Eine Melange aus Zimmerreise mit W wie Weintrinken und ABC-Etüde mit Kürbis

Diesmal habe ich wieder eine Zimmerreise mit einer ABC-Etüde vermischt, nämlich eine > Zimmerreise mit W und eine ABC-Etüde zu Christianes jüngster > Schreibeinladung für die Textwochen 44.45.21 mit einer Wortspende von Christian, dem ‚Wortverdreher‘, die lautet: Kürbis + kitzlig + krakeln.
Weil die Faustregel für die Etüden 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern zulässt, aber weder Inhaltshinweise noch Überschrift zum Text zählen, will ich damit auskommen. Dafür beinhaltet die ABC-Etüden-Zimmerreise mehr Bilder als sonst, weil ich die Gegenstände zeigen will, über die ich schreibe. Die Überschrift lautet wie oben:

Eine Melange aus Zimmerreise mit W wie Weintrinken und ABC-Etüde mit Kürbis

2021-11-01 LüchowSss zuhause f. Zimmerreise m. V+W, WeinbecherWein zu trinken kann Menschen in Geselligkeit vereinen, sie jedoch in Geschmacksfragen zu den Weinen selbst oder zur Wahl der Trinkgefässe entzweien, denn was dem einen Annehmlichkeit bedeutet, stellt sich anderen als kitzlige Fragen zu Etikette-, Wert- und Bildungsvorstellungen dar, die man unermüdlich diskutieren könnte.

Für mich habe ich schon vor Jahren entschieden, dass mir Wein zum Essen, beim Lesen oder im Garten aus den seit Jahren gesammelten Keramikbechern am liebsten ist. Zwei meiner sehr verschiedenen Lieblingsstücke sieht man auf dem Foto links.

04072008 ND 002 Kürbisblüte | Veröffentlicht am 2008/07/04 von puzzle ❀ in: 'Weintraubengrün, Kürbisblütengelb'Der zweifarbige Becher mit dem herausgekratzten Muster stammt vom Flohmarkt im österreichischen Burgenland, aussen sattgrün wie die Blätter und innen goldgelb wie die Blüten vom Kürbis, siehe Bild rechts. Er ist einer von vieren und bestimmt gab es einen Weinkrug dazu.

Das malvenfarbene, braungetüpfelte Einzelstück daneben kaufte ich Schülerin in den 70er Jahren, verliebt in das Blumendekor, bei dem in jede rötliche Blüte und in das jeweils grösste der dazugehörenden, grünen Blätter zwischen den braunen Schmucklinien mit spitzem Werkzeug ein Muster gekrakelt wurde.
Die Becherböden sind ungestempelt: Hersteller unbekannt.

2021-11-01 LüchowSss zuhause f. Zimmerreise m. V+W, WeingläserÜber Weingläser habe ich aber auch zu erzählen, es sind ja welche im Hause:

Das letzte Bild zeigt drei verschiedene Weingläser, die uns mehr bedeuten, als die mundgeblasenen, hochstieligen „Zwieseler“, die wir vor dem letzten Umzug verkauften.
Links sieht man eines von sechs luftbläschengesprenkelten grünen Weingläsern, Recyclingglas aus den 70ern, von meiner verstorbenen Mutter aus Dänemark mitgebracht, eine schöne Erinnerung.

Das blaue, geschliffene Glas auf weissem Fuss ist ein Geburtstagsgeschenk von Freunden aus Győr und kommt mit einem zweiten plus Karaffe aus einer ungarischen Kristallglasmanufaktur, Ajka Kristály.

Sechs weisse Gläser, eines davon im Bild, sind noch weiter gereist. Als Pressglas waren sie nicht teuer, aber mein Mann hat sie in den 70er Jahren mit einer 2CV-Ente aus der Türkei mitgebracht und auch sonst haben sie viele Abenteuer mitgemacht.

