Wein, Klatschmohn und Insekten

Im Frühjahr 2016 ergatterte ich in einem Restpostenmarkt alte Weinstöcke Vitis vinifera subsp. vinifera aus Spanien, die seither zwar nicht besonders viele Trauben ansetzen, aber mir an ihrem mittagssonnigen Standort trotzdem viel Freude machen. Vor allem, wenn vor dem Hellgrün junger Weinblätter und den alten, knorrigen Rebstöcken der rote Klatschmohn blüht, kommen alte Urlaubserinnerungen auf. Seit Anfang Mai entfalten sich die Blätter mehr und mehr, seit einigen Tagen zeigen sich erfreulich viele Blütenknospen. Auch für Insekten wird der Ort immer anziehender.

Auf den Blüten des Klatschmohn Papaver rhoeas hat sich eine Furchenbiene eingefunden, siehe Bild 3. Noch näher kann ich diese allerdings nicht benennen. Die Mauer-Lehmwespe Ancistrocerus nigricornis, die auf Bild 5 auf einem Weinblatt ein Sonnenbad nimmt, habe ich 2013 erstmals am Wegrand in der benachbarten Feldmark fotografiert. Damals war sie in Deutschland noch nicht verbreitet, aber seither beobachte ich sie jedes Jahr im Garten.
Die Wettervorhersage für die diesjährigen „Eisheiligen“ bis zum 15. Mai lassen mich um die Blüten und Blätter des Weins bangen, denn sie sind auch voriges Jahr dabei so empfindlich abgefroren, dass es leider keine Trauben von diesen Rebstöcken gab. – Die Fotos sind vom 7. und 10. Mai 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern anklicken.

7 Gedanken zu “Wein, Klatschmohn und Insekten

  1. Und wieder diese Feinbezeichnungen der Insektentiere.-
    Ergatterte Pflanzen liebt man besonders, glaube ich!
    Die Eisheiligen preschen ganz schön düster auch hierher.
    Woher wissen sie, dass sie „dran“ sind?
    Gruß ins mehr Nördliche

    Gefällt 2 Personen

    • Da wirkt der Zauber der Findepflanzen, ob am Wegrand oder auf einer Resterampe.
      Das Zeitgefühl dieser kalten Bande erstaunt mich auch immer wieder.
      Freundliches Winken zwischen kaltem Regen hindurch ins eher Südliche.

      Gefällt 1 Person

    • Er hat schon einen der wärmsten Plätze im Garten. Besprengung mit Wasser kann helfen, und ich bin gerade auch deshalb sehr dankbar für den Regen, der kann von mir aus gern bis zum Wochenende anhalten. Wir haben derzeit Nachttemperaturen um Null Grad in Aussicht, bis einschliesslich Freitag, aber mit Regenpause ausgerechnet Mittwochs und Donnerstags, also werde ich mit dem Gartenschlauch selbst für eine Tropfenschicht sorgen, von der ich nur hoffen kann, dass sie etwas hilft.

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    • Wir hatten etwas Reif, aber die gespeicherte Wärme hatte in Hausnähe, wo der Wein steht, offenbar noch einiges entgegenzusetzen. Die kommenden Nächte könnten schwieriger werden, weil auch die Tagestemperaturen nur zwischen 10 u. 12°C liegen, statt wie am Samstag mollige 22°C. Nach regionaler Vorhersage ist die letzte kalte Nacht erst kommenden Samstag früh vorüber.

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