Die ‚Apophysische Spinx‘ zu Neujahr 2021 – und vielleicht ein kleines Blogprojekt?

Ein gutes neues Jahr allen!
Seit ein paar Jahren verwende ich Silvester / Neujahr gern das gute alte Fraktal-Programm Apophysis statt Bleigiessen und auch unterm Jahr phantasiere ich gern über die willkürlichen, nichtgegenständlichen, aber traumhaft assoziativen Ergebnisse der ‚Apophysischen Sphinx‘. Hier ist mein Neujahrsbild 2021:

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Mir erzählt es von der Vorstellungsgabe, die reisen kann, ohne den Ort zu verlassen, an dem man sich befindet – wahrscheinlich auch, weil das literarische Genre der „Zimmerreisen“ um Weihnachten herum in unserer kleinen, regionalen Tageszeitung als Mittel gegen die Lockdown-Langeweile erwähnt wurde, einen ausfühlicheren Artikel fand ich auf der Webseite vom Redaktionsnetzwerk Deutschland, > hier zu lesen.

Für mich ist nur das Etikett neu, selten blogge ich anders als aus einem kleinen Aktionsradius wie dem eigenen Garten oder von immer gleichen Hundespaziergängen; auch meine Begleittexte zu Zeichnungen von Gegenständen > hier könnten in diese Kategorie fallen, wie überhaupt etliche Menschen, die private Blogs verfassen, im Grunde bereits erfahrene „Zimmerreisende“ sind.

Bisher haben nur Almuth ‚Pflanzwas‘ und ich angedacht, in diesem gerade begonnenen Jahr vielleicht aus dieser Thematik der Aufmerksamkeit auf Kleinigkeiten in der nächsten Umgebung ein kleines Blogprojekt zu machen, in Wort und Bild, oder auch ohne Bild, vielleicht einmal im Monat. Hätte jemand Lust darauf?

52 Gedanken zu “Die ‚Apophysische Spinx‘ zu Neujahr 2021 – und vielleicht ein kleines Blogprojekt?

  1. Ich kannte den Ausdruck der Zimmerreisen noch nicht, fand ihn aber gleich sehr ansprechend. Genau wie du es beschreibst, reisen wir schon oft durch den Garten oder über den Balkon und manches Mal auch durch die Wohnung. Eine gute Idee auch, nur mit einem Bild auf die Reise zu gehen. Ich denke, daß regt zu vielen Ideen an! Dein „Orakelbild“ ist interessant geworden. Ich sehe rosige Zeiten neben einem schwarzen Loch, aber vielleicht ist es auch die Sonnenkorona :-)

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    • Mir gefällt auch, was du aus dem Bild liest :-)
      Man „reist“ auf diese Weise wohl viel öfter, als man es so bezeichnen würde. Manchem ist es eine liebgewordene Gewohnheit, seinen Assoziationen nachzuspüren, anderen vielleicht nicht, solche Unterschiede erlebe ich oft auf dem heimischen Sofa.

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      • Ich bin ganz besonders darauf gespannt, wie das neue Sandarium angenommen wird . Derweilen wälzen ich viele Büches und lese mich etwas in die Welt der Pflanzen ein, die zu meinem neuen Projekt passen . Ich freue mich schon riesig darauf die Staudengärtnerei zu besuchen . Meine Einkaufliste hat sich schon ganz schön gefüllt. Was aber auch damit zutun hat, dass wir unser Kräutergarten völlig verändern .

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  2. Ich finde die Idee auch toll und kann mir sehr gut vorstellen, dabei mitzumachen. Bilder als Impulse sind für mich immer blöd, weil ich sie halt nicht sehen und mich dementsprechend davon auch nicht inspirieren lassen kann, aber da bei mir wirklich jeder Gegenstand und jedes Möbelstück eine Geschichte hat, ist für eine Zimmerreise der eigentliche Anstoß ja auch fast egal :)
    liebe Grüße und alles Gute für 2021 – es kann ja nur bergauf gehen :)
    Lea

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    • Etwas bildhaft zu beschreiben, muss ja nicht zwangsläufig visuell sein. Meine eigenen Erinnerungen hängen oft an Gerüchen und Geräuschen. Ich fände es super, wenn du Lust hast auf solche Zimmerreisen. Vielleicht wird das ja was, oder wir fangen einfach mal im Laufe des Januar an.

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  3. Vielleicht müsste das klar austariert sein,Heide?
    Ich würde mit machen, wenn es sehr umgrenzt wäre.
    Nicht der „alltag“ würde mir vorschweben, sonden Nicklichkeiten. Fast schon Schrullen.
    Aber vielleicht läge ich da in der Ausrichtung falsch?

