Wieder die „Bienenwolf-Goldwespe“ Hedychrum rutilans

Nachdem es im vorigen Sommer hier im Garten wirklich viele Exemplare der „Bienenwolf“ genannten Grabwespenart Philanthus triangulum gab, scheint es logisch, dass mir in diesem Sommer viele Goldwespen der darauf spezialisierten Art Hedychrum rutilans begegnen, wie hier sogar gleich zwei auf einem Foto von Blütenständen einer Strand-Grasnelke Armeria maritima:

2021-06-25 LüchowSss Garten Sand-Strandnelken + Grabwepsen-Goldwespen (Hedychrum rutilans)

Goldwespenweibchen schmuggeln einzelne Eier in je eine Brutzelle der von ihnen parasitierten Arten. Später frisst die Goldwespenlarve zuerst die Wirtslarve, dann deren Vorräte, bevor sie sich dort verpuppt. Erwachsene Goldwespen leben von Nektar und Pollen, die sie in offenen, eher kleinen Blüten suchen, wie auf Grasnelken, Margeriten, Feinstrahl oder Schafgarben, wie auf dem nächsten Foto:

2021-06-26 LüchowSss Garten Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) + Bienenwolf-Goldwespe (Hedychrum rutilans)

Es gibt noch einige weitere Goldwespenarten, siehe > hier, und offenbar ist darunter noch manches vage. – Die Fotos sind vom 25. + 26. Juni 2021, aufgenommen am Rande von Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

13 Gedanken zu “Wieder die „Bienenwolf-Goldwespe“ Hedychrum rutilans

  1. Die Goldwespen sind wieder sehr hübsch. Was das „Parasitieren“ angeht, habe ich meine Probleme damit. Ich suche immer wieder nach Wegen, das anders zu deuten, sozusagen von einem höheren Standpunkt aus. Welches könnte der sein? Evtl. Reinheit, Schönheit, Beweglichkeit….

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    • Wir Menschen leben auf Kosten der gesamten Natur, da kann man einen kleinen tierischen Teilnehmer im Kreislauf schon mit milderen Augen betrachten, denn im Gegensatz zur menschlichen Übermacht begrenzt sich ein parasitisches System im Tierreich i.d.R. selbst, indem sich die Art nicht oder kaum fortpflanzen kann, wenn sie ihre Wirtsart zahlenmässig allzu stark beeinträchtigt hat. Der Mensch hingegen ist in seiner Gesamtheit masslos und durch den Willen der Individuen zu so einer Begrenzung seiner Grenzenlosigkeit nicht in der Lage.

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      • Wenn man das parasitäre Verhalten in der Tierwelt mit dem der Menschheit insgesamt vergleicht, ist jenes ja sehr klein und begrenzt, während wir auf Ganze gesehen, zu solcher Begrenzung unseres parasitären Verhaltens nicht in der Lage zu sein scheinen. Und wenn man die Nützlichkeit im Sinne des Schöpfungsganzen miteinander vergleicht, dann kommen wir Menschen ziemlich „schlecht weg“.

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    • In der Natur ist ja eigentlich alles ein wechselseitiger Austausch von Geben und Nehmen, insofern ist das Wort „Parasit“ vielleicht einfach nur zu negativ besetzt? Positiv gedeutet könnte man ja auch sagen, der Wirt ist bereit, sich bis zu einem gewissen Maß zu verschenken, um damit einem Ganzen zu dienen … .

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    • Die Begründungen und Motivationen eines jeden mögen verschieden sein, solange sie sich als Ergebnis in den Gemeinsamkeiten der Liebe und des Verständnisses für das empfindlich verflochtene Leben auf der Erde bündeln.

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      • Diese feinen Verflochtenheiten reichen aber über das Irdische hinaus, haben einen höheren (geistig-urgeistigen) Ursprung. Und den meinte ich eigentlich. Die „wissenschaftlichen“ Deutungen reichen mir dafür nicht aus. Allerdings gibt es da auch unterschiedliche Ansätze. Nur die sind „wissenschaftlich nicht anerkannt“.

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  2. Die Schafgarben-Blüte als Makro-Aufnahme ist wieder so wunderbar gelungen. Wie sich die Insekten in diesem „Blütenmeer“ wohlfühlen, kann man sich vielleicht vorstellen, obwohl die Insekten ja ihre „Welt“ ganz anders sehen als wir Menschen.

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