Maxi ist eigentlich ständig bei der Arbeit, sobald man sie in den Garten hinauslässt. Sie flitzt herum und bewacht ihr Gartenreich, stöbert und buddelt (Bild 1).
Jetzt, wo es kühler ist, wirkt das ansteckend, auch selbst herumzustreifen, Ausschau zu halten und zu buddeln.
Einige kleine Gehölze habe ich in Töpfen herangezogen, um sie auszupflanzen, z.B. mehrere Blutpflaumen- bzw. Prunus cerasifera-Sämlinge, die ich am Wegrand in der Feldmark fand.
Einer ist auf Bild 2 an seinem neuen Platz zu sehen, gegen Maxis „Bodenuntersuchungen“ geschützt.
Der Sanddorn Hippophae rhamnoides auf Bild 3 hingegen bekommt mit seinem neuen Platz eine letzte Chance, sich zu erholen und vielleicht doch mehr Blattwerk hervorzubringen.
Während nämlich die Blutpflaumen-Sämlinge in ihren Töpfen von Handspannen-Höhe auf ca. 40 cm herangewachsen sind, kümmerte dieser Sanddorn, der eigentlich mit Trockenheit gut zurechtkommen soll, seit Jahren schon auf seinem vorigen Platz. Wegen der Zweihäusigkeit der Sanddorne gibt es noch einen zweiten Strauch, der etwas besser dasteht. Weil der eine ohne den anderen nicht fruchtet, versuche ich es mit dem „Kümmerling“ an einem neuen Platz.
Auffälliger sind die Arbeiten, die seit Mitte September lawinenartig kumulieren, seit ich den alten Bauernjasmin Philadelphus coronaria zuerst vom toten Geäst befreite, und dann das trocken und brach liegende Areal darunter zur Wiederbelebung mulchte und teilweise bepflanzte. Maxima kontrolliert natürlich auch hier immer wieder:
Die unüberhörbare Verarbeitung der Äste mit dem Garten-Häcksler brachte offenbar unsere Nachbarin auf die Idee, wegen der miteinander sehr hoch und breit gewachsenen Lawson’s Scheinzypresse Chamaecyparis lawsoniana und der Smaragd-Thuje Thuja occidentalis nachzufragen, ob man da jetzt nicht doch „etwas machen könnte“.
Als wir 2010 den Garten neu anlegten, hatten die von meinem Vater Jahre zuvor gepflanzten „Altlasten“ nahe der Grundstücksgrenze noch Aufschub bekommen, mit der Verabredung, dass sich die Nachbarn melden könnten, wenn die beiden ihnen zuviel würden. Solange auf den Spitzen der eine oder andere Vogel singen mochte und Wildbienen an den harzigen Zweigen zugange waren, habe ich die darunter immer grösser werdende, vegetationsfreie Fläche hingenommen. Übrigens hat darin kein Vogel je ein Nest gebaut, wie sich bei den Arbeiten herausstellte.
Auf Bild 6 vom 20. April 2011 sieht man die beiden Scheinzypressen rechts der noch bekronten Eiche, etwas hinter dem damals in deren Schatten noch kleinen Bauernjasmins, der sich wegen Wind- und Lichtrichtung im Laufe der nächsten Jahre immer weiter nach rechts ausbreitete. Vorne rechts in der Bildecke liegt der damals erst 2jährige Bongo auf dem Rasen des noch fast leeren Gartens, der zehn Jahre später kaum wiederzuerkennen ist.
Bild 7 zeigt die Lebensbäume vor ein paar Tagen, nämlich am 1. Oktober 2021, nach dem Entfernen der unteren Äste, von denen die beiden sowieso nur noch auf unserer Seite welche hatten, denn nebenan, wo sie sich in den ohnehin schmalen Gartenstreifen ausgebreitet hätten, waren die schon längst entfern, die Seite war hässlich anzusehen.
