Spaziergang im Wintermantel

Heute Morgen war es bei -4°C eine gute Gelegenheit, für den zweiten, etwas längeren Spaziergang des Morgens Maxima einen Probelauf mit dem „richtigen“ Wintermäntelchen zuzumuten – natürlich mit Fotos von ihr, aber auch von pickenden Stieglitzen und Goldammern auf dem Weg, Rehen und einem Mäusebussard in der Ferne:

Bild 1: Obwohl ganz in der Nähe, aber jenseits der Ortsgrenze anzutreffen, kommen die Stieglitze bzw. Distelfinken Carduelis carduelis und die Goldammern Emberiza citrinella nicht in den Garten; die natürlichen Futterangebote draussen sind ihnen noch genug, und das ist sicherlich besser für sie. Hungrig waren sie anscheinend aber schon, denn die kleinen, farbenfrohen Vögel blieben recht lange sitzen, so dass ich ein Foto zoomen konnte.

Bild 2: Da ist es, das gesteppte und gefütterte Wintermäntelchen zum Hineinschlüpfen, mit einem langen Reissverschluss auf dem Rücken, von Maxima bisher nur einmal kurz anprobiert, aber noch nicht Spaziergang-getestet. Weil sie eine etwas schwierige Figur hat, muss ich da wohl noch etwas anpassen, aber wenigstens ist es nicht zu klein und sie fühlte sich nicht unwohl darin.

Bild 3: Die Hagebutten der Hundsrosen Rosa canina am Wegrand wurden bisher von den Vögeln noch nicht abgeerntet; vielleicht warten sie noch, bis der Frost sie weichgefroren hat. Vielleicht haben wir aber auch nur zuwenig Wintergäste, die Früchte fressen. Drosseln sieht man keine mehr, die sind offenbar schon durchgezogen und die Eichelhäher plündern anscheinend lieber die nahrhafteren Nüsse und Fettknödel an denFutterstellen.

Bild 4: In anderen Wintern habe ich bei uns schon mehr Mäusebussarde gesehen, und oft auch wesentlich heller gefärbte als diesen einen, der sich auf dem Bild zwischen den Ästen der Eiche nur schwer finden lässt. Das Foto habe ich aufs Geratewohl quer über ein Feld gezoomt, nachdem ich den Mäusebussard Buteo buteo dorthin fliegen sah und vermutete, er sei dort gelandet. Erst Bildauschnitt und Vergrösserung zeigten, dass ich richtig geraten habe.

Bild 5: In letzter Zeit lassen sich bei meinen Spaziergängen immer seltener Rehe Capreolus capreolus in der Feldmark beobachten. Es heisst, es läge an der Präsenz von Wölfen in der Gegend, dass sie vorsichtiger geworden sind und die freien Flächen nun mehr meiden. Das mag auch bei uns stimmen, selbst wenn unmittelbar hier durch die Feldmark zwischen den Waldgebieten höchstens gelegentlich Einzeltiere durchziehen.

Die Fotos sind vom späteren Morgen des bisher (mittags) immer noch frostigen 20. Dezember 2021, in der Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

13 Gedanken zu “Spaziergang im Wintermantel

  1. Ich wusste nicht, dass auch Hunde Schwierigkeiten mit der Figur haben können, was Kleidung angeht, aber eigentlich logisch: Wenn die Proportionen nicht passen, ist es problematisch, egal, ob Mensch oder Hund 😉🐕

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  2. Maxi macht ne gute Figur in ihrem schicken Mäntelchen :-) Ich überlege, ob die Vögel die Beeren nicht oft erst später ernten, wenn sonst nicht mehr so viel im Angebot ist? Schöne Bilder, besonders der Hagebuttenregen :-)

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