Kleine Füchse, diesen Sommer

Kleinen Füchse Aglais urticae sind hier inzwischen so rar, dass ich ihr Erscheinen im August ebenso bemerkenswert empfand wie den Besuch eines Schwalbenschwanzes. Hauptsächlich fühlten sie sich von Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca und blühendem Schmetterlingsflieder Buddleja davidii angezogen:

Einen sah ich – ohne Foto – an einer der Stellen mit Grossen Brennnesseln Urtica dioica im Garten, hoffentlich nicht nur zufällig, sondern vielleicht zur Eiablage: Brennnesseln sind die nahezu ausschliessliche Raupennahrung vom Kleinen Fuchs, der deshalb den Zusatz urticae in seinem Namen trägt.
Die Fotos sind vom 3., 13. und zuletzt am 15. August 2021 aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

9 Gedanken zu “Kleine Füchse, diesen Sommer

  1. Kleine Füchse sehe ich seit meiner Kindheit kaum noch. Es kann doch aber nicht nur an den Brennesseln liegen? Die gibt es stellenweise echt zu Hauf. Oder sind die Haufen, die ich sehe, nicht genug? Vielleicht spielen noch andere Faktoren eine Rolle oder aber man hat sie zu sehr ausgemerzt. Reagieren Schmetterlinge nicht auch auf Temperaturen. Ich meine mal gelesen zu haben, daß sie schnell in nördlichere Gefilde abwandern, wenn es ihnen zu warm wird. Manche Arten jedenfalls. Schön, daß du welche hattest und ich drücke die Daumen für Nachkommen!

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    • Wer weiss, was da alles zusammenkommt. Selbst wenn du jetzt irgendwo genug Brennnesseln siehst, die an passenden, sonnigen Stellen stehen, müssen ja zuerst wieder irgendwoher die Elterntiere einreisen, und die potentielle Kinderstube mit Nachwuchs besiedeln.
      Soweit ich mich erinnere, wandern Europas Wanderfalter nach Norden, wenn es dort warm genug ist, und wieder zurück, wenn es dort wieder kälter wird, möglicherweise, weil die Nahrung im südeuropäischen Sommer eher verdorrt, aber direkt wegen Hitze habe ich nichts dergleichen gelesen.

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      • Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen, meine aber mal gehört zu haben, daß manche Arten stark auf steigende Temperaturen reagieren und dann abwandern. So wie die Fische in Nord- und Ostsee, denen es dort inzwischen grundsätzlich zu warm geworden ist. Aber ich müßte noch mal gucken. Vielleicht habe ich es auch verwechselt.

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      • Ich habe noch mal nachgesehen. Es ist tatsächlich so, daß manche Schmetterlingsarten versuchen, kühlere Regionen zu erreichen. Beispielsweise in den Alpen gibt es Beobachtungen, wonach manche Arten in höhere Lagen aufsteigen, um der zunehmenden Erwärmung in den Tälern zu entkommen. Ähnliche Berichte gibt es über Verschiebungen in anderen Regionen.
        https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/mahnendes-schmetterlings-thermometer/
        Vermutlich hat das hier nichts mit dem Kleinen Fuchs zu tun, sondern bezieht sich auf andere Arten. Man steckt nicht drin im Schmetterling….

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        • Trotzdem interessant und sicherlich insgesamt bedeutsam.
          Die Erklärungen, weshalb Arten wandern, bzw. ihre Gebiete erweitern oder verschieben, haben in gewisser Weise bestimmt stets mit dem Kima zu tun, und wo es es zu unwirtlich wird, bleiben sie vermutlich eines Tages wirklich aus, und das ist schlimmer, als irgendwo wegen des Erscheinens „invasiver Tier- und Pflanzenarten“ herumzuheulen, weil mensch doch so gerne möchte, dass sein Weltbild so bleiben darf, wie es ist. Er hat’s verbockt und sollte froh sein, dass die Natur sich auf ihre Art hilft und anpasst, soweit und solange sie es vermag.

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