auch nicht bitterempfindlich, ich mochte schon als Kind Spinat, Pampelmusen und chininhaltige Limo.
      Chicoree empfinde ich als richtig bitter, esse ihn aber auch gern.
      Im Vergleich dazu empfinde ich diesen Fenchel als süsslich-würzig mit einer typischen Geschmacksnote, wie sie südliche Kräuter (Salbei, Rosmarin, Thymian) eben auch haben – das ist wohl das Bittere.

      Gefällt 1 Person

Kommentar - gerne!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.