Pflaumenblüten wurden zu Früchten

Blüten an einem Baum ungewisser Art Prunus domestica, Anfang April fotografiert und mit mehreren Bildern > hier anzusehen, wurden inzwischen zu blaubereiften, unregelmässig geformten Früchten. Eines der Blütenbilder füge ich der Galerie von Früchten, Kernen und Blättern hinzu, denn die Blüten waren nicht minder eigene Einzelstücke wie es nun die mal länglichen und mal kugelrunden Früchte sind, sie waren nämlich nicht nur fünf- sondern auch sechzählig: Ich wüsste zu gern, ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen der Anzahl der Blütenblätter und der Form der Frucht!

Der Baum ist aus einem abgeteilten und versetzten Wurzelschössling herangewachsen, der neben der Bühler Zwetschge aus dem Boden gekommen ist. Die „Bühler“ habe ich als „klein bleibend“ gekauft, also ist sie wahrscheinlich nicht wurzelecht. Widersinniger Weise ist die Unterlage binnen weniger Jahre höher geworden als der Herkunftsbaum.
Zwei notreife Früchte fielen mir heute bei nur wenig Berührung in die Hand, wahrscheinlich durch kleine Bewohner verursacht. Vorsichtshalber habe ich die beiden kleinen, runden Pflaumen mit einem Messer aufgeschnitten, um nichts zu essen, was nicht Frucht war. Dabei kam mir die Idee, sie zu fotografieren. So kam der kleine, handbemalte Unterteller aus dem mittelburgenländischen > Stoob in Österreich auch noch mit ins Spiel.

Um Pflaumenarten näher zu bestimmen, soll man die Form des Steines beachten und ob das Fruchtfleich anhaftet oder sich löst; auch der Stielansatz der Frucht am Zweig soll eine Rolle spielen. Während bei diesem Baum Blüten und Früchte in ihren Formen und dem Stielansatz nicht alle gleich sind, gibt es bei den Steinen Eindeutigkeit: sie lösen sich nicht vom Fruchtfleisch, es war sehr mühselig, die beiden fürs Foto freizulegen. So verhält es sich auch bei „der“ Kriechen-Pflaume Prunus domestica subsp. insititia, auch Hafer-Pflaume, Haferschlehe und österreichisch Kriecherl genannt, einer recht vielgestaltigen Unterart der Pflaume Prunus domestica mit vielen lokalen Varietäten.

Das erste Bilder in der oberen Fotogalerie ist vom 5. April, die übrigen sieben sind alle von heute, dem 5. August 2020, alle vom selben Baum im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

5 Gedanken zu “Pflaumenblüten wurden zu Früchten

  1. Soso, solch winzige Fruchtbewohner nur fotografieren, aber nicht verspeisen…Aha.
    Der Teller könnte dem Haushalt meiner austriaphilen Cousine entstammen, sehr schön.
    Überhaupt, es geht in Richtung Erntefeste…

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    • Wenn ich es vermeiden kann, verschone ich die Bewohner. Schlimm genug, dass sie vorzeitig ihr gemütliches Heim verlieren.
      Wobei Eiweissgehalte von kommerziellen Konfitüren und Fruchtsäften wohl auch oft kaum besser sind als die maschinell gelesenen Weine, die kurioserweise nur von den Asiatischen Marienkäfern so richtig verdorben werden, nicht von Laubfröschen oder anderen nicht flugwilligen Mitnahmen.

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  2. Sehr hübsch der Teller. Ich mag sowas ja ganz gerne. Sieht auch sehr dekorativ aus mit den Pflaumen und den nicht steinlösenden Kernen :-) Obst bestimmen stelle ich mir gerade bei Pflaumen sehr schwierig vor. Die sehen doch alle „gleich“ aus ;-) Haben sie denn geschmeckt?

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