Der Vakuumdeckelheber – mein V zu den Zimmerreisen 11/2021 mit V und W

2021-10-15 Einladung f. Zimmerreisen 11-2021 mit V+WHeute liefere ich zur aktuell gültigen
> Zimmerreisen-Einladung 11/2021 mit V u. W als meinen ersten Gegenstand einen mit dem Anfangsbuchstaben V.
Dafür habe ich mir einen Gegenstand ausgesucht, der sein Dasein stets unauffällig und übersehen in einer der Küchenschubladen fristet, aber mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
Dank ihm werden – falls er denn Verwendung findet – weniger Messerklingen und Gabelstiele und -zinken bzw. Löffellaffen verbogen …
Eine Laffe nennt man den Schöpfteil von Löffeln, denjenigen, der in die Suppe taucht, den Kaffee umrührt, oder den Joghurt aus dem Becher holt. Aber zurück zum Gegenstand:

Der Vakuumdeckelheber

Er trägt wirkungsvoll zum Frieden unter den Menschen bei, die eine Wohnung teilen und dasselbe Besteck benutzen! Wer hat sich nicht schon darüber geärgert, wenn der Mitbewohner den widerspenstigen „Twist-Off“-Deckel vom Gurkenglas nicht aufgedreht bekommt, auch nicht nach dem empfohlenen Klaps auf den Glasboden, und deshalb blindlinks in die Besteckschublade greift, um mit zweckentfremdeten Messern, Gabeln oder Löffeln den Deckelrand zu malträtieren, die er auf Biegen und Brechen unter den metallenen Rand schiebt, damit das Vakuum Luft anzieht und deshalb der Schraubdeckel gelöst werden kann?
Wen hat nicht schon genervt, derartig beschädigte und verbogene Teile in der Schublade zu finden, aber angeblich hat sich kein Küchenmitbenutzer je daran missbräuchlich vergriffen?
So sieht zum Beispiel so ein Ding aus, das über die besagte, hilfreiche Spitze verfügt, mit dem man aber auch Kronkorken von Bierflaschen hebeln kann – praktisch, denn das macht den Mitbewohner besser damit vertraut!

2021-10-22 Vakuumdeckelheber f. Zimmerreise m. V

Der vom mir fotografierte Vakuumdeckelheber hat seinen Platz in derselben Küchenschublade wie Haushaltsschere, Dosenöffner, Sparschäler, Eierharfe, Pellkartoffel-Picker, Knoblauchpresse und Pizzaschneider.
Bestimmt gibt es schönere derartige Werkzeuge, aber wäre so etwas als wertig aussehendes Designerteil nicht wieder verkehrt? Womöglich käme jemand auf die Idee, stattdessen lieber doch einen Löffel zu nehmen …

18 Gedanken zu “Der Vakuumdeckelheber – mein V zu den Zimmerreisen 11/2021 mit V und W

  1. Vor vielen, vielen Jahren (80er?) erwarb meine Mutter einen Deckelöffner mit orangen Griffen, der wie eine Art Zange funktioniert: Man klappt ihn auf, legt ihn um das zu öffnende Glas, drückt ihn zusammen und dreht. „Gib den nicht weg, du wirst ihn später noch brauchen, auch du wirst mal älter“, ermahnte sie mich, und spätestens bei der Wohnungsauflösung, als ich die begehrlichen Blicke der allesamt ähnlich alten Nachbarinnen sah, brachte ich ihn in Sicherheit.
    Was bin ich froh!
    Nun bin ich älter, und mein Besteck ist komplett heil, denn ich habe ja dieses … Ding, das inzwischen zwar ramponierter aussieht, mich aber vermutlich durchaus noch überleben könnte, denn es ist reichlich unverwüstlich 😉
    Küchengeschichten … 😁 Danke.
    Nachmittagskaffeegrüße 😁🌬️🌦️☕🍪👍

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    • Wenn man vorher nicht zu gewalttätig war: ja.
      Es ist ja gar nicht nötig, den Rand zu verbiegen. Um ihn leicht anzuheben, bis es leise knackt, reicht die Elastizität der Metallform aus, ohne sich zu verändern.

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  2. Das muss man ganz langsam und genüßlich – wie ein Stück der Lieblingssahnetorte – aussprechen: VA-KU-UM-DECKEL-HE-BER. Aaaaaah. Das hat Stil und weist einen als Teil der vornehmen Gesellschaftsschicht aus. Jawohl. Ich bin schwer von dir beeindruckt, Frau Puzzleblume. Ich habe so ein Küchenutensil nicht. Uff. Geoutet.

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  3. Eine witzige Küchengeschichte! Mir war gar nicht klar, wie wichtig solch einfache Utensilien sein können :-) Du hast Recht, was hat man sich schon abgearbeitet. Ich habe in der Richtung auch schon einen fiesen Unfall miterlebt. Unser Dosenöffner hat netterweise einen Haken, mit dem man den Deckel anheben kann und ich bin echt froh drüber, zumal ich das erst seit ein paar Jahren weiß. Manchmal dauerts länger ;-)

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    • Die verschiedenen Dosenöffner-Variationen sind auch so ein Kapitel für sich. Hat bei D leider keiner beschrieben.
      Unvergesslich für mich, wie ich vor vielen Jahren mal für jemanden eine Katze versorgen sollte und mit dem bereitgelegten einfachen Blechhaken nicht zurechtkam, um die Dose mit Katzenfutter aufzubekommen (damals üblicherweise noch ohne Ring). Optionen waren, mit Bus und Strassenbahn nachhause zu fahren und den eigenen zu holen, einen im nächsten Laden zu kaufen, damit die Katze ihr Futter bekommt, oder bei unbekannten Nachbarn zu klingeln. Damals musste ich jeden Pfennig zweimal umdrehen und habe lieber nebenan gefragt, ob sie mir helfen können. Die kannten den Typus von Öffner aber auch nicht und haben mir ihren geliehen.

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