Neues von der Eiche: Wer macht denn so etwas? (2)

Am 3. Juli 2020 gab es im Blog unter der gleichen Überschrift bereits > Teil 1; Bild 1 in der Galerie unten ist ein Foto vom 2.07.’20 mit Markierung, wo ein tierische Jemand an der abgestorbenen Eiche Nahrung gesucht oder sich die Krallen geschärft hat. Die anderen 3 Bilder sind vom 26. November 2020. Sie zeigen eine grosse und mehrere kleine, helle Stellen am nackten Holz und ausserdem frische, rotbraune, wie abgeschabte Flächen an der sonst grauen und bzw. flechtengrünen Borke. Ausserdem liegen viele herausgefetzte, helle Holzspäne unterhalb davon:

Ganz offensichtlich hat jemand sehr energisch daran gearbeitet, so dass buchstäblich die Fetzen geflogen sind.
Die grösste der neuen angefressen oder herausgekratzten Stellen befindet sich mit etwa einem Meter Höhe wesentlich über der Kniehöhe vom ersten Mal, wo das Holz nur etwa in Kniehöhe fehlte. Die Tiefe beträgt beachtliche eineinhalb Zentimeter. Die Späne am Boden und die braunen, abgekratzen Stellen an der Borke weiter oben kann man auf dem letzten Foto besonders deutlich sehen, ausserdem in Bodennähe auch braun-matschig zergehende Austern-Seitlinge Pleurotus ostreatus. Vogel – Katze – Waschbär – … Wer macht denn nun sowas?
Das 1. Foto ist vom 2. Juli, die anderen drei vom 26. November 2020 an der Eiche im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

24 Kommentare zu „Neues von der Eiche: Wer macht denn so etwas? (2)

  1. Ich dachte spontan an eine Katze, aber es kann auch ein ganz anderes Tier gewesen sein. Ich bin gespannt, ob eine.r deiner Leser.innen eine Antwort hat.
    Herzlichst, Ulli

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    1. Das war auch mein Gedanke, beim ersten Mal, auf jeden Fall. Die Nachbarskatzen treiben sich hier leider zu mehreren herum, aber nie sah ich eine am Baum. Weshalb sollten sie zum Krallenwetzen auf die Nacht warten, wenn sie tagsüber schon dreist am Wonhzimmerfenster vorbeistreifen? Nächtlich könnten Waschbären vorbeikommen, aber man merkt es sonst an nichts. Ich zögere immernoch, wegen solch seltener Ereignisse eine Wildkamera anzuschaffen, weil dort am Gartenhaus täglich wir und Bongo durch ein Tor gehen und die automatische Einstellung deshalb andauernd Grund zum Auslösen hätte. Irgendwie scheint mir bisher der Geld- und Energieaufwand dafür zu hoch.

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    1. Danke, Matilda! Da ich die Fetz-Fähigkeiten von Katzen nicht aus eigener Erfahrung kenne, ist das ein sehr hilfreicher Einwand. Waschbär würde auch erklären, weshalb dieses heimliche Tun bisher so selten, war, denn die Waschbärpopulation wird hier von den Jägern sehr verfolgt und ich habe im Laufe dieses Jahres nur selten mal eine Fährte gesehen bzw. nur einmal im Sommer selbst einen Waschbären in der Nähe vom Ortsrand beobachten können. Von einem anderen Mal berichtete mein Mann im September.
      Bei Katzen denke ich, selbst wenn die Späne feiner wären, hätten die zwei bis drei, die sich hier regelmässig herumtreiben, sicher häufiger von dem Kratzbaum Gebrauch gemacht.
      Praktisch wäre, bekämen wir im Laufe des Winters vielleicht mal Schnee, aber bei nur mildem Frost, damit die Besucher auch mal ihre Fussabdrücke dalassen.
      Bei Wikipedia steht, sie „schlafen tagsüber mit Vorliebe in den Baumhöhlen alter Eichen“ – wer weiss, ob der nicht sogar plant, da oben einzuziehen, wo vorher schon die Hornissen und Stare genistet haben? Inzwischen dürfte die Höhle gross genug sein.

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  2. Ich vermute da doch eine größere Verwandte der Steinlaus (Petrophaga loriot), möglicherweise eine Quercusphaga puzzlefloris ( die genaue lat. Bezeichnung ist mir entfallen, ist aber sicherlich von Kennern dieser Art zu korrigieren).

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  3. Im Wald sehe ich an den toten Bäumen des öfteren ähnliche Spuren, wenn auch selten so niedrig. Zuletzt dachte ich an Spechte. Die können ja ganz schön was weghämmern. Aber dann müßtest du ja eigentlich mal was hören. Tauchen die Spuren denn über Nacht auf? Das wäre vielleicht auch eine „Fahndungshilfe“. Bei Katzen würde ich mehr Rillen von ihren Krallen vermuten und auch keine so wahnsinnig tiefen und großflächigen Spuren, wenn ich an den Katzenbaum in der einstmaligen WG denke. Ich bin gespannt!

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    1. Spechte kommen auch an den Baum, Grün- und Bunt-, aber ich sah sie bisher eher oben.
      Diese Stellen habe ich beide Male morgens bzw. vormittags entdeckt, nachdem sie nachmittags noch nicht da waren. Nachdem ich normalerweise zweimal am Tag mit der Kamera herumstrolche, würde ich tatsächlich auf einen dämmerungsaktiven Verursacher tippen.

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      1. Das war mein Gedanke. Spechte scheinen mir auch eher weiter oben zu werkeln, obwohl hier im Garten auch einer weiter unten zu Gange war. Nachtaktiv deutet dann ja doch eher auf Waschbär oder sowas hin. Das ist ja schon mal eine Erkenntnis, die ein paar Tiere ausklammert :-)

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    1. Wenigstens die beiden Arten kann ich ausschliessen, aber heute Morgen habe ich wieder neue „Arbeiten“ vorgefunden, mit mehreren Stellen und Holzfetzen, die z.T. halbzentimeterbreit und mehrere Zentimeter lang sind – wohl wirklich kein Katzenwerk.

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    1. Thank you, Hans!
      I hope it will show up one day „at work“. I have already seen a great spotted woodpecker (Dendrocopos major) knocking on the trunk before, but always more above, so I was in doubt, and could not imagine the power of this bird until now.

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