Winterlicher Spindelstrauch bzw. Pfaffenhütchen

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Die meisten der orangefarbenen Beerenfrüchte vom Gewöhnlichen Spindelstrauch Euonymus europaeus halten sich um diese Jahreszeit nur noch matt, runzelnd und gerade so eben noch an ihren braun und trocken gewordenen Hüllen:

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Spindelstrauch bzw. Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) (1)

Nur noch an wenigen Sträuchern hängen sie noch prall und saftig unter purpurnen Hüllen, die an eine „Birett“ genannte Kopfbedeckung christlicher Geistlicher erinnern; daher der Name „Pfaffenhütchen“:

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Spindelstrauch bzw. Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) (2)

Die Fotos der Europäischen Pfaffenhütchen sind vom 18. Dezember 2020, aufgenommen an Wegrändern in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Ein Bild vom Baum

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Auch wenn ich in der Vorweihnachtszeit nicht in die Stimmung einsteige, und bei uns der Christbaumschmuck erst am Vormittag von Heiligabend aufgehängt wird, gehört am 1. Weihnachtsfeiertag auch hier das obligatorische Weihnachtsbild vom Baum dazu, mit Grüssen an alle, die heute ins Blogiversum sehen:

2020-12-24 LüchowSss Weihnachten (1e)

Frohe Weihnachten!

Es war ein schöner Tag und Abend gestern, dank Vernunft, Homeoffice und Masterarbeit mit unseren erwachsenen Kindern möglich. Statt eines grossen gemeinsamen „bunten Tellers“ hing der Süsskram in verschiedenfarbigen, kleinen Papiertüten am stilisierten Metallbaum, den wir schon seit mehreren Jahren einer Tanne vorziehen.

Hagebuttenrot

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2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Hundsrose (Rosa canina) m. Hagebutten

Hagebuttenrot, Weihnachtsrot, wie auch immer: mit diesem Foto vom 18. Dezember 2020 aus der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen wünsche ich allen einen schönen, gemütlichen Vorbereitungstag und einen besinnlichen Heiligabend – ob allein, im kleinen Kreis oder in virtueller Runde – und angenehme Feiertage!

Grau- und Silberreiher

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Am Freitag voriger Woche schien die Sonne so einladend, dass ich Lust hatte auf einen längeren Spaziergang, obwohl Bongo nicht motiviert war. Also ging ich allein, um nach den Reihern am Königshorster Kanal zu sehen und traf auch je einen von jeder Art an, einen Graureiher Ardea cinerea und einen Silberreiher Ardea alba:

2020-12-18 bei Lüchow Königshorster Kanal Spaziergang Graureiher (Ardea cinerea)

Der Grau- oder auch Fischreiher Ardea cinerea stand unentschlossen oberhalb der Böschung vom Königshorster Kanal und dachte anscheinend darüber nach, ob er hinuntersteigen wollte zum Wasser oder lieber wegfliegen, was er auch bald tat. Der Silberreiher Ardea alba stand ähnlich weit von mir entfernt, aber hatte deutlich bessere Nerven, denn er liess sich auch von dem Hund am anderen Ufer nicht aus der Ruhe bringen.

2020-12-18 bei Lüchow Königshorster Kanal Spaziergang Silberreiher (Ardea alba) + Hund

Der wuschelige Hund war ähnlich brav, wie Bongo es sonst ist, und zeigte keine Ambitionen, den Silberreiher anzubellen, So ein gutes Verhalten sah ich in solcher Situation bisher nur selten. Da er aber bald wieder ins Auto einsteigen musste und dieses im Anfahren den Reiher doch verjagte, konnte ich beide nicht länger beobachten.
Die Fotos sind vom Mittag des 18. Dezember 2020, aufgenommen am Königshorster Kanal bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Eberesche m. Orangerotem Kammpilz (Phlebia radiata) + Gelbflechten

Spechtarbeiten und Orangerote Kammpilze

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Nicht nur an meiner abgestorbenen Eiche im Garten arbeitet ein Specht, dass die Fetzen fliegen. Auch auf einem Spaziergang durch die Feldmark „riss es mich“ geradezu, als ich nur wenige Tage, nachdem ich zulezt an einer im vorigen Sommer abgestorbenen Eberesche Sorbus aucuparia vorbeikam, diese nun wild zerfetzt vorfand …

… und ausserdem von verschiedenen Pilzen besetzt, die zusammen mit den vorher schon vorhanden gewesenen Flechten auf dem Stamm der Eberesche nun ein buntes Bild abgeben, und zusammen mit dem vom Specht verwüsteten Holz wirkt das, zusammen mit der Geschwindigkeit der Erscheinungen, frappierend.

