Kirschbäume und -bäumchen

Den Kirschbäumen und -bäumchen im Garten sind diese Galerie und der erklärende Text gewidmet. Das ist notwendig, weil ich nicht von allen weiss, mit wem ich es zu tun habe. Bei den ersten drei Fotos ist es noch einfach:

  • Die Blüten vom Bild 1 gehören zu einer der Filzkirschen Prunus tomentosa, die ich voriges Jahr gekauft und gepflanzt habe, weil die aus Asien stammenden Filzkirschen klein bleiben sollen, also eher als blühende Sträucher bilden, sonnige Standorte mögen, die sogar sandig sein dürfen, sehr winterhart und bei Bienen sehr beliebt – was ich bisher leider wegen anhaltender Kälte nicht beobachten konnte, obwohl sie schon wochenlang blühen. Asserdem sind die kleinen Früchte natürlich essbar – wenn nicht von uns, dann von den Vögeln.
  • Die Knospen auf Bild 2 kann ich auch mit Sicherheit benennen, den langsam wachsenden Steinweichsel- bzw. Felsenkirschbaum Prunus mahaleb habe ich schon vor beinahe zehn Jahren vor unsere Terrasse gepflanzt, wo er immer sehr schon blüht und mit vielen kleinen, säuerlich-bitteren, dunkelroten Kirschen unter reichlich dunkelgrünem Laub fruchtet – auch dessen Blüten, wenn sie sich mal öffnen, sind bei Insekten sehr beliebt; die kleinen Kirschen sind vielleicht nicht jedermans Geschmack, aber die Amseln und ich und sogar einer meiner Söhne mögen sie sehr.
  • Auf Bild 3 sieht man sich öffnende Süsskirschblüten (gestern die ersten), und zwar von dem alten ca. 60jährigen Baum der Sorte ‚Schneiders Späte Knorpelkirsche‘ Prunus avium subsp. duracina, den schon meine Eltern gepflanzt haben. Ich hoffe sehr, dass die Blüten dieses Jahr nicht abfrieren – da ist er leider empfindlich.
    Von ihm gibt es in gewisser Weise auch Sprösslinge, aber weil sie aus dem Boden kommen, ist es ungewiss, ob es sich dabei ebenfalls um kleine Schneiderkirschen handelt, ob die Wurzelschösslinge der Unterlage einfache Vogelkirschen Prunus avium sind, oder etwas anderes.
  • Auf den Bildern 4 und 5 ist ein- und derselbe Vertreter dieser Wurzelschösslinge zu sehen: zwar erscheinen diese im Wurzelbereich der Schneiderkirsche, weil wahrscheinlich die weit reichenden Wurzeln des alten Kirschbaums beim Hausbau verletzt wurden. Der Mutterbaum, ‚Schneiders Späte Knorpelkirsche‘ Prunus avium subsp. duracina hat auch weniger stark gezahnte Blätter als die im Frühjahr 2019 abgenommenen Wurzelschösslinge. Es ist ausserdem wirklich langwierig, bis sie endlich eigenständig gedeihen und nicht nur überdauern.
  • Bild 6: Ähnlich, aber nicht ganz gleich sieht nämlich auch ein weiteres Bäumchen aus meinem Kirsch-Kindergarten aus, von dem ich leider vergessen habe, ob es sich um einen Sauerkirschenabkömmling aus der Feldmark handelt oder um den Wurzelschössling der Unterlage einer Nelkenkirsche in der Nachbarschaft, den ich vor ca. 2 oder 3 Jahren vor dort aus Neugier vor dem ersten Rasenmähen gerettet habe – ich muss also warten. Das kommt davon, wenn man nur schnell eingräbt, angiesst und nicht ordentliche Schildchen dazu gibt.
  • Auf Bild 7 ist kein Wurzelschössling, sondern ein Sämling im Topf zu sehen, den ich erst vorgestern endeckt habe, wie er aus dem Wurzebereich der Sternmagnolie hervorkam, wo er natürlich nicht bleiben konnte. Durch die gesägten und rötlich überlaufenen Blätter bin ich mir sicher, es ebenfalls mit einer Kirsche zu tun zu haben, nur ist fraglich, mit welcher. Es steht kein Kirschbaum in der Nähe. Die Magnolie habe ich im Herbst 2019 in der Baumschule gekauft – sie kann den Kern auch mitgebracht haben. Auffallend war die ca. 25 cm lange Pfahlwurzel, die ich nach dem Wässern des Bodens als Ganzes herausziehen konnte. Sicherheitshalber ziehe ich die Kleine im Topf heran.
  • Zuletzt habe ich auf den Bildern 8 und 9 denselben Sämling, bei dem es sich auch um eine Kirsche handelt: das kleine Ding kam voriges Jahr aus einem Blumenkasten hervor, in den ich im Sommer 2019 auf gut Glück einige Kerne einer fantastischen Süsskirsche gesteckt hatte, die laut Schild in der Obst- und Gemüseabteilung aus Frankreich stammte. Diese Blätter sehen auf jeden Fall vollkommen anders aus als all die anderen Jungkirschen: es bleibt spannend! Sie ist seit dem vorigen Sommer um Dreiviertel gewachsen und hat nun den zweiten, grösseren Topf bekommen, damit sie mindestens noch dieses Jahr die Wassergaben auch wirklich für sich behalten kann und nicht versehentlich umgerannt wird.
  • Das war jetzt vielleicht nicht für jeden so interessant wie für mich, aber wie schönn öfters erwähnt, benutze ich meinen Blog auch gern für mich selbst als Gartentagebuch, um bestimmte Entwicklungen zu vergleichen.
    Die Fotos sind vom 14.-18. April 2021, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

    8 Gedanken zu “Kirschbäume und -bäumchen

    1. Das ist wirklich eine Wissenschaft für sich würde ich sagen. Ich hab ja schon Probleme mit den vielen ähnlich erscheinenden Blüten, aber die Blätter finde ich nicht weniger herausfordernd! Botanik ist nicht so meins glaube ich ;-) Da bin ich nicht sonderlich „guckig“. Ich finde deine Vielfalt toll (der geheime Kirschgarten :-) und die Blüten der Filzkirsche sind besonders schön! Es bleibt wirklich spannend.

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