Kandelaber-Königskerzen im November

Die Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum sehen auch in diesem November schon vorwiegend braun und grösstenteil abgestorben aus , aber es ist noch Leben im Hauptstängel.
Aus ihm erscheinen auf ganz verschiedenen Höhen nach wie vor kleine grüne Triebe aus Blattachseln am braunen „Stamm“, von denen man eigentlich nichts mehr erwartet hätte. Aber die Knospen gelangen immer noch zur Blüte.

Die gelben Blüten ziehen nach wie vor dankbare Insekten an, wie die Dunkle Erdhummel-Bombus terrestris-Jungkönigin am 6. November, oder Schwebfliegen, wie die Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus am 7. November 2020 – beide siehe oben – und weitere. Heute dagegen ist es zu kalt für Insektenflug, bei etwa +6°C unter dämmerlichtgrauer Hochnebeldecke am Mittag. Trotzdem kann man in den nächsten drei Galerien vom heutigen Datum sehen, wie es in der schon Beinahe-Mitte des Novembers um sie bestellt ist:

In Galerie 2 sind deshalb drei Bilder von ganze Pflanzen der Kandelaber-Königskerzen Verbascum olympicum zu sehen. Sie stehen an sehr unteschiedlichen Stellen rundum im Garten verteilt. Von ihrem Wachstum und Blühen habe ich im Blog während der vielen Wochen diesen Jahres immer wieder berichtet. Die Bilder der 3. Galerie zeigen solche hohen Stängel in der näheren Ansicht, aus denen auch in der kühlen Mitte des November weiterhin überraschend vitale Blüten“ärmchen“ hervorkommen. Deshalb: Bloss nicht nach der Hauptblüte im Sommer abschneiden!

Zu guterletzt sind unten, in der 4. Galerie, noch einige Jungpflanzen zu sehen, der noch nicht blühreife „Rosetten-Kindergarten“ am Ende des 2. und sogar 3. Jahres. Bisher rechne ich nur bei einer von ihnen fix mit einer Sommerblüte 2021, der vom zweiten Bild, aber es ist nicht immer genau vorhersagbar. Bisher ist mir noch nicht gelungen, in meinem Garten eine Regel zu beobachten, selbst hier gibt es grosse Abweichungen vom Sämling bis zum Blütejahr. Kandelaber-Königskerzen sind trotz ihrer Grösse nur etwas für Geduldige.

Eine einzelne Pflanze braucht spätestens ab dem zweiten Jahr für mindestens ein weiteres Jahr einen Platz von etwa 1 m², um die Rosette auszubreiten, im Blütejahr beansprucht sie ausserdem Platz und Aufmerksamkeit für Höhe und Umfang eines jungen Bäumchens und die Toleranz, ihr und den Tieren ihre bewundernswerte Herbstphase zuzustehen, statt sie wegen mangelnder „Hübschheit“ abzusäbeln.

Aus herunterfallenden Samen wachsen bei geschlossener Pflanzendecke kaum Sämlinge heran, überhand nehmen sie nicht so leicht. Sämlinge lassen sich leicht ausgraben und problemlos verpflanzen.
Kandelaber-Königskerzen, die geblüht haben, sterben im Laufe des Winters meistens vollständig ab, ausser, es kommt eine Tochterrosette aus der Wurzel herauf, aber bisher habe ich das nur einmal erlebt.

Ich bin gespannt, wie lange die blühenden Kandelaber-Königskerzen es in diesem Jahr noch „schaffen“, denn im vorigen Jahr zeigte ich noch am > 27. November 2019 Fotos von deren Durchhaltevermögen. Aber auch später und abgestorben lasse ich sie noch bis zum Frühling stehen, weil sie Insekten Schutz bieten und Vögeln Nahrung.

Die Fotos im Artikel sind vom 6. bis 11. November 2020, aufgenommen rundum im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

4 Kommentare zu „Kandelaber-Königskerzen im November

  1. Im Moment habe ich manchmal das Gefühl, in deinem bunten Gartenreigen im falschen Film zu sein ;-) Als wäre es der letzte Flecken mit so viel bunten Blumen. Kein Wunder, hast du immer noch so viele Gäste. Hier kam doch ein paar mal eine Schwebfliege bei Sonne vorbei, aber keine Hainschwebfliege. Was gelb-schwarzes, aber sie ließ sich nicht in Ruhe betrachten. Die Königskerze, also meine Babyform ;-), hat bis vorletzte Woche auch noch eifrigst geblüht. Die ist im Herbst geradezu aufgeblüht. Deine Kandelaber-Königskerzen sind einfach der Wahnsinn! Tolle herbstliche Gartenskulpturen :-)

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    1. Gartenskulptur – das passt super, so muss man das sehen.
      Unter den Schwebfliegen gibt es sogar Winterliebhaber, und die andren sehen oft wegen der Kälte dunkler aus als erwartet, als wäre es nicht schon verwirrend genug.

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      1. Die fliegen vermutlich um die Ecke, werfen sich ein neues Kostüm über und kommen wieder zurück, nur um uns in den (Bestimmungs-)Wahnsinn zu treiben. Hinter der nächsten Mauer kichern sie sich dann eins ;-)

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