Rote Wilde Möhre mit Grüner Florfliege

In diesem Jahr werden die Blütendolden der Wilden Möhren im Garten kaum durch Insekten besucht. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um die Ziersorte ‚Dara‘ mit ihren dunkel- oder weinroten Blüten handelt, oder um die Wildform mit ihren vertraut grünlichweissen Blütendolden aus der die rote Mittelblüte heraussleuchtet. Nun habe ich von beiden reichlich anzubieten, aber es findet kaum Leben darauf statt.

2020-07-21 LüchowSss Garten Grüne Florfliege (Chrysoperla carnea) auf roter Wilder Möhre (Daucus carota subsp. carota) (1)

Auf dem oberen Bild von einer Dolde der rot-weiss blühenden Wilden Möhren-Sorte ‚Dara‘ lassen sich zwei winzige dunkle Wildbienen erahnen, die Haupt“person“ ist jedoch die zarte Grüne Florfliege Chrysoperla carnea, die auf dem zweiten Bild noch einmal grösser zu sehen ist:

2020-07-21 LüchowSss Garten Grüne Florfliege (Chrysoperla carnea) auf roter Wilder Möhre (Daucus carota subsp. carota) (2)

Auch sie ist in diesem Jahr im Garten eine ausgesprochen seltene Besucherin. Früher hätte ich sie womöglich gar nicht fotografiert, so selbstverständlich war es, sie zu sehen. Es fehlen die Falter, Käfer und Wanzen, die in früheren Jahren so taten, als gäbe es nichts Schöneres als Wilde Möhren. – Die Fotos sind vom 21. Juli 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Klickt man sie an, kann man sie noch etwas grösser sehen.

23 Gedanken zu “Rote Wilde Möhre mit Grüner Florfliege

  1. Schööön! Jetzt wo du es sagst: Florfliegen? Ja, hin und wieder landen noch welche im warmen Wohnzimmer, aber sie sind seltener als früher, daß ist wahr. Feuerwanzen sind hier recht häufig. Gerade bei der Trockenheit. Die Tage sah ich eine Linde, da saßen Massen dran und sonnten sich :-) Aber wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, sehe ich an den Wilden Möhren nur selten Insekten, so im Vorbeifahren. Ich werde die Tage mal genauer gucken. Überall, wo es brummen könnte, brummt nix oder wenig.

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                • Die Webseite mit dem Dürremonitor der Helmholtz-Stiftung ist für das Verständnis von Zusammenhängen sehr aufschlussreich.
                  Auf den Karten kann man sowohl den tagesaktuellen Dürrezustand des Gesamtbodens und des Oberbodens, der schneller auf kurzfristige Niederschlagsereignisse reagiert, sowie das pflanzenverfügbare Wasser im Boden sehen, als auch Vergleiche mit früheren Ergebnissen.

                  https://www.ufz.de/index.php?de=37937

                  Beim Blick auf die Karten wird deutlich, wie gross die Unterschiede sein können. Das wirkt sich natürlich auf die gesamte Ökologie eines Gebiets aus. Sogar der Kreis Lüchow-Dannenberg ist in sich verschieden, aber ich lebe im trockensten Teil des Kreisgebiets. Ich habe mal eine Beispielkarte vom 26. Jui 2020 genommen und markiert:

                  Dürremonitor

                   

                  Die anderen Karten auf der Webseite sprechen Bände, wie verschieden die Menschen in Deutschland dieselben Zeiten erleben, was in den Blogs immer wieder nachvollziehbar zutage tritt, manchmal geradezu ungläubig.

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                  • Ja, das ist in der Tat erstaunlich. Ich müßte noch mal ne Landkarte drüberlegen, aber fast würde ich sagen, wir liegen in Sachen Trockenheit nah beieinander, aber da kommen sicher noch mehr Faktoren zusammen. Du liegst ja fast in der „Wüste“. Wobei Brandenburg viell. noch alles topt… Tja, und der Süden ist die letzten Jahre nässer geworden, wie es scheint.

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