Am 6. Oktober kamen sie mit nachbarschaftlicher Hilfe dann ganz weg, siehe Bilder 8 + 9 :
Vor allem der linke Stamm, die Lawson’s Scheinzypresse Chamaecyparis lawsoniana, war gewaltig und selbst die in etwa 40 x 40 cm zersägten Blöcke für den Holzbedarf eines weiteren Nachbarn waren irrsinnig schwer, mehr als drei oder vier Teile schaffte die Schubkarre kaum. Das Holz gilt als sehr dauerhaft, und Gleiches gilt es auch für die Wurzeln. Auf der fast zehn Quadratmeter grossen, kahle Fläche wird in den nächsten Jahren kaum etwas gut gedeihen. Scheinzypressen, Thujen bzw. Lebensbäume hinterlassen nicht nur ausgetrocknete, wie leblos wirkende Böden, sondern ein dichtes und flaches Wurzelnetz, das nur langsam zergeht. Ausgraben ist bei der Grösse keine Option, das Wurzelsystem ist bei dieser Grösse viel zu weitläufig, manche Wurzeln, die ich probehalber angrub, sind armdick.
Man muss sich also irgendwie arrangieren. Wir lösen das Problem durch Hochbeete, die im rechten Winkel zu Gartenhaus und Zaun stehen werden, und ein Wind- und Sichtschutz kommt auch noch dahinter.
Der herbstliche Ausverkauf beim Baumarkt kommt uns sehr entgegen und wir sind schon am Zusammenschrauben der Hochbeet-Kästen. So können wir bis zum Frühjahr mit dem Einfüllen der ersten beiden, unteren Schichten, bestehend aus Zweigschnitt und Laub, beginnen. Ausserdem habe ich gelesen, dass eine Begrünung der jetzt offenen Fläche mit Wildkräutern leichter vonstatten geht als mit Rasengräsern. So ist jedes mutige Kräutlein willkommen, dem es gelingt, dort zu wurzeln und zu grünen.
Bild 4 ist vom 11. September 2021 und war hier schon einmal zu sehen > Rund um und unter dem Bauernjasmin, als ich von der Aktion berichtete, Bild 5 vom 26. September 2021 und Bild 6, das älteste im Beitrag, vom 20. April 2011, und ich habe es natürlich auch schon (unausgeschnitten) in einem damaligen Gartenbeitrag verwendet > Garten um 19 Uhr. Die anderen Fotos sind zwischen dem 1. bis 7. Oktober 2021 aufgenommen, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.
Das zu lesen, nehme ich mir noch die Zeit.😊
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Beautiful and cozy! Have a great weekend, my friend! :-)
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Autumn is here and time for gardening. Thank you, Fabio. 🙂
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:-)
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Wir lösen das Problem durch Hochbeete
Das dachte ich im 1. Moment auch :-)
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Neue Projekte. Manchmal siedelt sich ja ganz überraschend was an, womit man nicht gerechnet hat oder Wildbienen finden den Boden gut oder… Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht und Hochbeete sind bestimmt auch eine gute Idee.
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An Wildbienen denke ich auch, wenn das länger dauert, mit der Kahlheit des Bodens.
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Vielleicht könntest du noch etwas Schotter ausbringen oder was sich da eignet. Grabwespen interessiert das vielleicht auch. Kleiner Steingarten?
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Keine Schotter- oder Kiesflächen. Sie können sich zwischen den sandigen Pflasterfugen schon genug vergnügen, dort legen auch die Heuschrecken ihre Eier.
Die freigewordene Fläche bleibt einfach „au nature“ und ich harke immer mal bei der Beetarbeit ausgehaktes Grünzeug mit ein, damit wieder Partikel von lebendem Boden hineinkommen, vor allem wenn es darauf regnet, wird sich die Stelle nach und nach in etwas magere, dünn bewachsene Fläche verwandeln und das ist für Sandbienen & Co schon passend.
Vielleicht markiere ich mit Feldsteinen ein kleines Areal, in dem dann auch keiner herumläuft, aber ansonsten soll die Natur machen, was sie will und kann. Das reicht.
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Auch gut. Ich komme halt gleich wieder auf Ideen, was man noch machen könnte. Markierungen, gute Idee. Das wird Maxima gefallen, wenn sie dort zum Buddeln einfällt ;-) Aber vielleicht interessiert sie die Fläche auch gar nicht. Wie auch immer, auch dann wäre es au nature :-)
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Sie hat schon eine Probe“bohrung“ vorgenommen, weil der Boden so schön weich ist.
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^^ Probebohrung!! Klasse :-) Wer weiß, was sie noch an Bodenschätzen hochholt.
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Hauptsache, sie hat Spass. Ich habe es beim Zugucken auf jeden Fall.
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Maxima-Kino :-) Beneidenswert.
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Ja, das ist eine tolle Schau, wenn sie im Garten herumrennt.
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Ich würde den Kanal gerne abbonieren ;-)
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