Sandbiene bei … was?

Während der kühlen Tage und frostigen Nächte liessen sich die Sandbienen nicht blicken, aber als heute Vormittag die Sonne den Boden wärmte, kamen sie zahlreich hervor, suchten Blüten auf und taten andere, rätselhaftere Dinge, sogar gleich mehrere zugleich. Diese Gemeine Sandbiene Andrena flavipes konnte ich dabei fotografieren:

Sie flog mit etlichen anderen über dem Beet voller Balkan-Storchenschnabel Geranium macrorrhizum umher, landete auf den Blättern, verweilte, aber nicht etwa still wie zum Sonnenbaden, sondern es schien so, als täten sie etwas mit den Mundwerkzeugen. Ob sie vielleicht die Haare der samtigen Blätter für den Nestbau verwenden?
Es ist Jahr für Jahr dasselbe. Bisher fand ich zu dieser Art nichts dergleichen beschrieben.
Das Foto ist vom Vormittag des 4. April 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

9 Gedanken zu “Sandbiene bei … was?

  1. Vielleicht sondern die Pflanzen ein Sekret ab? Im Frühjahr sehe ich oft die unterschiedlichsten Insekten auf den Blättern der Weide „grasen“. Vielleicht brauchen sie Salicylsäure ;-) Nein, ernsthaft, ich wundere mich da auch immer. Oder die Feldwespe heute, schien an den Rosmarinnadeln zu „arbeiten“. Fragezeichen!!!

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    • Bei der Feldwespe vermute ich, dass sie entweder Blattläuse oder ähnliches Kleingetier jagtt, oder ebenso von der Oberfläche etwas abschabt, das sie für ihr „Papier“nest gebrauchen kann. Bei Sandbienen fällt die Interpretation als Jagd weg, und anders als die vielfältigen Beschreibungen der Nestverschlüssen anderer Wildbienen, findet sich über verwendete Materialien durch Sandbienen nichts. Also, nicht von mir, bisher.
      Dass Tiere gezielt Heilpflanzen fressen, hat man ja auch erst spät herausgefunden. Ob sie tatsächlich aromatische Fasern einbauen, um Schädlinge fernzuhalten, fände ich denkbar, aber es wäre halt schön, davon anderswo lesen zu können.

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      • Zu solchen speziellen Themen findet man vielleicht nicht immer was im Web und manche Beobachtungen aus dem Garten sind auch den Spezialisten nicht unbedingt bekannt. Sonst müßte man mal jemanden fragen, der sich damit auskennt. Wer weiß, was sie dort tun! Bei meiner Weide stelle ich nur fest, daß die jungen Blätter leicht kleben, so daß ich denke, sie sondern Feuchtigkeit oder einen Saft ab, den die Insekten mögen.

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  2. Ich habe zwar keine Erklärung für ihr Verhalten, aber ich denke auch, dass es mit dem Nestabu zu tun hat.
    Wir hatten früher mal im Garten einen Windschutz aus Reet. Da waren im Frühjahr immer über und über Bienen am Nagen und Kratzen, dass es richtig knisterte… ?!

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    • Von Wespen und Mauerbienen überrascht mich das auch nicht. Ich liebe das Geräusch ausserdem, es ist so eine richtiges Sommergefühl, so einen abgenagten Windschutz gab es auch an der Terrasse meiner Eltern.

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