Der 2. Pieks

Apophysis 20110115-002 circlesIn meinem > 3X ABC AM FREITAG (21.05.’21) erwähnte ich beiläufig meine Erstimpfung gegen Covid-19 und auch, dass ich sie in einer ABC-Etüde beschrieben habe, nämlich hier:
> Mein erstes Mal – zur Schreibeinladung für die Textwochen 20.21.21 | Wortspende von Red Skies Over Paradise.
Auch schrieb ich, dass ich mich am Tag danach etwas schwummerig und schlapp fühlte.

Mir tat der Arm weh, und am Abend der Impfung und am Tag danach empfand ich ein-, zweimal leichte und nur kurze Schüttelfrost-Schauer und leichte Kopfschmerzen, aber es genügte, sich ruhig zu verhalten und brav auf dem Sofa zu bleiben. Es gab aber weder einen Grund für eine Kopfschmerztablette oder nach dem Fieberthermometer zu suchen. Das war im späten Mai.

Am vergangenen Donnerstagnachmittag hatte ich meinen Termin für den 2. Pieks im Impfzentrum Uelzen. Den hatte ich, wie im April erhalten, nicht verschoben, sondern so gelassen und das war ja auch gut so, denn inzwischen hat sich ja die Delta-Variante auch in Deutschland erfolgreich ins Spiel gebracht und die 2. AstraZeneca-Impfung durch eine Kreuzimpfung mit dem BionTech-Impfstoff als wirksamere Variante zu ersetzen, stand mir nun auch zur Verfügung.

Diesmal fuhr übrigens Maxima mit uns, zum ersten Mal eine längere Strecke im Auto – es sind ja immerhin knapp 50 km einfache Strecke, je 45 Minuten. Hat sie gut gemacht und ohne Stress schaute sie entweder interessiert aus dem Fenster oder lag ruhig auf der Rückbank.

Viel Wartezeit lag weder für mich noch für sie dazwischen, die sie mit meinem Mann und einem kleinen Spaziergang verbrachte, während ich meine Formulare, das Arztgespräch, die auf meine 1. Impfung mit AstraZeneca folgende 2. als Kreuzimpfung mit dem mRNA-COVID-19-Impfstoff von BioNTech und die obligatorische Viertelstunde potentieller „Schwummerzeit“ absolvierte, in der auch der digitale Impfnachweise mit dem QR-Code erstellt wurde.

Beim ersten Mal hatte mir schon auf der Rückfahrt im Auto der Impfarm etwas wehgetan, das kam diesmal erst am Abend, fühlte sich an wie ein Knuff mit blauem Fleck auf dem Oberarm, ist aber im Gegensatz dazu heute schon wieder vergangen.
Zwar bin ich zweimal hintereinander früh schlafen gegangen und habe ich gestern weniger lange und weite Spaziergänge mit Maxima unternommen (der war es auch zu heiss), aber heute haben wir wieder unser normales Pensum absolviert. Bestimmt hat Maxima in den vergangenen vier Wochen bei mir für bessere Fitness gesorgt.

40 Gedanken zu “Der 2. Pieks

  1. Sehr schön!
    Ich habe ja auch eine Kreuzimpfung erhalten.
    Ich selbst merkte nie etwas nach den Impfungen, bestenfalls etwas Müdigkeit.
    Wie vielerorts erklärt wurde, ist die Verträglichkeit nicht gekoppelt an die Wirksamkeit des Medikaments. Das sind zwei unterschiedliche Bahnen.

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    • Es ist sehr unterschiedlich, wie man so herumhört, und die meisten, mit denen ich mich darüber unterhalten habe, erlebten das 2. Mal deutlicher spürbar. Aber, wie du schon sagst, ist das zum Glück kein Indiz für Wirksamkeitssgrade. Je mehr Menschen nichts Abschreckendes erleben, desto besser und ermutigender für die anderen, die sich immernoch nicht durchringen können.

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          • Sicher.
            Ein Freund von mir, Zellbiologe und Allergiker hat sich erst kürzlich zum 1. Mal impfen lassen.
            Er hat sich umgehend informiert, was ich gut finde.
            Von Covid-19-Fällen im engsten Umkreis hört man ja auch selten und wenn, treten diejenigen es auch nicht (endlos) breit.

