In Schwarz und Hellrot: eine weibliche Gartenhaarmücke

Es ist eine weibliche Gartenhaarmücke Bibio hortulanus. Männchen wären schwarz, grossäugiger, mit klaren Flügeln, ähnlich den ihnen verwandten, schwarzen Markusfliegen. Das Insekt entdeckte ich auf einer blühenden Hirtentäschel-Pflanze Capsella bursa-pastoris, hielt es flüchtig für einen Weichkäfer und hoffte nur, dass der Wind das weniger als einen Zentimeter kleine Tierchen auf dem Stängel nicht aus dem Fokus wedelte. Erst am Monitor erkannte ich den schwarz-hellroten Zweiflügler mit dunklen, opaken Flügeln statt eines Käfers.

Die Art ist in Europa verbreitet, ausserdem in Nordafrika und Vorderasien. Die Mücken fliegen von Ende März bis Juni und ernähren sich von Nektar. Vielleicht verdanke ich ihre Anwesenheit der Benjes-Hecke, in deren Nähe ich die Gartenhaarmücke fand, denn die beinlosen Larven entwickeln sich im Boden, wo sie sich von Humus und evtl. Wurzeln ernähren, überwintern und im Frühjahr verpuppen, darunter ist sicher ein nahrhafter Aufenthaltsort für sie.
Die Fotos sind vom 16. Mai 2020, auf einer der Wieseninseln im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

13 Gedanken zu “In Schwarz und Hellrot: eine weibliche Gartenhaarmücke

    • Musst du mal googeln, es gibt ganz interessante Beiträge dazu. Ich mische allerdings die Äste mit Grüngut. Fotogen ist so eine Benjeshecke dann nicht, entwickelt aber schneller die gewünschten positiven Eigenschaften hinsichtlich Wind-, Boden- und Tierschutz. Unser Igel liebt sie auch. Dort gibt es immer Futter.

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        • Der Zaunkönig ist begeistert, Meisen, Amseln und die anderen auch. Die Mühe hat sich in jeder Hinsicht gelohnt, und die bis dahin dem heftigen und austrocknenden Wind ungebremst ausgesetzten Bäume, Sträucher und ihr Unterwuchs an der Grundstücksgrenze sehen dieses Jahr auch viel, viel besser aus.
          Für den Balkon leider nicht geeignet, aber eine Miniaturversion könnte man jedem Gartenbesitzer für eine wilde Ecke ans Herz legen, statt Grüngut zu schreddern und zu kompostieren, je nach Platz eine mehr oder minder ordentliche Wand in Wunschhöhe daraus zu errichten.

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