Der Fenchel Anfang März

Den grossen Fenchel Foeniculum vulgare im Garten, dessen hohe Stängel mit vielen Samenständen den ganzen Winter über nahe der schützenden Hauswand stehengeblieben ist, habe ich vor ein paar Tagen geschnitten, denn untenherum, aus dem Boden heraus, plant er schon längst wieder seine neuen Austrieb:

2021-03-03 LüchowSss Garten vormittags Fenchel (Foeniculum vulgare)

Diese Fenchelpflanze ist die grösste der beiden Fenchelsämlinge, die ich im Spät-Herbst 2017 am Feldrand gefunden und mitgenommen habe, wo sie durch ausgeliehenes Ackergerät oder in anderem Saatgut hingeraten sind. Der Wärme liebende Gemüsefenchel wird bei uns nicht angebaut und Wilden Fenchel gibt auch nicht.
Dass sich diese Staude an ihrem geschützten Standort dermassen wohlfühlt, dass sie nun schon, die ersten Sämlingswochen von 2017 nicht mitgerechnet, in ihre viertes Jahr geht, und aus dem nicht einmal fingerlangen Sämling eine so starke Pflanze wird, hätte ich nicht gedacht, vergleiche > 12. August 2020 und 7. September 2020:

Der Blog enthält unter dem > Stichwort bzw. Tag: Fenchel eine Menge Fotos von verschiedenen Feldwespen, die seine Doldenblüten ganz besonders schätzen, oder von jenen, die Insekten lecker finden, die von den Fenchelsäften leben, wie Marienkäfer auf Blattlausjagd und Hornissen auf Wespenjagd, ausserdem Meisen und Zilpzalp, ebenfalls auf Insektenjagd. Nur die Samen, die ich nicht für den eigenen Teebedarf erntete, blieben über den Winter stehen: kein Vogel zeigte sich daran interessiert. Nun bin ich natürlich auf das Fencheljahr 2021 sehr gespannt!

Das aktuelle Foto ist vom 3. März 2021, die beiden kleinen Vergleichsfotos darunter sind vom Spätsommer 2020, alle drei aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

11 Kommentare zu „Der Fenchel Anfang März

  1. Dein Fenchel ist riesig! Unser Teefenchel ist drei Jahre alt und wird vielleicht einen Meter hoch. In den letzten Tagen habe ich schon erstes Grün für die Küche geerntet. Besonders beliebt ist die Pflanze bei Streifenwanzen und im Haus bei unseren Meeris. Betti und Pirat entwickeln jedes Jahr Heißhunger darauf 🤭

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    1. Streifenwanzen lieben den, ja! Ich esse die frischen Blätter aber auch wahnsinnig gerne, frisch im Vorübergehen und als Gewürzkraut an Nudelsalat, Kartoffelsalat, eigentlich dauernd – vielleicht bin ich auch ein Meerschweinchen im Herzen. Uiiiik-uik-uik😊

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      1. Audrey III ? Der kleine Horrorladen ;-) Ist jedenfalls toll. Wahrscheinlich ist es pure Dankbarkeit, daß sie so einen schönen Platz bekommen hat :-) Oder sie hält sich für eine Kandelaber-Königskerze :-)

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  2. Ich bin immer wieder erstaunt, über den Pflanzenreichtum in deinem Garten . Ich verfolge ja nun schon einige Zeit aus eigenen Gründen, was in deinem Garten wächst und was du darüber schreibst. Es ist eine erstaunlich und abwechslungsreiche Vielfalt in deinem Garten zu beobachten .

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    1. Danke, Werner! Durch die ungeschützte Orts- bzw. Feldrandlage musste ich schon oft Pflanzen umsetzen, denen es im Winter zu rauh war, selbst in den vergangenen drei sehr moderaten Wintern, darum bin ich um so erstaunter, dass der Fenchel sich in der Lage mit Morgen- und Mittagssonne, aber nah beim Haus, besser entwickelt hat, als einer, der auf der noch sonnigeren Südseite, die aber – ausser in unmittelbarer Hausnähe – jeden Wind abbekommt. Vielleicht hilft dir das bei der Entscheidungsfindung, falls du dich auf so ein strubbeliges Fenchelexperiment einlassen magst.

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  3. Was ich auch pflanzen werde , ich freue mich riesig darauf meine prall gefüllten Notizen abzuarbeiten . Noch muß es ein paar Tage warten ,bis ich die Schmerzklinik verlassen werrde. Ich werde es auch sicherlich nicht alles selbst einpflanzen können, aber Einkaufen kann ich es😁. Ich habe da auch noch eine Frage, kann man die wilde Karde auch in ein großes Gefäß pflanzen. Ich würde sie ja auch gerne ins Freiland pflanzen, habe dort wo sie hin soll aber keinen geeigneten Platz dafür. Es wird dazu so viel unterschiedlich geschrieben , dass ich in dieser Frage etwas verunsichert bin.

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    1. Karden haben lange, rübenartige Wurzeln, die tief in hinunter wollen, insofern ist ein Topf auf Dauer kaum ideal, da müsste es schon ein richtig grosser sein, damit sie nicht kümmerlich bleibt. Bei mir im sandhaltigen Boden bleibt sie ohnehin unauffällig klein, deshalb weiss ich nicht, ob sie sich bei dir wirklich so grossmächtig breit und hoch entwickeln würde, dass man es auch ausgepflanzt nicht versuchen kann und schaut, wie gross sie an diesem Platz tatsächlich wird. Sie ist ja sowieso nur zweijährig.

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