Die Purpurschlehe blüht

Schon vor Jahren habe ich zwei Purpurschlehen Prunus spinosa ‚Purpurea‘ an den feldseitigen Gartenrand gepflanzt. Sie hatten einen sehr langsamen Start, bei einer der beiden liess ich sogar wegen ihres mickrigen Daseins der emporwachsenden Kreten-Unterlage alle Freiheiten, aber in diesem Jahr bin ich mit der Entwicklung beider zufrieden, sie sehen endlich aus wie kleine Sträucher und blühen auch sehr schön:

Im Gegensatz zur Wilddart hat die Purpurschlehe im Austrieb bronzefarben bis purpurrotes Blattwerk, ähnlich den Blutpflaumen, das sich anschliessend langsam grün färbt. Die Blüten sind weiss bis rosa, wobei der Rosaschimmer bei meinen Sträuchern nur gering ist, aber die Stängel und Hüllblätter der Knospen haben eine hübsche, rote Farbe.

Wäre es derzeit weniger kalt, hätten die Schlehen sicherlich mehr Insektenbesuch, aber ich entdeckte immerhin eine graue Sandbiene, die sich auch fotografieren liess, siehe Bild 2, während es sich bei dem Hautflügler auf Bild 4 um eine Echte Blattwespe handelt, vielleicht um die Pflaumensägewespe Hoplocampa fulvicornis.
Die ersten beiden Fotos sind vom 20. u. 21. April, die Bilder 3 u. 4 sind vom 25. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Die kleinen Bilder bitte zum Vergrössern anklicken.

12 Gedanken zu “Die Purpurschlehe blüht

  1. Was für eine vielfältige Blütenpracht über die du mich immer wieder Staunen läßt. Du beschreibst immer wieder die niedrigen Temperaturen, dennoch zeigt sich dein Garten in voller Blüte. Du hast schon vor einigen Tagen über die blühende Felsenbirne geschrieben , die bei mir jetzt erst langsam erste Blüten zeigt. Trotz der etwas höheren Grade sind wir bei uns etwas später dran.
    Nun habe ich noch eine Frage , mit etwas Verwunderung habe ich festgestellt das sich in einem Insektenhotel , welches ich mit Röhren aus Natursträucher gefüllt habe, einige Wespen eingenistet haben. Erste Frage, ist sowas normal , denn eigentlich bauen die doch Nester aus Waben . Zweite Frage , es scheint eine Lehmwespe zu sein, gibt es da unterschiedliche Arten. Diese Art entspricht allen Merkmalen der Abbildungen die ich habe, bis auf ein kleinen Unterschied die Zeichnung im oberen Rückenteil ist anders. Die in den Bücher haben mit etwas Fantersie ein langen U Bogen im unteren Bereich. Meine Zeichnung ist anders wobei die oberen beiden Punkte identisch sind. Es wäre nett wenn du mir bei der Bestimmung helfen könntest weil ich trotz suchen keine anderen Arten gefunden habe.
    Liebe Grüße Werner .
    PS vielen Dank das du mich in deinen Beiträgen erwähnst

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    • Danke Werner! Zum p.s. zuerst: sehr gerne!

      Dass im Garten trotz Frost vieles blüht, mag daran liegen, dass ich viele Wildpflanzen und der Wildform nahestehende Frucht-Gehölze im Garten habe – Blut- bzw. Kirschpflaumen und weitere Wildpflaumen – die stets vor den „richtigen“ Obstbäumen zu blühen beginnen.Die Zwetschgenbäume (Bühler) hingegen blühen erst seit vorgestern langsam auf, ebenso die etwas günstiger stehenden Birnen, die Äpfel schlafen noch alle in den fest geschlossenen rosa Knospen und der ebenfalls relativ geschützt stehende alte Kirschbaum hat vorige Woche angefangen.

      Mit deiner Beobachtung von Wespen im Insektenhotel würde ich grundsätzlich blind deiner Vermutung zustimmen, dass es sich um Lehmwespen handeln kann, denn einige Arten nutzen gern bereits bestehende Hohlräume, auch Schilfrohr und weitere hohle Stängel im Insektenhotel.
      Es gibt aber auch Wespenarten, die Nestverschlüsse von Wildbienen nur aufstechen, um ihre Eier darin abzulegen, so dass die Brut des Wirts den schlüpfenden Larven zur Nahrung dient.

