Wespen, denen es im Garten gut geht

Vor zwei Tagen zeigte ich Chitinreste säuberlich auseinandergeteiler Wespen auf dem Pflaster unterhalb des Fenchels, wahrscheinlich Überreste von Hornissenbeutezügen, > hier nachzulesen.
Aber es geht den Wespen in der Hinsicht doch vorwiegend gut im Garten, sie werden eigentlich nur am Fenchel ernsthaft bejagt. Wenn die Wespen an verschiedenen Vogeltränken Wasser trinken, lassen sich Hornissen dort nicht blicken. Dennoch gibt es bei uns in diesem Jahr wenig Wespen, auch weniger verschiedene Arten:

 

Auf Bild 1 gibt es eine Mauer-Lehmwespe Ancistrocerus nigricornis an einer blühenden Kanadischen Goldrute Solidago canadensis zu sehen und, ebenfalls an Goldrute, auf Bild 7 eine, wie ich meine, Grabwespe. Ansonsten sind hauptsächlich Gemeine Wespen Vespula vulgaris (Bilder 2,4,8) und Deutsche Wespen Vespula germanica (Bilder 5,6,9,10) vertreten. Sie sind etwa zu gleichen Teilen vor Ort, so viele wie in anderen Jahren aber nicht und noch erstaunlicher ist es, wie wenig Feldwespen es zu beobachten gibt, wie auf Bild 3 die Gallische Feldwespe bzw. Haus-Feldwespe Polistes dominula, dabei waren diese im vorigen Jahr häufiger als die Gemeine Wespe!

Fotos vom 31. Juli und 3. August 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

14 Gedanken zu “Wespen, denen es im Garten gut geht

  1. We have similar wasps we call Yellow Jackets. When we are eating outside they fly onto our plates, cut off chunks of whatever we are eating, especially meat or chicken, and fly off with it. Guests freak out when the Yellow Jackets land on their plates, but we are happy to share with the Yellow Jackets.

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    • As I heard from a friend who shared his room with a nest of this type of social wasps, when he was a student. They seem to feel the emotional settings of the persons they are with, like honey bees do, too.
      He shared some part of his meal on an extra place and never had a problem with these yellowjacket-roommates, not while eating, sleeping or else.
      Whenever I was stitched – very rare – it was because of danger for the insect, getting caught in a sleeve or shorts. If I put one with my hand out of a water-bassin, each one of them is fine with me.
      So I taught my kids to take care of the wasps, their drinks and meals, but to not harm the greedy insects.

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  2. Wenn sie denn weit genug weg sind, können die Wespen machen, was sie wollen. Nur in unserem kleinen Garten gibt es kein nicht viel „weit weg“. Sie dürfen natürlich ihre Arbeit verrichten und sowie zur Vogeltränke kommen. Auf nähere Nähe möchte ich verzichten.

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    • Das kann ich mir vorstellen, wenn die Nähe zu wenig Bewegungsraum zulässt, dass man nicht ständig wachsam sein möchte, selbst wenn man ihnen keine negativen Gefühle entgegenbringt.

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    • Die Vielfalt der Muster ist mir auch erst durch das Fotografieren aufgefallen. Früher wurde einem einfach nur beigebracht, sich von dem per se gefährlichen Tier fernzuhalten. Erziehung ohne näheres Wissen ist wahrscheinlich ein Teil des Problems bei vielen Feindseligkeiten gegenüber bestimmten Tieren und Pflanzen, weil die Basis dazu schon sehr früh angelegt wird. Ich merke das immer wieder, wenn ich mal mit Landwirtskindern zu tun habe.

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      • Durch Fotos hat man die Chance, länger zu schauen und zu vergleichen, das geht mir auch so. Über die stetige Weitervermittlung solcher Feindseligkeiten wundere ich mich. Viele solche alten Sachen würde heute keiner mehr machen (dafür neuen Blödsinn) aber sowas wird unreflektiert weitergegeben. Aber wenn einem die Gefährlichkeit so eingehämmert wurde, dass man hektisch wird, wenn es im Raum summt, gibt man das wahrscheinlich ganz ungewollt weiter.

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        • Kann ich so bestätigen. Meine Schwiegerfamilie hatte in der Generation der Eltern meines Mannes ein viel stärkeres Feindbild als meine eigene, und es hat mich eine Menge Mühe gekostet, meinem Mann die permanente, unnötige Hektik abzugewöhnen, die mich an einem sonst so gelassenen Menschen immer verwundert hat. Unsere Kinder sind davon zum Glück nicht „infiziert“ worden, sondern haben sich meiner Sicht angeschlossen. Meine Schwägerin dagegen hat die Fliegenklatsche neben dem Kuchenteller liegen, wie ihre Mutter.

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  3. Ich lebe schon seit vielen Jahren in friedlicher Koexistenz mit ihnen auf der Dachterrasse und sie bekommen zu jeder Mahlzeit, die ich draußen einnehme, im Coronaabstand ihr Tellerchen gefüllt mit Schinken, rohem Fleisch und sägen und raspeln dort herum und ich kann in Ruhe essen. Durstig sind sie sehr und alle Tränken und Wasserspiele werden angeflogen. Da Capucchio sich gar nichts aus meinem Essen macht, interessiert er sich auch nicht für das Tellerchen und ist nicht gefährdet. An Süßem sind sie noch nicht interessiert, das kommt später.

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  4. Bei mir trinken sie jetzt auch und ich freue mich, sie dort zu sehen. Irgendwie rührt es mich an, daß sie sich zum Trinken hier niederlassen. Beim Essen mache ich es wie Karin, ich lege was zur Seite. So hat man selber seine Ruhe. Das einzige was mich zur Zeit irritiert: sie fliegen mir oft um die Füße, vielleicht sind sie trockenheitsbedingt etwas aus dem Gleichgewicht, jedenfalls drohte schon manchmal ein Zusammenstoß oder Drauftreten. Auch Hosenbeine fand eine interessant, hm…. Das man manchen Menschen das Draufschlagen nicht abgewöhnen kann, ist echt blöd!

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  5. Gestern wurde ich von einer Wespe am Achselausschnitt meines Kleides gezwickt, sprich: angenagt, nicht gestochen. War nicht schlimm, nur seltsam. Immer wieder hat sie es versucht, dort zu landen, offenbar weil ich eine neue, für sie leckere nach „Sweet Serenity“ duftende Deocreme verwendet habe, statt der sonst eher frischen Zitrusnote. Aber wäre sie in den Ausschnitt gekrochen, hätte sie womöglich doch noch Panik bekommen können und stechen.
    Nachdem ich etwas mit kurzen Ärmeln drüberzog, war es ok für uns beide.

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