Die späten Weintrauben

Die Trauben an den alten spanischen Rebstöcken unbekannter Sorte reifen bei uns im Wendland so spät, dass die ersten Blätter schon fallen, bevor die Beeren auf Fingerdruck elastisch werden – was ein Glück ist, denn so entgehen sie den Wespen und Staren. Sie werden sogar erst in einigen Wochen reif, beim letzten Probieren gestern fand ich sie immernoch zu sauer und hartschalig. Zum Glück weiss ich schon, dass sie hellgelb und dünnhäutig, saftigsüss und wunderbar würzig werden können, im > November!

Wegen ihrer späten Reife entgehen sie mit ihren harten Beeren den Wespen und Staren, bis diese verschwunden sind. Nur Spatzen und Meisen fliegen zwischen den nur noch zu zwei Dritteln verbliebenen Blättern ein und aus, denn Insekten verbergen sich in deren Schutz. Sie mögen dieses Spalier nah beim Haus das ganze Jahr über.
Auch Bongo hat diesen Platz gern, denn von dort kann man gut rundumsehen, den Garten und die Strassenecke überwachen, dabei in der Sonne liegen und natürlich auch ab und zu den Schnuppertest durchführen.

Bongo ist als bosnischer Hund mit einem halben Jahr Selbstversorgung ist weinerfahren, siehe > hier und > hier. Solange er nicht probiert, ist das ein klares Zeichen, dass man noch warten muss.
Die ersten beiden Bilder sind schon vom 10. Oktober, passen aber auch heute noch, wenn man sich ein paar Blätter wegdenkt, die seither gefallen sind. Die anderen Fotos sind vom 19. Oktober 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, bitte die kleinen Bilder zum Vergrössern anklicken.

15 Gedanken zu “Die späten Weintrauben

  1. Schöne Ansichten! Solche Weinstöcke machen immer was her und lassen gleich an südliche Weinberge denken. Die dicken Trauben sehen schon super vielversprechend aus. Können die auch Frost ab bzw. werden sie dann süßer? Bongo ist so schlau. Weise liegt er neben den Weinstöcken und wartet auf den richtigen Zeitpunkt – besonders niedlich auf dem 3. Foto :-)

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    • Ja, zu den beiden ersten Punkten: Der ein hat sentimentale Wirkung und leichter Frost schadet nicht, er lässt die Trauben tatsächlich süsser werden. Ich habe letztes Jahr noch im Dezember welche davon gegessen, die wir unter Blättern übersehen hatten, und die waren köstlich.
      Die Öhrchen! Ich mag genau diese Form zu gern.

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  2. Trauben direkt vom Stock essen finde toll, habe ich bisher nur im Mittelmeerraum erlebt. Die Trauben bei meinen Großeltern an der Garage… da hätte wohl der würdevolle Bongo nur einmal geschnuppert.

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