Die Bahnwärter-Taglilien schieben bereits an

Die Bahnwärter-Taglilien, Braunroten oder Gelbroten Taglilien Hemerocallis fulva schieben bereits seit einigen Tagen ihre frischgrünen Blätter aus dem Boden, genauer gesagt aus der Grasfläche, wohin ich sie vorigen Spätsommer, nach dem Einziehen der Blätter, von der Südwand auf die zwar ebenfalls vom Morgen bis mittags sonnige, aber dennoch etwas frischere Ostseite des Gartens versetzt hatte:

 

Es scheint so, als hätte ausgerechnet die stürmische „Sabine“ mit ihrer anfänglichen Wärme und den Ladungen von Regen das Spriessen hervorgelockt, 2-3 Wochen früher als voriges Jahr > vergl. hier.

Ganz nebenbei haben sie damit auch den Beweis angetreten, dass sie von Wühlmäusen offenbar verschmäht werden, was nicht bei allen Taglilien der Fall ist, denn die spriessenden Blätter scheinen sämtliche Rhizome anzuzeigen, die ich auf der wühlmausunterhöhlten Fläche verteilt hatte, sogar ganz provokativ in die Mäuselöcher hinein.
Voriges Jahr Ende März hatte ich schon eine Idee davon bekommen, dass sie „mäuseresistent“ sein könnten, denn da entdeckte ich zwei solcher Jungpflänzchen > auf einer der Wieseninseln, die unbemerkt in einem Grasbüschel vom Beetrand beim eigentlichen Standort dorthin gekommen sind, mit dem ich nach dem Abtragen eines Wühlmaus- oder Maulwurfshaufens eine kahle Stelle wieder bepflanzt hatte.

Die absichtlich umgepflanzten Bahnwärter-Taglilien sollen auch Teil eines weiteren Wiesenstreifens werden, der nur einmal, nach dem Einziehen der Lilien-Blätter, gemäht werden soll. Es heisst, dass diese Art gut im hohen Gras gedeiht, und ich bin gespannt darauf, wie sich dieser Streifen, der einige im vorigen Herbst neu gepflanzten Gehölze und den vorher schon von Wildwachstum umgebenen Sumpfbottich mit einbezieht, entwickeln wird. Der Austrieb dieser hellgrünen Spitzen weckt jedenfalls meine Vorfreude, und dieser Eintrag markiert sozusagen den Start dieses neuen Entwicklungs-Abschnitts, falls ich später mal danach suche.

Das Foto oben, mit Bongo an einem einigermassen windschattigen Platz im Hintergrund ist vom immernoch stürmischen 12. Februar 2020 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Inzwischen ist alles in ruhiges, beinahe windstilles Regenwetter übergegangen, auch die zwischenzeitliche frostige Abkühlung ging vorüber, es geht weiter Richtung Frühling.

6 Gedanken zu “Die Bahnwärter-Taglilien schieben bereits an

  1. Bahnwärter….Die heißen wirklich so? Warum? Oder lebt Ihr in einem alten Bahnwärterhäuschen?
    Heute früh in den Nachrichten hörte ich von ungewöhnliche hohen Temperaturen in der Arktis, um die zwanzig Grad plus!
    Es könnte einem recht komisch werden.

    Gefällt 1 Person

    • Nein, obwohl es mir an einem stillgelegten Gleis gefallen würde, so ein überhundertjähriges rotes Ziegelhaus, wie sie hier herum üblich waren.
      Der volkstümliche Name soll daher rühren, dass diese einfachen Taglilien früher in den kleinen Gärten der Bahnwärter auffallend üblich waren. Im Web finden sich leider die meisten Geschichtchen dazu ausgerechnet auf kommerziellen Seiten, so dass ich keinen Link zu einer von ihnen setze.

      Dann wird Grönland wohl bald wieder seinem alten Namen gerecht werden, wie zu Zeiten Eriks des Roten. Kein Wunder, dass Leute wie Trump darauf gieren.

      Gefällt 1 Person

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