2. Zimmerreise 05/2021: K wie Keramikvögel

2021-04-10 Einladung f. Zimmerreise 05-2021 J+KZur > 5. Runde der Zimmerreisen mit den Buchstaben-Vorgaben J und K habe ich diesmal den Buchstaben K für meine  2. Zimmerreise ausgesucht, und zwar K wie Keramikvögel.
Zwar ich schon einmal bei den Zimmerreisen 02/2021 beim E über meine kleine Entensammlung im Wohnzimmerschrank geschrieben habe > hier, aber dabei handelte es sich nur um die kleine, bevorzugte Sammlung von Enten aus Glas, Porzellan und Keramik, die einen Platz im Haus beanspruchen können.
Es gibt aber im Garten noch weitere Vögel aus Porzellan, glasierter und unglasierter Keramik, die dort draussen eine Aufgabe als „Stangensitzer“ erfüllen.
Als Stangensitzer eignen sie sich, weil sie ein kleines Loch auf der Unterseite haben, in das ein Ende von den üblichen Bambuspflanzstäben oder anderen Stäben hineinpassen, die ich im Garten zum Festbinden von Pflanzen verwende. Manchmal verkriechen sich auch Ohrwürmer, Spinnen oder Marienkäfer darin. Die meisten dieser Keramikvögel habe ich gezielt für den Garten auf Flohmärkten der Umgebung zusammengekauft, meistens aus einer Ramschkiste.

2021-05-14 LüchowSss Garten Keramikvogel -1x6

Erste Reihe der Bildtafel:
  • Die hellgelbglasierte kleine Ente mit orangefarbenem Schnabel, als erstes in der oberen Reihe der Bildtafel, ist als einziges schon seit mehreren Jahrzehnten mir, sie begleitete Anfang der 80er Jahre zu Ostern eine Pralinenschachtel, die ich geschenkt bekam, dann sass sie jahrelang in einem Setzkasten, und nun sitzt sie draussen an der frischen Luft und sorgt dafür, dass ich oder sonstwer den Stab nicht übersieht, doch dazu weiter unten.
  • Bei dem weissen Porzellan-Hühnchen handelt es sich um einen verwaisten Salzstreuer, dem nicht nur das schwarze Pfefferhuhn abhanden gekommen, sondern auch der Stöpselverschluss unter dem Bauch.
  • Den seltsamen graugrünen Vogel, der mich an einen Marabu oder einen Schuhschnabel erinnert, hat sich mal eines der Kinder ausgesucht, weil er so schön in der Hand lag. Ich habe nie herausgefunden, für welchen Zweck er gedacht war, denn weil die Füsse seltsam geformt sind, kann er nicht von selbst stehen, sondern fällt um, aber zum Aufstecken ist es ideal, und ich mag die geschwungenen Formen und die gesprenkelte Glasur.
  • Zweite Reihe der Bildtafel:
  • Das fast lebensgrosse Huhn, als erstes Bild von links in der zweiten Reihe der Bildtafel zu sehen, ist der einzige der Vögel, der am Boden sitzt. Aus rotem Ton gebrannt wie ein Blumentopf fiel es mir vor ein paar Jahren auf einem Flohmarkttisch ins Auge. Es wechselt häufig seinen Platz, um es den Gartenameisen nicht zu gemütlich zu machen, die sich im Schutz seines Standfusses ansiedeln. Gemein, ich weiss.
  • Der blasse Vogel rechts daneben sass früher einmal am Rande einer Vogeltränke, bis sein Haltefüsschen abbrach, weil jemand rückwärts gehend in die Tränke hineingetreten ist – Schwund. Aber der Vogel ist noch brauchbar.
  • Der letzte Vogel ist etwa so gross wie eine Amsel. Wegen seines blauen Kopfes habe ihn heute schon in einem anderen Beitrag > hier gezeigt und kam dadurch überhaupt erst auf die Idee zu diesem Thema. Auch er kam auf Kinderwunsch vom Flohmarkt mit nachhause, damals noch das alte „Oma-und-Opa-Haus“, in dem wir einige Jahre die Sommerferien verbrachten, bevor wir vollständig nach Lüchow zogen und es durch das neue Haus ersetzten. Dort stand er neben anderen Tierchen der Kinder auf der Fensterbank in der Küche und ist deshalb von all den Vögeln trotz seiner zweifelhaften Schönheit der mit den meisten anhängenden Emotionen.
  • Und wozu?

    Wie oben angedeutet, gibt es praktische Gründe für meine Keramikvogel-Stangensitzer, die auch von einigen kleinen Blumenvasen ergänzt werden, die ich umgekehrt auf den Stäben platziert habe:
    1. bekamen wir vor einigen Jahren Besuch von jemandem mit einem einseitig blinden, aber temperamentvollen Hund, bei dem die Gefahr bestand, im Eifer des Spiels irgendwo hineinzurennen, und so markierte ich zuerst die beonders gefährlichen, niedrigen Stäbe.
    2. Nach der Abreise fand ich die Massnahme aber insgesamt sinnvoll, denn damals rannte Bongo noch eifrig zum Zaun, wenn jemand Interessantes vorbeikam, und preschte dabei gnadenlos über alles hinweg. Das hat so manchen jungen Baum oder Strauch entscheidende Zweige gekostet. Mit der farbigen oder hellen Keramik markiert, nahm er sie jedoch wahr und machte einen Bogen.
    3. entdeckte ich, wie praktisch es ist, sich auf diese Weise für neugepflanzte Stauden und Gehölze eine Gedächtnisstütze zu schaffen, denn die brauchen in den heissen und trockenen Monaten Extra-Wasser, während die eingewachsenen Pflanzen weniger reichlich versorgt werden müssen. Mit so eine Keramik auf dem Stützstab „winkt“ so ein magerer Neuling beim Gartenrundgang und wird nicht übersehen.

    5 Gedanken zu “2. Zimmerreise 05/2021: K wie Keramikvögel

    1. Finde ich einen gute Idee – die Keramikvogel-Stangensitzer. Mir gefällt auch das Wort Keramikvogel-Stangensitzer 😃
      Ich werd jetzt alles, was ich im Haus nicht (mehr) haben will, auf Stangen im Garten Pflanzen.

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