Im Januar, mit Gelb-Skabiosen

Eigentlich sieht der Garten ganz normal aus für die Jahreszeit, braun und grün. Neujahrschnee haben wir schon seit vielen Jahren nur selten, Frost gelegentlich, tag- und nachtweise meistens. Für die neugepflanzten, jungen Sträucher und Bäume ist das wahrscheinlich gut so. Die Witterung ist feucht, der Boden auch, und unter dem schützenden Bogen, denen ich mit Reisig und Pflanzenstängeln als wärmenden Wind- und Wetterschutz angelegt habe, sind sie vor extremen Wetterwechseln geschützt.

Spuren darin weisen darauf hin, dass mindestens ein Igel gern darin schlummert oder wühlt, wintergegeschlafen wird wohl bei diesem Wetter nicht so richtig. Unter den niederliegenden Stängelmatten vom Labkraut und an anderen ähnlichen Stellen scheint sich Nahrung zu finden. Auf dem Foto von der Bruchweide Salix fragilis, die einmal eine Kopfweide werden soll, ist links von ihr auch ein dunkler Einschlupf zu sehen. Ob ich die Zweige der Weide in diesem Jahr entferne, oder ein- oder zwei Jahre aussetze, überlege ich noch bis Ende Januar, bevor sie wieder „aufwacht“.

Unermüdlich wach sind die Gelb-Skabiosen Scabiosa ochroleuca. Einige der Pflanzen auf einer Wieseninsel im Windschatten zwischen Gebäuden und Gehölzen blühen nach wie vor, in diesen lichtarmen Tagen sehen die Blüten nur grünlicher aus, statt gelblich-elfenbeinweiss. Wer sie um diese Zeit besuchen mag – ich weiss es nicht, heute sah ich nach Frost vormittags nur ein paar Mücken fliegen. – Die vier Fotos sind vom späten Vormittag des 2. Januar 2021 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder anklicken.

17 Gedanken zu “Im Januar, mit Gelb-Skabiosen

  1. Dafür, dass der Stamm der Weide noch so dünn ist, sind die Zweige aber schon recht üppig. Nachdem mir im vergangenen Jahr bei Sturm ein paar zu sehr ausgewachsene Weidenäste abgebrochen sind (in Asturien), würde ich vielleicht doch zu einem frühen Schnitt raten …

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    • Ja, das ist ein guter Einwand, denn bisher habe ich sie jährlich herruntergeschnitten, weil ich an dem Steckling noch nicht genug Wurzeln vermutet habe. Die Krone besteht aus in einem Jahr herangewachsenen, teils 2m langen Reisern, das ist schon ein hohes Gewicht.

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  2. Die blüht bei dir wohl auch das ganze Jahr durch? Erstaunlich. Ich wollte es ja kürzlich kaum glauben, mit dem blühenden Rainfarn, aber vorhin sah ich wirklich ein paar Büsche, die frische Blüten hatten. Ob die von den Fliegen besucht werden oder verschenkt die Natur hier einfach was?

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