Kleine Perlmuttfalter Issoria lathonia

Kleine Perlmuttfalter Issoria lathonia sind in diesem Jahr seit Mitte Juli gelegentlich, aber doch nur ausmahmsweise im Garten zu sehen. Im Gegensatz zum vorigen Sommer, wo sie bereits ab Juni dort erschienen und immer häufiger wurden, bis sie schliesslich zu einer der am meisten vertretenen Arten wurde, verhält es sich dieses Jahr völlig anders :

2020-07-17 LüchowSss Garten Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia) + Wilder Dost (Origanum vulgare)

Dies ist der erste Kleine Perlmuttfalter, den ich diesen Sommer sah, selbstverständlich an Wildem Dost Origanum vulgare. Dabei zeigte er auch die Unterseiten seiner auf der Oberseite orangebraun und schwarz gemusterten Flügel. Die hellen Flecken, die auf den Unterseiten perlmuttähnlich schimmern, sind Grund für den Namen „Perlmuttfalter“:

2020-07-17 LüchowSss Garten Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia) + Wilder Dost (Origanum vulgare)

Kleine Perlmuttfalter Issoria lathonia vermehren sich in Mitteleuropa nicht nur als heimische Falter mit mehreren Generationen im Jahr, sondern wandern im Sommer auch verstärkt aus dem Süden ein. Ihr Ausbleiben ist ein schlechtes Zeichen für ihr Vorkommen europaweit, und überraschend schlagartig.

2020-07-17 LüchowSss Garten Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia) + Wilder Dost (Origanum vulgare)

Als Lebensraum bevorzugen Kleine Perlmuttfalter Brachen, Trockenrasen und Feldfluren; ihre Raupen benötigen Ackerstiefmütterchen als Nahrung. Kein Wunder, dass sie auf Äckern und an deren Rändern durch intensivere Bewirtschaftungen in ihrem Fortbestand gefährdet sind. Auch Blühstreifen nützen ihnen nichts, sind diese doch nicht nur stiefmütterchenfrei, sondern werden gerade mit der Geteideernte bereits wieder vernichtet.
Die Fotos sind vom 17. Juli 2020, aufgenommen im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

21 Gedanken zu “Kleine Perlmuttfalter Issoria lathonia

  1. Ein schlechtes Zeichen…Wieso genau?
    Ich sah hier auch ein paar davon in den letzten Tagen. Außerdem habe ich an den uns verbliebenen Buchsbäumchen DOCH kleine Zünslerraupen entdeckt. Mist. Hoffentlich haben die Vögel echt gelernt, die zu futtern…

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  2. Wieso genau?

    Weil sie bisher in diesem Jahr weder heimisch „nachgewachsen“ noch notierbar eingewandert sind.

    Das legt den Schluss nahe, dass ihnen auch im südlichen Europa die Lebensräume und – bedingungen zu knapp und unwirtlich geworden sind, um sich so zahlreich fortzupflanzen wie bisher.

    Dies bedeutet, dass keine Einwanderung die hiesigen Verluste ausgleichen und aufbessern kann.

    Wenn das nicht schlechte Zeichen sind, was dann?

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  3. Ich glaube, den kenne ich gar nicht, dabei ist es ein so hübscher Falter! Ja, schade, daß die Bedingungen so grottig sind. Heute sah ich nach einer guten Schmetterlingsstelle, aber auch da war nicht viel los. Nicht viele Kratzdisteln, wenig Mädesüß.

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