Die seitlich aus dem Stamm spriessenden, hellbraunen Stammpilze erinnern mit ihrem Wuchs zwar an Austern- oder andere Seitlinge, sind aber nicht so kahl; es könnte sich um eine Knäuelings-Art Panus spec. handeln, Laubholz-Knäuelinge vielleicht. Der sonstige Bewuchs ist auch spannend, Bekanntes und Unbekanntes bunt miteinander:

Die grünlichgelben Farbtöne von Gelbflechten (s.o.) und blaugrünen Blattflechten (s.u.) kontrastieren mit dem Orangeroten Kammpilz Phlebia radiata. Der saprobiontische Krustenpilz erscheint an der Oberfläche in verschiedenen Grössen und Formen, die sich kleinteilig den Löchern und Rissen anpassen, aus denen sie hervorkommen:

Es wird spannend sein, die Entwicklungen an diesem Baum weiter zu beobachten, denn der Stammdurchmesser ist mit 30 cm recht gering, und dem Specht bietet das weiche und pilzmürbe Holz einer Eberesche wahrscheinlich weniger Widerstand als eine zwei- bis dreimal so dicke Eiche. Ich hoffe, er fällt nicht so schnell der Aufräumwut zum Opfer.

Die Fotos sind diesmal vom 18. Dezember 2020, aufgenommen am Wegrand in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

Schneeballbeeren

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Die Beeren des Gewöhnlichen Schneeballs Viburnum opulus hängen an inzwischen kahlen Zweigen. Als Farbtupfer sind sie mir im winterlichen Braungraugrün des Gartens sehr willkommen.

Die Fotos sind vom 18. Dezember 2020, aufgenommen mittags im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

Zeit für ein Kletten-Foto

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Es ist höchste Zeit für ein Foto von den faszinierenden, häkchenbewehrten Früchten der Grossen Klette Arctium lappa, bevor die Distelfinken sich darüber hermachen oder sie von der feuchten Witterung zerfallen:

2020-12-18 bei LüchowSss Spaziergang Grosse Klette (Arctium lappa)

Dieses Foto ist vom 18. Dezember 2020, aufgenommen am Wegrand bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Tatsächlich ist es, wie ich festgestellt habe, für dieses Jahr das erste Kletten-Foto im Blog. Leider werden die für Vögel und Insekten so wichtigen Grossen Kletten hier in der Feldmark, genau wie der Wiesen-Bärenklau, von den die Wegränder mähenden und mulchenden Landwirten immer mehr aus der Landschaft verdrängt.

Weitere Weintrauben-Liebhaber

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Wenn es war genug ist, sitzen auch so spät im Dezember noch verschiedene Fliegenarten an den Früchten der alten spanischen Rebstöcken. Um welche Nährstoffe es ihnen dabei gehen mag, ist mir nicht bisher klargeworden, denn anders als angenommen, sitzen sie nicht vorwiegend auf den angepickten oder faulenden Früchten um an deren Säften zu saugen, sondern suchen auf der Aussenhaut der Weinbeeren nach für mich nicht erkennbaren Dingen, vielleicht geht es ihnen um darauf angesiedelte Pilze und Bakterien, oder-oder …

Es handelt sich um Fliegen verschiedener Körpergrösse,  -muster,  -farben und Flügelzeichnungen,  die ich fast alle schwer zu bestimmen finde, soviel ich auch Bildmaterial auf Bestimmungsseiten durchgehe. Bis auf die eine mit dem metallisch blaugrünen Hinterleib, einer Totenfliege, passt kaum etwas so gut, dass ich mich festlegen würde. Dass die Angaben in den Artenbeschreibungen ein Antreffen im Dezember überhaupt nicht vorsieht, macht es nicht leichter.
Die Fotos sind vom 18. Dezember 2020, aufgenommen mittags an den spanischen Rebstöcken im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.