Ergänzung zum Beitrag „Eigenartige und noch seltsamere Gebilde“

Es geht in diesem Beitrag um das kalte, Schleimige. Bei dem trüben Glibber meine ich, es mit einem Drüsling Exidia nucleata zu tun zu haben, aber ich glaube, er hatte eine Art „Überzug“ und war nicht allein: es waren ausserdem andere Stellen auf dem Ast zu finden – in die ich hineingefasst hatte – und die nichts weiter waren als weiche, schleimige Batzen. Zur Erinnerung eines der bereits > hier gezeigten Fotos

 

Das Foto ist vom 13. Januar 2020, aufgenommen am Wegrand in der Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Bitte zum Vergrössern anklicken.

Gallertartige Haufen, die in der Natur gefunden wurden, haben schon vor Jahrhunderten den umgangssprachlichen Namen „Sternenrotz“ bekommen. Auf Englisch findet man solche als „Star jelly“ bezeichnet und mit weiteren, ähnlich bildhaften Namen. Artikel und Bilder zu Astromyxin sind zahlreich nachzulesen aber eher vom Typ „Nichts Genaues weiss man nicht“, auch bei > Wikipedia.
Und tatsächlich ist unklar, ob immer dieselbe Ursache dahintersteckt und welche Lebensformen dafür infrage kommen. Eine davon sind sogenannte „plasmodiale Schleimpilze“, Myxomyceten bzw. Myxogastria oder auch Eumycetozoa:

„… eine Gruppe von heterotrophen Organismen. Etwa 1000 Arten sind bekannt. Ob Schleimpilze als Einzeller oder Vielzeller anzusehen sind, ist schwer zu beantworten. Auch ist man sich nicht einig, ob Schleimpilze den Tieren, Pilzen oder Pflanzen zuzurechnen sind. Innerhalb der Biologie wird die systematische Erforschung der Schleimpilze durch die Botanik betrieben. …“
– Zitat-Quelle weiterlesen > Myxomycet | deacademic.com

Unerwartetes über die faszinierenden Fähigkeiten dieser Untergruppe der Amoebozoa erfährt man am Beispiel eines gelben Schleimpilzes namens Physarum polycephalum, der bei seiner Ausbreitung effizient und zielgerichtet vorgeht; ein Text dazu findet sich auf der Webseite WeLT.de > NETZWERKSPEZIALIST – Ein Superorganismus von schleimiger Intelligenz – unbedingt lesenswert!

10 Gedanken zu “Ergänzung zum Beitrag „Eigenartige und noch seltsamere Gebilde“

  1. Immer noch wesentlich appetitlicher als gewissen Batzen auf irgendwelchen Bürgersteigen!
    Seit ich hier lese, beobachte ich beispielsweise die wundersame Miniwelt auf dem Rand unseres Brunnens, einesteils Moos, andrenteils Flechten in grellgelb. Wenn es geregnet hat, sieht das aus wie Schwefelsuppe oder so.
    „Sternenrotz“, was für eine Benennung!

    Gefällt 3 Personen

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