Wieder einige Schritt voran

Während der ersten Wochen haben wir Maxima auf Spaziergängen mit Halsband, Brustgeschirr und je einer Leinen-Befestigung doppelt gesichert, um sie nicht überraschend aus den Händen zu verlieren.
Inzwischen wissen wir, dass sie nicht herumstrampelt und aus dem Geschirr zu entschlüpfen droht, sondern uns in Schrecksituationen genug vertraut.

2021-08-10 b. LüchowSss MAXI mit nur noch einer Leine (1)

Auf den hier gezeigten Fotos von gestern habe ich eine flexible Leine von Bongo ausprobiert, bevorzuge aber eine 5m lange, bandförmige Laufleine, bei der man selbst mehr mitarbeiten muss, denn Hunde merken genau, ob man mit seiner Aufmerksamkeit bei ihnen ist. Bei Maxi ein Gefühl für die Gemeinsamkeit aufzubauen ist momentan eine der wichtigsten Aufgaben.

Mit nur noch einer Leine und deshalb auch weniger anhängendem Gewicht fühlt sich Maxi sichtlich befreit. Ob beim einfachen Dahinspazieren, beim Schnüffeln im Bewuchs an der Seite oder beim Buddeln nach Mäusen am Feldrand kann sie sich nun viel freier bewegen. Sie so unternehmungslustig und fröhlich durch den für ihre kurzen Beine hohen Bewuchs hüpfen zu sehen, ist pure Freude für mich.

Auf diesem Vormittagsspaziergang hat Maxi aber auch gleich noch einen besonderen Sprung getan, bzw. eine weitere Hürde bewältigt: sie hat nämlich endlich am Wegrand > das schreckliche Flatterband des Grauens gestellt, über das ich einige Tage zuvor berichtete. Sie hat es aufgesucht, beschnüffelt und damit mutig entmachtet! So geht das, nämlich:

Ob ihr die jagdeifrige Hüpferei auf den spannenden Spuren irgendwelcher Tiere am Feldrand so gut getan hat, dass sie gerade in der dazu notwendigen, unternehmungslustigen Stimmung war? Jedenfalls lief sie ohne Zögern auf das Flatterband zu, beschnüffelte es und liess es dann souverän links liegen.
Als wir heute früh daran vorbeikamen, hat sie es nicht einmal mehr beachtet.

Die Fotos sind vom Vormittagspaziergang am 10. August 2021 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

12 Gedanken zu “Wieder einige Schritt voran

    • Ja, es läuft immer besser. Gestern hatten wir eine erste Autofahrt seit dem Abholen, diesmal etwas weiter, knapp 50 km zum Impfzentrum hin und nochmal dasselbe zurück, und sie war eine gute Auto-Mitfahrerin, sogar beim Zwischendurch-Aussteigen mit meinem Mann hat sie die fremde Umgebung und einen kleinen Spaziergang dort offenbar gut gemeistert, während ich mir meine zweite Impfung abgeholt habe. Das war nicht unbedingt so zu erwarten, dass sie diesmal interessiert aus dem Autofenster guckt und sich dann hinlegt, bzw. zwischen fremden Autos und Leuten auf einem unbekannten Gelände einigermassen gelassen bleibt.
      Andererseits haben wir schon bei früheren Hunden festgestellt, dass sie oberhalb einer total übersichtlichen Reizschwelle viel mehr Reize ausblenden, als darauf zu reagieren.

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      • Das ist bei unserer Hündin ganz genau so zu beobachten. Sie ist sehr geräuschempfänglich, lauscht, schaut und reagiert auf jede noch so kleine Kleinigkeit, aber in der Großstadt ist es wie von dir beschrieben.
        Gerade muss ich an ein Erlebnis aus unserem ersten halben Jahr denken, nachdem wir Lopi damals mit ungefähr 4 Monaten bekommen haben. Am Ende der ersten 6 Monate fuhren wir in den Urlaub. Für sie alles kein Problem, vor Ort war sie nicht so ganz mit ihren Liegeplätzen zufrieden, aber sonst alles völlig unproblematisch. Dann fuhren wir nach 2 Wochen zurück und sie drehte schier durch vor Freude, als sie den Hausflur wieder erkannte. Sie bekam sich gar nicht mehr ein, raste durch die Wohnung, begrüßte die Katzen immer und immer wieder. Sie war beim Wegfahren offenbar davon ausgegangen, das es mal wieder in eine neue Unterkunft ging. Für sie gab es bis dahin in ihrem Leben nur dauernde Umzüge. Kein Zurückkommen in ein Zuhause. Das hat mich sehr berührt. Da merkt man, was für ein „Gesamtpaket“ man aus dem Tierschutz bekommt.

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        • Das war bei allen meinen Hunden (4x Tierschutz) so, dass man sie problemlos mitnehmen konnte, vielleicht weil sie froh waren, die Bezugsperson bei sich zu haben, wenn schon die Umgebung wechselt – ist ja auch ideal, aber weil Maxi sich in den Tagen weniger leichttat als die anderen, sich auf uns einzulassen, haben wir jedes Nachhausekommen belohnt, damit sie wenigstens schon mal die Annehmlichkeiten räumlicher Beständigkeit lernt, und sich dann sicherer fühlt für die Kontakte. Das hat gut funktioniert. Inzwischen freut sie sich unbandig, und fängt sogar langsam an, zu spielen. Viele Kontaktmittel fallen weg, wenn ein Hund erstmal alles fürchtet, was herumkullert oder geworfen wird. Aber es kommt.

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