(300 Wörter)

13 Gedanken zu “Eine Melange aus Zimmerreise mit W wie Weintrinken und ABC-Etüde mit Kürbis

  1. Ach, schön, diese Sammelsurien in den Schränken, wo jedes einzelne Stück eine Geschichte zu erzählen hat. Ich bin sicher, dass ich irgendwann mal bedauern werde, bei den Zimmerreisen nicht mitgeschrieben zu haben, aber okay, es ist, wie es ist.
    Ich habe übrigens einen ganz schlichten Becher aus meiner Lieblingstöpferei, der mir als Wasserbecher dient 🤔😉.
    Danke dir, mag ich sehr.
    Ja, in einer halben Stunde ist Sonnenuntergang. Es geht endgültig auf den Winter zu.
    Nachmittagskaffeegrüße (noch) 😁🌥️🍂☕🍪🍁👍

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    • Ich mag das auch bei anderen zu sehen, dafür waren / sind die Zimmerreisen super.
      Auf deine wäre ich auch gespannt gewesen.
      Becher sind etwas, das man oft und oft für alles mögliche gebrauchen kann. Eine haptische Freude.
      Jetzt ist der Himmel schon matt-orange … Ein letzter Schluck Kaffee noch.

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  2. „Zimmerreisen“ … was für eine schöne Idee. Nun blogge ich schon seit 2008 und lerne immer noch dazu. Horizonterweiterungen – gerade digital-literarische – sind schon toll.
    Der von dir verwendete Begriff „Melange“ ist ein Wort, dass ich mit der erfolgreichen ZDF-Serie „Bares für Rares“ assoziiere, genau so wie „Konvolut“, das perferkt deine Sammlung von Weinbechern und -gläsern umschreibt. Fällt mir einfach gerade so ein. ;)

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    • In wärmeren Regionen ist es zunmindest für den Landwein so üblich, dass ich denke, die langsamer sich angleichenden Temperatureigenschaften von vergleichsweise dicker Keramik haben Vorteile gegenüber dünnem Glas.
      Funkelndes Glas ist ein Genuss für sich, leider ist (älteres) Bleikristall ein bisschen als ungesund in Verruf gekommen, bei jüngerem gibt es seit Jahren Kontrollen hinsichtlich des Bleigehalts.
      Nach ausreichenden Erfahrungen mit umgestürzten Gläsern ist mir in einer Tischrunde lieber, die Gläser auf dem Tisch sind weniger eindrucksvoll hoch und behindern niemanden beim Hantieren und Gestikulieren. 😀

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  3. Das ist wieder eine schöne Zimmerreise, den Gegenständen aus deinem Haushalt samt Erinnerungen zu folgen. Die Gläser sind hübsch, aber daß mit den langen Stielen wäre mir auch ein bißchen zu unsicher. Ich glaube, die Chancen, sie umzuwerfen, stehen hoch oder? Die Becher, besonders den Grünen, finde ich toll. Der leuchtet so richtig schön mit dem kontrastreichen gelb. Die Kürbisblüte hast du schön dazu ausgesucht :-) Früher wäre ich vielleicht nicht auf die Idee gekommen, Wein aus Keramik zu trinken. Seit zwei Jahren habe ich einen schönen Keramikbecher und irgendwie schien es mir passend, ihn für Wein zu benutzen. Ein eigenes, aber passendes Trinkerlebnis!

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    • Ja, zumindest unsere nicht gezeigten, weil verkauften mundgeblasenen Zwieseler Gläser flogen leicht um, weil sie eben so dünn und leicht waren. Das ist nichts für Leute mit Temperament bei Tisch und deshalb wurden sie, je nach Typ, nur selten bis gar nicht benutzt. Sie hatten einen wunderbaren Klang beim Anstossen, aber es ist kein Verlust, sie nicht mehr zu haben.
      In Weinbauregionen ist Keramik für den alltäglichen Wein zuhause total normal. Als Tourist im Restaurant merkt man nur nichts davon.

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