Nicht nur Ohren, sondern auch Finger

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Heute fand ich am Fuss der abgestorbenen Eiche diese befremdlichen Pilz-Gebilde, die mir zuvor noch nie begegnet sind und von denen ich zugeben muss, dass ich sie bei der Entdeckung unerklärlich abstossend fand:

2020-08-27 LüchowSss Garten Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha) an der toten Eiche (3)

Es brauchte wegen des irreführenden, grünen Algenbelags einige Zeit, bis ich die Pilzart fand, von der ich annehme, dass sie zutrifft: „Die Vielgestaltige Holzkeule Xylaria polymorpha ist ein Schlauchpilz aus der Gattung der Holzkeulen Xylaria. In England wird die Art aufgrund ihres Aussehens „dead man’s fingers“ genannt“ – steht bei Wikipedia.

2020-08-27 LüchowSss Garten Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha) an der toten Eiche (5)

Falls nicht die „Toten Mannes Finger“, wird zumindest die Gattung der Holzkeulen zutreffen, die mir noch nie so gross begegnete, obwohl die saporbionitische Vielgestaltige Holzkeule als überall verbreitet und häufig gilt.
Fotos vom 27. August 2020, an der Eiche im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Wolkenohrenpilze – die nach dem Regen lauschen, womöglich …

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So fand ich sie heute Morgen, nach alle dem Regen der letzten drei Tage: die kleinen braunen Ohren, frisch und straff, aufmerksam, sicherlich. Sie haben viele Namen: Holunderpilze, Wolkenohrenpilze, Ohrlappenpilze bzw. Judasohren und lateinisch Auricularia auricula-judae und weitere Synonyme.
Bisher fand ich sie immer nur in der kalten Jahreszeit und nie wie bei Wikipedia im entsprechenden Artikel beschrieben, in dem zu lesen steht: „Man kann das Judasohr fast über das ganze Jahr an geeigneten Stellen finden.“

2020-08-27 LüchowSss Garten Wolkenohrenpilz bzw. Judasohren (Auricularia auricula-judae)

Die geeignete Stelle ist in diesem Fall ein Stück toten Holunderholzes, an dem ich die mal schrumpelig schwarz-verhutzelten und mal sich zu schokoladenbraunen, kleinen Baldachinen aufspannenden Pilze im Frühjahr mitgebracht hatte, um sie besser beobachten zu können. Im Schatten des Hasels aufrecht hingelehnt geht es den Öhrchen offenbar sehr gut, und ich kann ihnen dort beim Lauschen zusehen.
Das Foto ist vom Morgen des 27. August 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Marienkäfer im Blattlaus-Glück

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Der grosse Fenchel Foeniculum vulgare vor dem Haus ist verblüht, die meisten Insekten bleiben deshalb nun aus, aber die Blattläuse sind noch da, und deshalb auch Marienkäfer. Auf den Fotos sind es ein Asiatischer Marienkäfer Harmonia axyridis und ein heimischer Siebenpunkt-Martienkäfer Coccinella septempunctata:

 

Fenchel ist bei Blattläusen und deshalb auch bei Marienkäfern gleichermassen beliebt und wird deshalb als „Anziehungspflanze“ empfohlen. Ganz nebenbei freuen sich auch verschiedene Vögel über das Nahrungsangebot, denn sie können bequem in so einer hochgewachsenen Pflanze wie meiner landen, umherhüpfen wie im Gezweig richtiger Sträucher, und Blattläuse picken. Es könnte sich um die Grüne Pfirsich-Blattlaus Myzus persicae handeln, aber das ist den Käfern und Vögeln gleich.
Ich sah bisher verschiedene Vogelarten den Fenchel absuchen, zuletzt Haussperlinge, auch Meisen, aber das Zilpzalpbild aus einem > Beitrag vom 12. August vorigen Jahres passt gerade besser dazu, weil die in diesem Jahr gar nicht so häufigen Marienkäfer im Vordergrund stehen sollten.
Die Marienkäfer- u. Blattlaus-Fotos sind vom 23. und 25. August 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.