Der Kern der Perle

Manche Vorstellungen von lange zurückliegenden Ereignissen wirken in der Seele nach wie reibende Sandkörner in einer Muschel. Um vor Reibung und Schmerz zu schützen, bilden sich Schichten aus Erklärungsversuchen und Tabus um diese Eindrücke, und formen mit der Zeit eine Perle von unanstastbar scheinendem Wert.
Deren Wachstum beansprucht immer mehr Raum rund um das winzige Ereignis-Körnchen einer schmerzlichen, persönlichen Wahrheit, verursacht Druck, aber dennoch entscheiden sich viele immer wieder für die Perle.

2008-12-28 Chaoscope 'berstende Perle'


Das Chaoscope-Bild und eine Textvariante entstanden um den Jahreswechsel 2008 /’09 und befinden sich in den unteren Schichten meines alten Blogs, aber weil um diese Jahreszeit herum eben so eine Zeit der „Perlen“ ist, ich habe sie nochmals aufgefrischt.

15 Gedanken zu “Der Kern der Perle

  1. im schlimmen Fall kommt es rund um eine seelische Wunde zur neurotischen Verblödung. Um ja nicht an das tuabuisierte Thema zu rühren, werden auch die umliegenden Themengebiete gemieden, und dann die um diese liegenden …. denn man weiß ja nie, ob man nicht sonst doch versehentlich dran rührt. Eine Perle wird es leider nicht, sondern ein Öldland. Sehr schön dein Chaoskope-Bild

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