Brauner Waldvogel Aphantopus hyperantus

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Vom Braunen Waldvogel Aphantopus hyperantus, auch Schornsteinfeger genannt, habe ich in diesem Jahr zuvor noch kein Foto machen können, dieses hier ist mein erstes, aufgenommen am vorletzten Tag des Juli, beim Besuch der rosa Blüten vom Wilden Dost Origanum vulgare :

2020-07-30 LüchowSss Garten Brauner Waldvogel bzw. Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)

Früher gehörte der Braune Waldvogel hier zu einer der der häufigsten Tagfalterarten, die mir auf einem Sommerspaziergang durch die Feldmark oder im Garten begegneten. Er mag Gehölz- und Gebüschränder, unterhalb derer Gräser wachsen, denn Gräser sind für das Fortleben der Art notwendig. Die Weibchen fliegen nämlich zur Eiablage niedrig über grasige, bevorzugt schattige Stellen. Dabei werfen sie lose ihre Eier ab, aus denen sich die Raupen entwickeln und von etlichen verschiedenen Süss- und Sauergrasarten ernähren. Dort überwintern und verpuppen sie sich auch, zwischen miteinander versponnenen Gräsern. Jedes Jahr entsteht immer nur eine Generation, Flugzeit sind die Wochen zwischen Juni und August.

Es ist ohnehin schon nicht so einfach, die richtigen Zeitpunkte für die Mahd einer Wiese den Umständen anzupassen. Da können bestimmte Pflanzen oder das Wetter Gründe sein, zu mähen oder es zu unterlassen, und nun kommen noch die Gräser fressenden Wiesenfalterraupen und -puppen dazu, die man anderfalls vernichten würde.
Eine Liste für den deutschsprachigen Raum gibt es > hier für die Unterfamilie der Augenfalter Satyrinae, zu den „Grasfaltern“ gehören aber noch weitere Schmetterlingsfamilien ohne Augenflecken, wie z.B. Dickkopffalter, und auch unter den Nachtfaltern gibt es Raupen, die sich von Gräsern ernähren.

Eine gute Übersicht zu Schmetterlings-(raupen-)futterpflanzen findet sich > hier

2019 hatte ich offenbar keinen „Waldvogel“ im Garten fotografieren und zeigen können. Einen puzzeligen Artikel von mir über den Braunen Waldvogel und seine Namensgebung vom Juni 2018 gibt es > hier

Foto vom 30. Juli 2020 auf einer Wieseninsel im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

Diesmal ist die Geschichte keine ABC-Etüde: mein Beitrag zum „7 aus 12“- Etüdensommerpausenintermezzo II-2020

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Dass ich den alten PUZZLE ❀-Blog „nebenan“ fortsetze, indem ich im Rahmen einer kleinen Zusammenrottung von Blogschreiber*innen immernoch kleine Geschichten schreibe, haben sicherlich die meisten mitbekommen.
Seit Oktober 2019 veröffentliche ich dazu in diesem Blog hier eine verlinkte Liste dazu, um eure Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass es dort etwas Neues gibt. Bei der Gelegenheit „Danke“ an alle, die dann auch dort hinsehen:

> Link zur jüngsten Listen-Version mit allen 33 Punkten

Dreiunddreissig kleine Geschichten, Texte oder Gedichte sind es inzwischen geworden, die immer den gleichen Regeln folgen, nämlich drei zur Aufgabe gestellte Begriffe in einem Text mit frei zur Wahl gestellter Form in maximal 300 Wörtern zu verwenden. Dieser Beitrag verweist auf meinen jüngsten und somit 34. Text. Weil dieser als „Etüdensommerpausenintermezzo“ aber anderen Regeln folgt, passt er nicht auf Liste der „ABC-Etüden“, sondern bekommt einen eigenen Hinweis.

Für diese Aufgabe standen 12 ausgeloste Begriffe zur Auswahl, nämlich:
Blaupause, Diätwahn, Herzschmerz, Kantine, Kommentar, Ohrenkneifer, Sahnewölkchen, Stoppelfeld, Strandkorb, Vulkan, Windjammer, Zwischentöne
und von den gegebenen Wörtern waren mindestens 7 zu verwenden. Dafür durfte diesmal in beliebiger Länge geschrieben werden, als Sonderlocken unter Berücksichtigung der Corona-Umstände und mit einem real existierenden, wiedererkennbaren Ort, den Lesern nachvollziehen könnten.

Weil ich eine Liebhaberin von Nebenstrecken und Ortschaften bin, die urbaner gesonnene Menschen als „Kaff“ bezeichnen, sitzt meine Protagonistin zwar unter Palmen, aber die stehen neben einem der hellgelben Plastiksofas auf der „Mole West“ am Neusiedler See, zu finden in Neusiedl am See, der Kleinstadt im österreichischen Burgenland.
Gegenstand meiner 34. Geschichte ist > Ein längst fälliger Brief

Zum Foto: Im österreichischen Burgenland in der kleinen, aber immerhin Bezirkshauptstadt Neusiedl am See kann man über den Neusiedler See seh’n. Das Restaurant ‚Mole West‘ wurde am Seegelände vor bald 20 Jahren eigens dafür gebaut. Der im Brief erwähnte Kaffee mit Amaretto steht tatsächlich auf der Getränkekarte, die Plastiksofas und Palmen im Aussenbereich. Das Bild ist kein Sommerfoto, sondern eines aus dem Herbst 2018. Der Beitrag dazu findet sich ebenfalls im PUZZLE ❀-Blog > Vom Neusiedler Ufer aus über den See seh’n | 2018/10/20, wie etliche weitere, die man unter dem Stichwort „Neusiedl am See“ finden kann – schliesslich habe ich dort jahrelang gelebt.