Mehr rotes Holz mit grünen Knospen

Den ersten Strauch vom Sibirischen bzw. Rotholz-Hartriegel Cornus alba ‚Sibirica‘ habe ich schon vor zehn Jahren in den Garten gepflanzt, der ist auf den Bildern 1 und 2 zu sehen. Schon häufiger schrieb ich davon, wie beliebt er vor allem bei den Spatzen ist, deshalb habe ich dort auch eine Futterstelle eingerichtet. Wenn sich am leuchtend roten Holz deutlich und aus der Ferne schon sichtbar die grünen Knospen zeigen, finde ich den Strauch ganz besonders schön, auch wenn sich heute früh herausgestellt hat, dass er bei Sonnenlicht schlecht zu fotografieren ist: die glatten Zweige reflektieren offenbar das Licht, aber ich lass‘ das jetzt so: klickt man das kleine Bild zum Vergrössern an, wird es klarer. Nebenbei werden auch die Spatzen niedlicher, denn der eine trägt Hälmchen im Schnabel: der Nestbau ist im Gange.

Auch kann man, wenn man weiss, wonach man sucht, die silbergrau vertrockneten Reste der über 2m im Strauch emporgewachsenen vorjährigen Wegwarte erkennen: ihre Samen sind vielleicht auch einer der Gründe für die Beliebtheit des Rotholz-Hartriegels bei den Spatzen, besser zu sehen auf > Fotos vom letzten November.
Weil ich den Strauch zu jeder Jahreszeit attraktiv finde, dürfen es gerne mehr dieser Art werden im Garten, und die kann man entweder durch Käufe in der Baumschule bekommen – habe ich vorigen März auch getan – oder durch Vermehrung im eigenen Garten, was mehr Glückssache ist, als einfach eine im Topf vorgezogene Pflanze in den Boden zu setzen, aber da man die Hartriegel mit den roten oder gelben Zweigen ohnehin immer wieder zurückschneiden soll, um die Farbigkeit zu erhalten, bekommt man reichlich Abschnitte zum Experimentieren.

Das 3. Foto, also das erste Bild in der Dreiergruppe, zeigt, dass der im Dezember geschnittene Steckling im Boden Wurzeln bekommen hat, das 4. Foto denselben Erfolg in einem Eimer mit Wasser, und beide Stecklinge warten nur darauf, dass ich ihnen einen Platz im Gartenboden gebe. Auf dem 5. und letzten Bild ist ein Jungstrauch zu sehen, den ich im Herbst 2019 auf 2020 als zum Boden heruntergebogenen und darin bewurzelten Zweig von der Mutterpflanze, dem grossen Strauch s.o., abgetrennt habe. Das passiert auch von allein, aber ich könnte nicht sagen, dass dieser abgetrennte, neue Jungstrauch deswegen einen schnellen Start gehabt hätte, daher bin ich sehr gespannt, wie sich meine jüngsten Stecklinge entwickeln werden.

Ausserdem heisst es Daumendrücken, damit nicht wieder die Blütenknospen abfrieren, wie es leider im Frühling des vorigen Jahres geschah; der Hartriegel entwickelt dann keine oder kaum noch Nachblüten, deshalb auch später keine der hübschen hellblauen Beerenfrüchte. Leider kam es bisher nur selten dazu, die Blüten sind empfindlicher als der Strauch selbst, der andererseits immer sehr früh am Start ist, wenn es um das Austreiben im Frühling geht. Das Schönste am Rotholz- oder Purpur-Hartriegel sind aber sowieso die Zweige, deshalb ist es nicht so schlimm.

Die Fotos sind zwischen dem 28.-30. März 2021 im Garten entstanden, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

4 Gedanken zu “Mehr rotes Holz mit grünen Knospen

    • Danke, Christian, das beruhigt mich, dass ich mir das nicht bloss eingebildet habe. Bei trübem Wetter im Winter ist das rote Zweigwerk eine Wohltat. Einen gelben habe ich auch noch, bloss noch etwas mickerig.

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  1. Aha, Rotholz-Hartriegel hießen die Büsche. Ich kenne eine Stelle hier in der Gegend, da wachsen ganz viele mehr oder weniger wild. Oder gibt es da eine ähnliche Pflanze, mit der ich sie verwechselt haben könnte?

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    • Glaube ich nicht,, dass die einen Doppelgänger haben, das Rot ist zu markant. Und sie vermehren sich tatsächlich leicht, wo sie so viel Feuchtigkeit im Boden bekommen, dass sie schnell wachsen, mit weichen und durchhhängenden Zweigen. die können bei Bodenkontakt wurzeln, und schon gibt es einen neuen Strauch.

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