3. Zimmerreise 05/2021: K wie Katzen

2021-04-10 Einladung f. Zimmerreise 05-2021 J+KZur > 5. Runde der Zimmerreisen mit den Buchstaben-Vorgaben J und K habe ich noch ein weiteres Mal den Buchstaben K für meine  3. Zimmerreise ausgesucht, und zwar heisst es diesmal „K wie Katzen“.

Auch wenn Bongo in Haus und Garten als einziges tierisches Familienmitglied lebt und wir uns als Hunde-Haushalt definieren würden, bedeutet das noch lange nicht, dass es bei uns keine Katzen im Haus gibt!
Auch als unbelebte Gegenstände beherrschen Katzen die ganz besondere, kätzische Fähigkeit, sich ihre Plätze auszusuchen und Räume zu erobern, und wie im richtigen Leben werden es womöglich immer mehr. Sie sind sogar zu fünft!

Auch wenn diese gegenständlichen Katzen sonst in verschiedenen Räumen residieren, sind sie auf den folgenden Bildern gemeinsam zu sehen, und in der Aufzählung darunter werden sie beschrieben:

Zunächst die vier Katzen von Bild 1, dann das einzelne von Bild 2:

  1. Bei Katze Nr. 1 handelt es sich um eine aus dem Stein geschnittene Figur am Rande einer Seifen- oder Ablageschale für kleine Dinge aus rosa marmoriertem und gesprenkeltem Stein: sie ist die älteste der fünf Katzen. In den 80er Jahren habe ich sie in München gekauft, bin nicht mehr sicher, wo genau, meine aber, es sei im Hilfe-durch-Handel-Laden in der Damenstiftstrasse gewesen.
  2.  
  3. Die mit Gelb, Blau, Türkis und Rot bemalte Holz-Katze Nr. 2 mit dem steil aufgerichteten Schwanz kam vor etwa zwanzig Jahren in Neusiedl am See zu mir. Über den Schwanz kann man seine von den Fingern gestreifte Ringe stecken, z.B. damit sie Händewaschen nicht versehentlich vom Abfluss verschluckt werden. Dafür darf sie auch immer einige tragen, die ich gerade nicht angesteckt habe.
  4.  
  5. Rechts davon sitzen die steinernen Katzengeschwister, beide etwa sieben Zentimeter hoch: Nr. 3 (links) besteht aus dem gelbbraun schimmernden Halbedelstein, den man als „Tigerauge“ kennt und Nr. 4 (rechts)wurde aus grün- und rotem Unakit gearbeitet, auch Epidot genannt. Sie gehören meinen bereits ausgezogenen Söhnen und sitzen sonst jeweils in deren Zimmern.
  6.  
  7. Katze Nr. 5 ist klein und grau, auf dem etwa achzig bis hundert Jahre alte Ölbild mit einer Küchenszene sitzt das Kätzchen, mit dem Rücken zum Betrachter gewandt, im Vordergrund der Szene in genau der niedlichen Haltung, in der ich, falls ich einmal Katzen zeichne, es selbst besonders gern so habe.

2021-05-24 Zimmerreise Küchenszene J. Förstl - kleine Katze AusschnittAuf dem Bild sieht man ein plauderndes Pärchen: einen Mann mit federgeschmücktem Hut, in Janker, Lederhosen, grüngemusterten Stutzen und mit einem leichten Rucksack auf den Rücken, der wie ein Besucher auf dem gemauerten, kalten Herd sitzt und während der Unterhaltung Pfeife raucht, während die junge Frau in einer Art Dirndlgewand dort offenbar daheim ist. Sie hat sich beim Heimkommen ihres flachen Hütchens, des blaugrünen Umschlagtuchs und der Pantoffeln entledigt und sie auf bzw. neben einem Schemel abgelegt. Dann und hat sie sich zur Beschäftigung eine Schale Gemüse oder Obst und ein kleines Messer zur Hand genommen, mit denen sie sich an die Wand gelehnt zum Gespräch mit dem Besucher niedergesetzt.
Das kleine graue Kätzchen leistet auf dem Bild dem sehr sittsam anbandelnden Pärchen Gesellschaft, als an deren Tun und Lassen nicht sehr interessiert wirkender Anstandswauwaumiau.

Im norddeutschen Wendland wirkt das alpenländische Thema ein bisschen fremd, mit den beiden Tracht tragenden Figuren in einer bäuerlichen Küche und einem Fenster, hinter dem Berge und ein blauer Gebirgssee angedeutet scheinen, aber bei dem in roter Schrift mit „Förstl J.“ signierten Bild handelt es sich wieder einmal um einen meiner Flohmarkfunde aus Österreich, die ich beim Umzug mitgebracht habe.
Mir hat die idyllische kleine Szene mit dem Heimatmuseums-Charme gefallen, auch wenn es eher eine Laienmalerei sein dürfte. Förstl J., oder wie man es hier herum umgekehrt mit dem Vornamenskürzel zurerst als „J. Förstl“ schreiben würde, lässt sich nicht als Künstler finden – macht aber nichts: das 40 x 50 cm kleine Bild hat seinen Platz im Flur, und jedes Mal, wenn ich aus meiner Zimmertür trete, stehe ich direkt davor.

Oft liegt Bongo auf dem Läufer unterhalb davon – er hat keine Probleme mit diesen Katzen, aber dass die anderen nicht durch die Haustür kommen, ist ihm auf alle Fälle lieber, die Erfahrung hat er schon gemacht, als wir einige Tage eine > Besuchskatze hatten. Selbst deren nur dezent neugieriges Verhalten im selben Raum hat ihn so genervt und nach Rückzugsmöglichkeiten suchen lassen, dass wir ihm die Gesellschaft einer richtigen Katze auf seine alten Tage nicht zumuten werden. Und „seinen“ Garten teilt Bongo sowieso mit keiner.

8 Gedanken zu “3. Zimmerreise 05/2021: K wie Katzen

  1. Eine illustre Sammlung und zum Glück Bongokonform :-) Die steinernen Katzen finde ich niedlich. Das Bild hat was! So eine Mischung aus ländlicher Genremalerei und Kinderbuchillustration. Gemütlich und ein bißchen Suchbild.

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  2. So eine Ringkatze hatte ich auch mal, und ich muss ganz dringend noch eine Katzen-Zimmerreise schreiben. Hoffentlich kriege ich das hin, denn hier sind diverse Katzenfigürchen aus sehr unterschiedlichen Phasen meines Lebens zugegen :)

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