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            • Das ist bei uns anders, wir haben betroffene Famillienmitglieder und Freunde, und keiner hat sich durch Feiern oder sonstigen „Leichtsinn“ angesteckt, sondern haben es aus Kindergarten und Schule mitgebracht bekommen bzw. im menschenbezogenen Beruf.
              Darüber sollte man sogar unbedingt reden, vor allem auch über die Langzeitfolgen,denn nach dem, was ich von den Betroffenen hörte, hatten nur die Kinder eine rasche Genesung, die anderen ziehen zum Teil seit Monaten mit Spätfolgen herum. Einer hat danach noch nicht einmal 30% der zu erwartenden Antikörper gebildet – soviel zu der Gleichstellung von Genesenen mit Geimpften.

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                  • Danke!
                    Es müsste eigentlich heissen:
                    „Beim Coronavirus geht man davon aus, dass sie sechs bis zwölf Monate nach der Impfung oder Infektion so niedrig WIRD, dass eine (erneute) Infektion möglich ist.”

                    Ich denke, dass sie sich nach Konsultation mit der Hausärztin im September ein 3tes Mal impfen lassen wird.

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                  • Es ist halt vieles neu und ungewiss. So ein Spielraum von sechs Monaten ist immerhin beachtlich. Aber die Menschen sind so verschieden, und da das Virus sich immer wieder in Varianten neu erschafft, ist die Geschwindigkeit der Abnahme des Schutzes sicherlich auch damit im Zusammenhang zu sehen.

                    Man wird sehen, was die Reisenden über die Sommermonate so „zusammengebracht haben“: mit der Delta-Variante waren sie ja nur allzu fleissig.
                    Dass bereits von einer Herbstwelle gesprochen wird, ist sicherlich realistisch bei all dem Experimentieren mit dem Ausbalancieren von Risiken mit dem Verlangen nach dem, was viele unter einem „normalen Leben“ verstehen und beanspruchen.

                    Da wir ein wichtiges politisches Wahljahr haben, wird es nicht eben leichter. Da ist seitens mancher zuviel „Wählerstreicheln“ im Spiel.

                    Ich habe jedenfalls schon aus Prinzip für unsere im August anstehende Kommunalwahl die Briefwahlunterlagen angefordert. Auch als geimpfte Person bin ich weiterhin nicht scharf darauf, mich mit mehreren Menschen, die ich sonst nicht in Innenräumen treffen würde, im kleinen Wahllokal (Dorfkneipe) aufzuhalten, wenn es doch so leicht vermeidbar ist.

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                  • Ausbalancieren ist gut als Begriff. Das ist die Strategie vieler.
                    Erfolgsgeschichten hört man ja auch in kleinen Unternehmen immer wieder: „An uns ist das alles spurlos vorbeigegangen“.
                    Ich bin ja Schachspieler.
                    Unser Vorstand versteht es kaum, dass ich die nächste Saison nicht mitspielen will . Da bin ich übrigens der einzige der 1. Mannschaft, der sich dagegen wehrt.

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                  • Ich würde meinen, dass solche Verlautbarungen eher dem Reputationsgehabe entsprechen, dass manchen Menschen bei solchen Fragestellungen eigen ist.
                    In einer Männerdomäne mag das besonders zutage treten. Nicht mitzutun erfordert, wie so oft in sozialen Gefügen die richtige, nicht die falsche Sorte Mut.

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                  • Das mit der Männerdomäne mag sein.
                    Bei uns in der Strasse lief aber eine Frau rum, die immer vom „Schnüppchen“ redete.
                    Ich denke, das geht quer durch alle Schichten und Geschlechtszugehörigkeiten.

                    Leute, die seit jeher Reichtum in der Anzahl von Kontakten/Freunden/Bekannten messen, taten sich natürlich schwer in diesen Zeiten und wollen schnellstmöglich wieder zurück.

