Mehr Taubnesseln

Nachdem ich mir kürzlich von einem Spaziergang einige bewurzelte Silber-Goldnessel-Zweige mitgebracht, und die der halbschattigen Seite des Feldahorns zugesellt habe, blühen inzwischen fünf Taubnessel-Arten im Garten:

 

1. Purpurrote Taubnessel Lamium purpureum, 2. Stengelumfassende Taubnessel Lamium amplexicaule, 3. Weisse Taubnessel Lamium album, 4. die Silberblättrige Goldnessel Lamium galeobdolon subsp. argentatum bzw.Galeobdolon argentatum und 5. die Grosse Taubnessel bzw. der Nesselkönig Lamium orvala.
Die Fotos sind vom 24., 28. und 30. April sowie vom 1. und 4. Mai 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

23 Gedanken zu “Mehr Taubnesseln

    • Sowieso, das ist bei mir nicht anders. Wäre ich nicht sicher, dass die Silber-Goldnesseln hier ein schwereres Dasein haben, als dort, wo sie als Gartenmüll bereits eine grosse Fläche belegt haben, hätte ich sie nicht geholt. Ich verzichte aber bei „Blumen“ generell lieber auf Zuchtpflanzen und begünstige die Wildfänge, darum ist das mit dem Dürfen weniger wichtig als das Gedeihenkönnen.

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      • Lustig – bei mir ist auch grad ein Taubnessel-Beitrag in der WArteschleife. Die Silber-Goldnessel unterschätzst Du aber, meine ich. Solange Du es noch einfach kannst – weg damit ist meine Ansicht. Sie zählt zu den invasiven Neophyten und benimmt sich wirklich so – wo die ist, ist nichts mehr außer Giersch und Brennessel – und sie wandert auch aus dem Garten hinaus. Bei uns im Knick zB erobert sie immer größere Flächen und verdrängt alles, was da zuvor noch war – okay, Brombeere bleibt auch, die vergaß ich vorhin ;-) Wirklich ein doofes Kraut!

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        • Ich weiss, ich beobachte die Stelle, wo ich sie hergeholt habe, schon seit zwei Jahrzehnten. ursprünglich ausgehend von einem Häufchen Gartenabfall. Wo der Mensch nicht eingreift, wird sie zur Pest.
          Bei mir sitzt sie deshalb momentan und mit Vorbehalt auf einer vom Rasenmäher ummähten „Insel“, und ich habe nicht die Absicht, sie den Garten übernehmen zu lassen. Wenn sie sich wider meinem Erwarten über die ihr zugestandenen Quadratmeter hinaus zu wüchsig zeigt, kommt sie eben wieder raus.

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    • Die Liebe der Hummeln & Co. zu den Taubnesseln und die Kindheitserinnerungen an die Weissen und Purpurroten machen sie hier so gern gesehen.
      Mir verursacht so ein Waschbär auch zwiespältige Gefühle, so wie Nutrias auch. Niedlich für sich genommen, aber schwierig. Mein Gewissens-Kompromiss und Zugeständnis an die Niedlichkeit ist, dass ich keine genaue Ortsangabe mache.
      Dass sie gelegentlich Katzen verprügeln, würde mir als Katzenbesitzer vielleicht auch mehr Sorgen machen. Die ansonsten so rauflustige Sohnexfreundinkatze brauchte einige Tage, um sich von der Abreibung mental zu erholen, bis dahin war sie noch nie unterlegen.

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    • Der hat auch einen späteren Auftritt das das Fussvolk. Aber wie es so ist, gibt es unter dem Fussvolk auch zurückhaltende und forsche Gesellen (siehe Fjonkas Kommentar).
      Die Weissen vermehren sich bei mir nur zurückhaltend, die Purpurroten so naja, und die Stängelumfasssenden habe ich mir gerade erst von einem Gartenabfallhaufen zwei Gärten weiter gemopst, denn die habe ich bis dahin nur im Buch gesehen.
      Zur Gelben gibt es Vorbehalte, und da muss ich mal sehen, ob sie bei Hofe bleiben kann oder doch in Acht und Bann verwiesen werden muss. :-)

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        • Nicht hier. Wir haben weit und breit keinen Laubwald. Kommt hier eine Goldnessel vor, dann die mit den silbernen Malen auf den Blättern, verwilderter Gartenabfall.
          In meiner Lieblingsandgrube in einem Kiefernmischwald, die ich gerade wegen der Gartenfindlinge ab und zu aufsuche, tut sie sich schwer mit der Ausbreitung. Schlimmer sind da Immergrün und Brombeeren.
          Dass die Menschen immernoch ihre Gartenhaufen in die Wälder zu fahren, statt denselben Anhänger zur Abfallsammelstelle, wo es nichts kostet, Grüngut abzugeben, ist mir ein ewiges Rätsel.

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        • Mit silbern gemusterten Blättern? Wie ich schon mit Fjonka in den Kommentaren hin- und hergeschrieben habe, gibt es zumindest bei uns weit und breit nur diese Gartenflüchtlinge.
          Die Weissen und den Purpurroten sind auch meine Kindheitserinnerungen am meisten verknüpft, teilweise sehr frühe. Der eigenwillige Duft ihrer Blätter rührt immer wieder daran, wie beim Stinkenden Storchenschnabel auch. Aromen verankern sich offenbar tief im Gedächtnis.

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  1. Sie sehen alle sehr hübsch aus! Eine schöne bunte Galerie, dieser wunderbaren Blüten. Hier auf dem Balkon im Topf wären sie sicherlich ungefährlicher, die ausdehnungsfreudigen. Ich hatte mal einen Versuch unternommen mit Lamium purpureum, aber das hatte nicht geklappt. So freue ich mich draußen an ihnen. Gestern konnte ich die Hummel gut darin beobachten :-)

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