Kleine rote Knubbel auf einem Feldahorn-Blatt

Beim heutigen Gartenrundgang mit der Kamera entdeckte ich mehrere kleine rote Knubbel auf einem goldgelben Blatt vom Feldahorn Acer campestre; solche Erscheinungen werden Gallen genannt und sie dienen als „Kinderstuben“:

2021-11-02 LüchowSss Garten vormittags Feldahorn (Acer campestre) m. Gallen d. Beutelgallmilbe (Aceria macrochela)

Die Beutelgallmilbe Aceria macrochela bevorzugt verschiedene Ahorn-Arten, ihre Unterart Aceria macrochela macrochela ist sogar auf Feldahorn Acer campestre spezialisiert, wo die kleinen Spinnentiere durch Ablage ihrer Eier im Blattgewebe solche Grüppchen kugeliger, 2 bis 4 mm grosser Aufwölbungen entlang von Blattadern verursachen. In jedem der unregelmässig geformten, rötlichen „Knubbel“ entwickeln sich viele kleine Milben.
Mehr über die kleine Gallmilben-Art kann man unter > Aceria macrochela | im Spinnenforum-Wiki erfahren.
Foto vom 2. November 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

10 Gedanken zu “Kleine rote Knubbel auf einem Feldahorn-Blatt

  1. Ich frage mich, ob man diese schönen Gallen auch wie die von Eichen verwenden kann, um Tinte herzustellen.
    Bei Eichen werden die Gallen ja 1…2 cm groß.

    Normalerweise enthalten Gallen viele Gerbstoffe.

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    • Eine interessante Frage. Feld- bzw. andere Ahornbäume enthalten wenig Gerbsäure.
      Diese Gallen auf den Feldahornblättern sind zudem sehr klein, und wenn im Gegensatz zur Eichengallwespe das Brutkämmerchen nicht nur eine Larve hinter einer üppigen Wandung beherbergt, sondern viele kleine Milbennachkömmlinge, erhielte man bei dem Versuch, daraus eine Substanz gewinnen zu wollen, vermutlich eher ein tierisches Produkt.
      Vielleicht kann man bei Gehölzen von den Holzeigenschaften auf die im pflanzlichen Gallen-Gewebe schliessen.

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      • Danke sehr.
        Es würde wohl doch eher in mikroskopischen Mengen sein.
        Gallen sind interessante Gebilde. Früher hatte ich die nie als Lebensraum aufgefasst, sondern als Pflanzenkrankheiten.

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        • Das ging mir genauso. Es gibt so viele Bereiche der heimischen Flora und Fauna, die unbeachtet bleiben, weil sie in den Augen vieler weder zur Unterhaltung, Bewunderung noch Nutzen taugen.

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