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                  • Solche Verharmloser sind die, vor denen man sich am meisten fürchten muss.
                    Als AIDS neu war, gab es auf einmal die Situation, bei neuen Kontakten nicht wegen der Verhütung, sondern wegen der Ansteckungsgefahr über Kondome reden zu müssen. Was wurde da nicht verharmlost, selbst-getäuscht, beleidigt getan, emotional erpresst oder angelogen, um das Vergnügen nicht zu beeinträchtigen, keinen begehrenswerten „Fang“ vor den Kopf zu stossen, oder als Spielverderber dazustehen. In gewisser Hinsicht möchte ich das Verhalten vergleichen.

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  2. Ich habe auch die Kreuzimpfung. Nach der 1. mit Astra Zeneca ging es mir so schlecht, dass ich mich krank melden musste. Aber das war nur kurz. Nach der 2. hatte ich nix, ausser, dass mir der Arm weh tat. Aber das ist alles nix verglichen mit Corona. Ein Freund von mir leidet bis heute an long Covid, ein Bekannter ist mit gerade mal Anfang 50 und vorher kerngesund daran gestorben.
    Wir sind beide geimpft und ich bin dankbar, dass wir uns impfen lassen konnten.

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      • Wir halten uns auch zurück. Ich war heute mal in Lüneburg, da war mir ehrlich gesagt schon zu viel Gewusel. Schön war es aber trotzdem, aber ich meide nach wie vor Menschenansammlungen und nach Reisen ist uns auch nicht. Zum Glück haben wir soviel Schönes direkt vor der Tür

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        • Man kann ja auch raus, und sicherlich lassen sich gute Kompromisse zwischen Reisen und Abstandhalten finden, wenn jemand darauf achten will – nur ist es mir ein Rätsel, wie sich jemand bei einem Interview zur „Kulturellen Landpartie“ im Wendland äussern konnte, dass ihm sei zuwenig los, weil zuwenig Leute.
          Wer so ein richtiger, gelernter Massenmensch ist, der sucht offenbar nicht die eigentlichen Erlebnisse, sondern das wuselige Sozialleben, in die sie eingebettet sind.

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  3. Zum Glück geht es mit den Impfungen voran. Ich bin vor mehr als zwei Wochen das zweite mal geimpft worden mit Biontech. Erst tat nur der Arm weh, dann kamen Gliederschmerzen, leichter Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und eine gewisse Geschmacksbeeinträchtigung dazu. Alles dauerte ein paar Tage und war schon etwas besorgniserregend. Aber wenn ich mir vorstelle, dass alleine die Impfung einen solchen Einfluss hat, was kann dann wohl eine Infektion (ohne Impfung) im Körper bewirken? Sicher kann die Impfung Nebenwirkungen hervorrufen. Aber was bei einer Corona-Infektion passieren kann ist sehr viel schlimmer und auch wahrscheinlicher. Von daher rate ich jedem sich impfen zu lassen. Es ist der wirkungsvollste Schutz, den wir momentan bekommen können. Und die nächste „Welle“ wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Fragt sich nur, ob man dann auf dem relativ sicheren „Surfbrett“ steht, oder sich im reißenden Wasser befindet… Liebe Grüße Torsten

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    • Meinen Mann hatte es auch stärker gebeutelt, und einer meiner Söhne hatte bei seiner 2. Moderna-Impfung auch mehr Nebenwirkungen als bei der ersten.
      Genau das ist auch mein Gedanke: wenn schon die Nebenwirkungen einer Impfung unangenehm sein können, möchte man die „Vollversion“ doch erst recht nicht durchmachen müssen!

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        • Geniessen kann ich es auch nicht wirklich, und bin auch kein Arzt-Wartezimmer-Liebhaber. Ich fand das Impfzentrum mit seiner Grossräumigkeit erheblich angenehmer und hätte lieber solches beibehalten, solange es angeraten bleibt, sich immer wieder gegen eine solche grassierende Infektionskrankheit impfen lassen. Es ist ja doch ein bisschen anders als bei Grippe.

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          • Ich wollte mich beim Hausarzt impfen lassen, aber der hat mich abgewimmelt und mir lange erzählt, wie viel Arbeit und Ärger mit der Impferei hat ….
            Und Wartezimmer gibt es doch derzeit nicht, bei dem Hausarzt muss man auf der Straße stehen, bei Regen im Auto sitzen. Jeder Patient kriegt am Empfang noch draußen einen Piepser. Wenn es piepst, ist man dran ….