      Besonders häufig kehrt an Insektenhotels die Mauer-Lehmwespe ein:

      https://www.aktion-wespenschutz.de/Bildergalerie/Steckbriefe/Mauer-Lehmwespe/Mauer-Lehmwespe.htm

      oder ist hierbei vielleicht etwas Passendes zu sehen?

      https://naturfotografen-forum.de/o788163-1%20Jahr%20Insektenhotel

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  2. Genau diese Art von Wesp ist es . Nun das die von mir fotografierte Wespe eine etwas andere Zeichung im Abschluss das unteren Segmentes hat. Auf dem Foto die du mir geschickt hast, ist mit viel Fantasie ein langgezogene U zu erkennen . Meine Wespe ist völlig identisch, nur diese Zeichnung ist anders. Die beiden Punkte im nächsten Segment trägt die von mir fotografierte Wespe genau so . Daher war meine Frage, ob es da noch Unterarten gibt die andere Zeichnungen tragen aber sonst gleich sind.
    Diese Wespen, es sind mehrere, haben sich nicht zu den Mauerbienen gesellt, sie sind in ein Bereich eingezogen den ich mit Holunder und Brombeerröhren verfüllt habe, der von den Mauerbienen noch ignoriert wird.
    Vielen Dank für deine Antwort und die Links . Ich versuche mich so gut es geht durch die Thematik Wildbienen zu ackern . Manchmal stoße ich dann an Grenzen und muß Leute fragen die mehr Ahnung haben. Leider fällt unser NABU Stammtisch wegen der Corona Pandemie aus , das wäre sonst für mich auch noch eine Möglichkeit wo ich fragen könnte.
    LG Werner

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    • Ja, so geht das oft, dass man bei einer gröberen Bestimmung hängenbleibt, aber andererseits bist du doch mit der Zuordnung schon näher dran, wenn du weisst, dass es sich nicht um Zufall handelt, sondern eine weitere Art interessiert ist an deinen Angeboten.

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          • Ich habe durch dich und Almuth bezüglich meiner Bepflanzug sehr viel gelernt. Das waren nicht unbedingt direkte Anfragen, sondern viel mehr Infos aus deinen Beiträgen. Ich weiß noch, dass es der Ehrenpreis war, der mein erster Eintrag in meinem Notizbuch war. Du hattest ihn mal als bienenfreundlich in einem Beitrag erwähnt. Ich wußte nicht mal was das für eine Pflanze war, weiter Infos gab mir Googl zu dieser Pflanze. So hast du mir die
            unbewusst bei meiner Gartenungestalltung geholfen . Ähnlich ist es bei Almuth gelaufen. Stück für Stück ist so ein bienenfreundlicher Garten entstanden.

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  3. Du gibst das Stichwort: ich stand heute an den Schlehen, aber ich sah fast nur Bienen und ein paar Hummeln. Sogar ein Pfauenauge (mein drittes dieses Frühjahr, wow!), aber so gut wie keine Wildbienen. Sind die alle so spät dran? Immerhin sah ich im Gundermann (diesmal im Garten!) eine dunkle Frühlingspelzbiene. Aber sonst war in den Obstblüten kaum was „wildes“ auszumachen.

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    • Bei uns sind umgekehrt gestern plötzlich Honigbienen „eingefallen“ wo vorher keine einzige war. Erklärung: ein Imker hat gestern in ca. 800 m Entfernung Bienenkästen zwischen zwei Rapsfeldern aufgestellt. Anscheinend mögen sie aber meine Gundermänner, Wildobst- und Obstblüten lieber und fliegen hierher.
      Mir scheint das andererseits bei den Wildinsekten, als wären sie nicht solche Blitzmerker.

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      • Kann man mal sehen, daß sie Raps nicht wirklich bevorzugen. Schade, daß man sie nicht fragt ;-) Tja, ich warte immer noch. Man sichtet ja durchaus Sandbienen, aber an den Schlehen ist außer den üblichen Verdächtigen, Hummeln und Bienen, nix los.

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