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    • Schrulliges und Kurioses, auch Ambivalenzen gegenüber Eigenschaften des Beschriebenen, möchte ich dabei gern schreiben und auch lesen!
      Andererseits denke ich, dass im Rahmen einer Vorgabe jeder nach seinem eigenen Temperament mit der genauen Auswahl und persönlicher Eigenart die Dinge in die Richtungen lenken sollte, die ihm dabei in den Sinn kommen. In der Hinsicht finde ich die ABC-Etüden als Vorbild brauchbar, die jeder seiner Persönlichkeit gemäss schreiben kann. Selbst Fiktives könnte durch einen Gegenstand im engen Umfeld ausgelöst werden, solange die „Zimmerreise“ Ausgangspunkt bleibt. Man verbindet mit Gegenständen ohnehin eigene Vorstellungen, Erinnerungen, die oft einem Zweiten dazu nicht in den Sinn kämen.
      Wie Lea ‚Kommunikatz‘ vorher schon schrieb, sollten auch alle Sinne gleich wichtig sein.
      Es scheint mir sinnvoll, recht bald einen kleinen Pilotversuch im bisher interessierten Kreis zu starten, dann lässt sich gemeinsam herausfinden, welche Rahmenbedingungen funktionieren.

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  4. Liebe Heide, ich finde, du hast hier schon gut angefangen. Dann initiiere du doch diese Blog-Aktion. Der Anreiz dazu ist ja auch hier entstanden. Ich kann das gerne noch bewerben, aber ich glaube, mir wird das mit diesen Verlinkungsaktionen zu viel. Frage nach Regeln: sollte es eine Wortbegrenzung geben und ein monatliches Thema oder völlig offen bleiben?

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    • Ich überlege, ob und wie man den stützenden Rahmen mit Eckdaten wie Mindest- und Höchstlänge, Start und Stop abstecken möchte, und natürlich auch wie das jeweilige Thema ermittelt werden kann.
      Durch die Erfahrung mit dem Verfassen von „ABC-Etüden“ finde ich einen Wortrahmen von mindestens 200 bis 500 gut machbar – es soll ja nur ein Nebenvergnügen sein. Mithilfe von Stichworte oder Anweisungen, um ein individuelles Ziel zu ermitteln … so etwas wie: beschreibe den ältesten Gegenstand in deiner Wohnung … oder nicht?
      Monatlich eine „Reise“ ist bestimmt gut machbar. Wer mehr will, kann ja mehr schreiben. Wie Uli in ihrem Kommentar schrieb, weiss ja auch sonst nicht jeder, wie es hinkommt und ob man Lust hat, jeweils dabei zu sein oder nur sporadisch.
      Die ABC-Etüden starten morgen wieder und haben einen 2-wöchigen Rythmus, insofern würde ich zum nächsten Wochenende (8. Januar) vorschlagen, einen Probelauf zu machen, damit sich nichts drängelt. ok?

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      • Klar, das ist doch gut vom Termin her. Das mit den Worten finde ich ebenfalls gut (wenn es denn nicht nur ein Bild ist, aber wir sind ja flexibel ;-) Bleibt noch die Themenfrage. Da muß ich noch sinnieren….wir könnten ja mal was sammeln…

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        • Bilder kann ja jeder verwenden wie er mag, solange sie von genug Worten begleitet werden. Sonst wär’s zu einfach.
          Momentan schwebt mir so etwas vor wie: jeder schreibt einen Vorschlag fürs nächste Mal unter sein aktuelles Werk… und dann weiss ich noch nicht weiter.

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          • Hm, kann man machen, aber wer entscheidet dann, wie es weitergeht? Aber ich glaube, bei den Etüden gibt es auch Vorschläge von anderen oder? Wäre ne Möglichkeit. Man sammelt so von allen und legt sich dann auf eine Sache fest und Monate hat das Jahr genug.

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  5. Danke für das sehr sphärische Einstiegsbild ins neue Jahr und für Idee, Stichwort und den Link zu den Zimmerreisen! Weil meine beiden Blogs schon recht eng von Serien(zwang) bestimmt sind und ich andererseits ziemlich unstet in der gleich-/regelmäßigen „Bedienung“ dieser Beitragsreihen bin, möchte ich mich hier – vorerst – nicht an einem festen Projekt beteiligen. Dass ich die Idee aber in irgendeiner Form aufgreife, kann ich nicht ausschließen ..
    Viel Erfolg für das Projekt und auch sonst alles Gute für 2021!

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    • Danke, Christoph.
      Ob es ein Schreibprojekt geben wird, steht noch sehr infrage, denn du siehst ja, dass die Resonanz sich generell in Grenzen hält.

      Wenn jeder Leser sich die Anregung zum eigenen Schreiben oder sogar nur Erleben mitnimmt, ist der Zweck dessen, dass ich es überhaupt beschrieben und mit mehr Infos dazu verlinkt habe, auch schon erfüllt.

      Dir auch alles Gute für das gerade begonnene neue Jahr.

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  6. Ich hab bei Almuth von deiner Idee gelesen und würde gerne mitmachen. Kommen noch genauere Angaben? Ich kann mir gerade noch nicht 100%ig vorstellen, wie es funktioniert. Aber die Idee gefällt mir. Zeit hab ich auch … :-)

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