Am Ende – Gewöhnlicher Natternkopf

Im späten Juni hatte er seine üppigste Zeit, wie > hier zu sehen. Auch Mitte Oktober zeigen sich noch vereinzelte Rachenblüten, doch fällt das Blau schon seit Wochen kaum noch auf, die Blütezeit des Gewöhnlichen oder auch Blauen Natternkopfes Echium vulgare geht langsam zuende; kaum noch, dass sich Insekten daran einfinden.

2020-10-13 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Die grauborstigen, gewundenen Verzweigungen seitlich des beständig wachsenden Hauptstängels werden ebenfalls immer länger, während sich daran Samen bilden, erscheinen immer noch letzte blaue Pünktchen an den äusseren, grünen Spitzen. Man muss nun schon nah davor stehen, um die Blüten zu sehen:

2020-10-13 LüchowSss Garten Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)

Weil Natternkopf hier unmittelbar nicht wächst, kaufte ich vorigen Herbst Jungpflanzen. Er gilt als zwei- bis mehrjährig, so dass ich gespannt bin, ob und wie ich ihn im kommenden Jahr wiedersehe. Ich hoffe auch auf Sämlinge, denn vor allem Ackerhummeln haben die Blüten des Borretschgewächses oft genug besucht.
Fotos vom 13. Oktober 2020, im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

4 Gedanken zu “Am Ende – Gewöhnlicher Natternkopf

  1. Wunderbar. Was im Habitat nicht wächst, kann man einfach dazu kaufen. Schöne Pflanze, der Natternkopf.
    Manchmal wundere ich mich über fette Bananenstauden in hiesigen Gärten, auch andere exotische Gewächse. Es wird aushaltbarer für die!

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    • Ja, die Landwirte hier sind gross im Vernichten von allem, was eigentlich ausserhalb des Zauns wachsen sollte.
      Wenn ich Wegwarten und Natternköpfe kaufe, pflanze und vermehre, ist das nicht ohne ein Fünkchen Freude, das sie nun trotzdem da sind.

      Eine grosse Bananenstaude gab es in den 60ern während der warmen Jahreszeit als Mittelpunkt einer Rasen- und Rabattenfläche eines kleinen Parks meiner kleinen Kindheitsstadt Lüchow zu bewundern, sozusagen als exotischer Höhepunkt, vor dem man sich sonntags gern (oder ungern, weil immer gegen die Sonne blinzelnd und so gescholten) fotografieren liess.

      Im Winter wurde sie ausgegraben, z.T. entblättert, zum anderen oben um sie Triebspitze herum zusammengebunden und eingelagert bzw. ihre aufspriessenden Nachkommen weitergezogen.

      Inzwischen gibt es winterharte Sorten wie Musa basjoo günstig zu kaufen, deren Rhizom entweder die selten gewordenen ca. – 15°C aushalten kann, oder eingehen muss.

      Ich denke, viele Gartenbesitzer denken bei Zierpflanzen in „Blumenstrauss-Dimensionen“ wie bei Balkonpflanzen auch: kaufen, eine Zeitlang geniessen und dann ohne Gewissenbisse wegwerfen.

      Bei mir ist das völlig anders: ich kaufe nichts Einjähriges für den Garten, was sich nicht während der Periode selbst vermehren kann und somit bleibt.

      (Auch nichts lediglich „Saisonales“ für den Friedhof, da dieses Thema sich gerade mit zunehmendem Graunebelherbst so ins Bewusstsein drängt.)

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  2. ich habe vor Jahren eine Pflanze aus Mecklenburg-Vorpommern mitgebracht. Er sät sich aus, aber ist eigenwillig. Dort wo ich die Samen hinstreue (wo ich ihn gerne hätte) kommt er nicht. Dafür entlang der Auffahrt, der Terrassensteine, zwischen den Steinen, wo man ihn nicht mehr herausbekommt, sobald die Pflanzen eine gewisse Größe erreicht haben. Wegen der langen Pfahlwurzel. Wo es mir gelingt, nehme ich die ausgebüxten Keimlinge weg und pflanze sie an neue Orte. Ich habe den Verdacht, dass er 1. gerne freie Flächen hat zum Keimen, also keine pflanzliche Konkurrenz und 2. gerne Kalk mag. Auch im einen alten Kirschbaum herum sät er sich immer wieder aus. Auf jeden Fall stirbt die Pflanze nach der Blüte ab. Auf deine Erfahrungen bin ich neugierig.

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    • Ja, freie und magere Flächen mag er, und en Kalk der Pflastersteine, wenn er sonst zuwenig hätte. Das wird bei mir ähnlich kommen, denn die Wieseninsel, auf die ich ihn gesetzt hatte, ist durch den Bewuchs von Pflanzen, die damit gut umgehen konnten. in diesem Jahr viel fruchtbarer geworden und dichter bewachsen.
      Ich finde die Entwicklungen spannend und werde sie nicht behindern, das gehört zum Lauf der Natur und ihrer Regenerationsenergie dazu. Aber falls sich nach dem Winter Sämlingen zeigen, werde ich sie auch versetzen und ihnen verschiedene Plätze geben. Mit Wegwarten und ihren Pfahlwurzeln geht das auch wunderbar, selbst wenn m an nur einen Teil erwischt hat und nicht die ganze Wurzel.

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