Orangefarben bepelzter Pinselkäfer auf den weissen Blüten des Schwarzer Holunders

Es ist eines der bisher auffälligsten Insekten im Garten: ein orangefarben bepelzter Pinselkäfer Trichius spec. auf den weissen Blüten des Schwarzer Holunders Sambucus nigra. Wie die Goldglänzenden Rosenkäfer gehören Pinselkäfer zu den Blatthornkäfer Scarabaeidae.

2021-06-07 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) + Pinselkäfer (Trichius spec.)

Es gibt drei verschiedene Arten, von denen ich hier keine speziell und sicher benennen kann, aber allgemein wachsen die Larven von Pinselkäfern im Holz weissfauler Laubbäume heran, während die Käfer Staubblätter und Pollen von Blüten verschiedener Pflanzenfamilien fressen.

2021-06-07 LüchowSss Garten Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) + Pinselkäfer (Trichius spec.)

Die gesamte Entwicklung von der Eiablage im Holz über die Entwicklungen der Larve bis zum fertigen Käfer dauert bis zu 2 Jahren. Die Larve vergräbt sich über den Winter in frostfreien Bodenschichten und verpuppt sich im Mai, nach ca. 3 Wochen schlüpft der fertige Käfer und hat eine Lebenserwartung von etwa 4-8 Wochen. – Die Fotos sind vom 7. Juni 2021, aufgenommen am Holunderstrauch im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

28 Kommentare zu „Orangefarben bepelzter Pinselkäfer auf den weissen Blüten des Schwarzer Holunders

    1. Eine markante Erscheinung, die man nicht vergisst. Es ist viele Jahre her, dass ich Pinselkäfer auf Urlaubsreisen in Spanien sah.
      Vielen Dank für die Wetterwünsche. Es ist jetzt schon heisser als gestern um diese Zeit (+29°C im Schatten), und ich gehe jetzt noch einmal kurz mit Bongo hinaus, bevor wir uns für die nächsten Stunden auf das schattige Drinnenbleiben beschränken.

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      1. Ich war heute morgen noch auf eine kleine Fototour ,wobei es keinen Sinn macht. Die Schweißtropfen laufen in die Augen , da fällt es nicht nur schwer zu fotografieren . Ich gehe häufig am Abend noch mal auf eine wunderschöne Bienenweide und bin erstaunt was mir da so alles vor die Linse kommt.

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        1. Da braucht’s ein Stirnband – Bandatragen für den Fotografen könnte doch auch ganz cool aussehen :-)
          In den heissen Stunden machen auch die meisten Insekten Mittagspause, weil die Blüten ihren Saftfluss und damit auch die Nektarproduktion reduzieren. Mit der Kamera gehe ich auch erst wieder gegen Abend herum.

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          1. Das war eine Tour von 8Uhr bis 9: 30 Uhr da war es dann schon zu heiß. Mich begleitet im Sommer immer mein Strohhut, der über die vielen Jahre schon deutliche Spuren trägt . Verziert mit der Feder eines Kranich, den kann ich nicht einfach durch solch ein Stirnband ala Boris Becker ersetzen . Ich glaube der würde mir das übel nehmen :-)

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              1. Einzig im Herbst wird gewechselt da trage ich ein Akubra, den ich mir vor vielen Jahren aus Australien mitgebracht habe . Auch dieser Hut trägt schon deutliche Spuren., der hat schon so einige Schlachten mit mir erlebt.

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  1. Den Pinselkäfer hatte ich vor drei oder vier Jahren. Damals klärte mich die NABU-Insekten-App darüber auf, dass er bevorzugt im milden Klima des deutschen Südwestens vorkommt. Mit den heißen Sommern weitet er anscheinend sein Revier aus… Ein hübsches Tierchen auf jeden Fall.

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    1. Wie oben erwähnt: es gibt drei Arten, die in Mitteleuropa und Deutschland sehr unterschiedlich verbreitet vorkommen. Weil sie noch dazu variabel in den Farben und Streifen sind, kann man Genaueres nur feststellen, wenn man sie näher untersucht. Weil ich das aber nicht tue, ist es ein Pinselkäfer von dreien, bei denen unter den Umständen der Klimaveränderungen nicht mehr so sicher ist, dass alle Angaben von vor einigen Jahren noch ganz genau so stimmen und zum Beispiel der Gebänderte Pinselkäfer Trichius fasciatus hier tatsächlich immer noch nicht vorkommen soll, während der Glattschieniger Pinselkäfer Trichius gallicus in allen Bundesländern (ausser Bayern) und hauptsächlich in der Norddeutschen Tiefebene vertreten ist. Kommt erschwerend hinzu, dass nur von einer Art ausdrücklich eine Vorliebe für Holunderblüten erwähnt wurde, den Südöstlicher Pinselkäfer Trichius sexualis, denn es hier aber angeblich noch nicht … augenverdreht

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      1. Ja, diese Käfer. Halten sich einfach nicht an die Konventionen… Irgendeiner muss ja der erste sein, der sich auf die Wanderschaft macht. Bei uns war es ziemlich sicher der gebänderte, der auch nur südwestlich von uns vorkommen sollte, ich hatte eine biologische Gesellschaft angeschrieben, die Leute hatten sich gewundert, aber nach dem Foto die Art bestätigt. Er saß übrigens auf einer wilden Schafgarbe, optisch den Holunderblüten also etwas ähnlich.

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        1. Ich finde es gut, dass sie einfach tun, was sie tun können. Insgesamt ist es an der Zeit, sich dem Zuwandern von Arten nicht länger so puristisch zu verschliessen, als würde man ignorieren können, dass neue Klimabedingungen auch eine angepasste Flora & Fauna brauchen, keinen Museumsgedanken.

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