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            • Ja, so etwas in der Art. Der von meinem Mann hat einen langen Flur, und dann geht es hinaus in den Hof, wenn die „Impftage“ sind, meine hätte eine Galeriezugang – beides in dieser Form unattraktiv. Da lobe ich mir das Impfzentrum Uelzen und fahre gern die Kilometer mehr, denn dort werden die Besucher hervorragend geleitet und niemand muss lange irgendwo herumstehen.

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  4. Schön das es bei Dir so ohne Komplikationen abgegangen ist.

    Ich habe mich auch impfen lassen. Astra Zeneca wäre schon im März dran gewesen, was ich aber abgelehnt habe, da ich ein großes Thrombose-Risiko habe.

    Beide BioNTech Impfungen habe ich gut vertragen. Ein bisschen Muskelkater im Oberarm und ein bisschen schlapp, Migräne bei der ersten Impfung. Bei der zweiten Impfung dann fast nichts davon.

    Allerdings hatte ich nach beiden Impfungen zwei Wochen den Blutdruck zu hoch. Deshalb werde ich mich nicht ohne Antikörpertest impfen lassen.

    Einen Schlaganfall braucht ja auch niemand!

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    • Seine Risiken muss man im Blick behalten, das ist richtig.
      Als mein Mann im März geimpft wurde, hat man auch seitens des Impfzentrums viel weniger aufgelistet, was vorher abgeklärt und möglichst vom Arzt bescheinigt werden sollte – Allergien, Diabetes, entzündliche Erkrankungen …
      Auch bei meiner ersten Impfung im Mai, war die Liste noch nicht so umfangreich, worüber der Impfarzt, bescheidwissen sollte, wie jetzt, im August.
      Auch wenn ich das alles verneinen konnte, ist es wichtig, und auch dass die Leute nach den Nebenwirkungen beim 1. Mal gefragt werden, damit die Liste vervollständigt werden kann, die im Mai noch viel kürzer war, auch wenn sie jetzt deswegen nicht bedrohlicher wirkt.
      Das fallweise Thromboserisiko war ja zum Glück frühzeitig bekannt.
      Im Grunde muss man für alle Menschen dankbar sein (die Alten vorneweg), die vor einem an der Reihe waren und damit eine umfangreichere Statistik als nur die Vorabtestreihen überhaupt erst ermöglicht haben.

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  5. Auch von mir Glückwunsch zur vollständigen und nebenwirkungsarmen Impfung!
    Ich hatte vor 10 Tagen meine zweite Biontech im Impfzentrum Unna (also auch nicht im eigenen Kreis).
    Bei der ersten (Ende Juni) kam der Pieks offenbar zu hoch (fast auf der Schulter) und/oder traf einen Nerv o. ä., was mir eine Woche lang einen schmerzvollen und zeitweise fast „tauben“ Arm bescherte. Beim zweiten war der Einstich für den Arm fast folgenlos, dafür hatte ich mehr „normale“ Nebenwirkungen, u. a. einen nächtlichen Fieberschub und tagsüber extremen Schwindel, was beides aber schon 12 Stunden später wieder ganz abgeklungen war …

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    • „Spritzen ist Glücksache“ scheint ein Kapitel für sich zu heissen, egal bei welchem Anlass. Bei mir sagte der Ausführende diesmal auch vorher: „Bitte Arm ganz lockerlassen“, als er sah, dass ich wohl noch etwas unentspannt war. Das war bein ersten Mal anders, obwohl die Frau da auch sympathisch und bei der Sache war. Da hatte ich den Arm auch länger gemerkt und könnte nicht sagen, ob es am Impstoff oder dem mehr oder weniger gut gelungenen Vorgang lag. Ich mag ’s eben einfach nicht iund merke ohne Ansprache womöglich nicht, dass ich noch mehr loslassen müsste.
      Nächstes Mal werde ich besser drauf achten, falls wieder keiner etwas sagt.
      Es sollte aber hinsichtlich der Nebenwirkungen wie Schwindel etc. den Menschen deutlicher gemacht werden, dass sie damit rechnen müssen, im Laufe des Tages und den / einige danach nicht den üblichen Anforderungen gewachsen zu sein. Um so besser, wenn es weniger stark nebenwirkt, dann.

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